Vermischtes / Miscellaneous / Varios > Dies und Das / this and that

DMF - Ein Zeichen für Qualität und Ehrlichkeit ??

<< < (2/14) > >>

loparit:
Da spielt das liebe Geld mal wieder eine Rolle. Was MM-Bär schreibt sagt eigentlich alles.

Doch wozu brauchen wir eine DMF. Jeder Börsenveranstalter könnte doch eingreifen und gegebenenfalls den Stand schließen. Warum wird es nicht gemacht ? Und warum braucht man dafür eine DMF ?

Man sollte mit offenen Augen die Börsen Besuchen auf Mißstände hinweisen und das wars, ganz ohne DMF.
Ich persönliche kläre Personen die etwas kaufen wollen und an einen Händlern mit Fälschungen, gefärbten etc Stücken geraten sind vor Ort einfach auf. Es gibt dann immer heiße Diskussionen und Debatten, doch das bekommen eben viele Leute mit und der Händler verkauft vielleicht , nicht ganz so viele Stücke. Das sind allerdings dann immer Zufallsbegegnungen.
Eigentlich wäre es die Aufgabe des Veranstalters sich darum zu kümmern.

Gruß loparit

Ralf:
@MM-Bär

Sorry, ich hatte Deine Aussage wohl ein wenig falsch interpretiert.

Hab den DMF mal angeschrieben und gefragt, worauf sich seine Empfehlung bezieht. Ich erwarte eigentlich keine Antwort, lasse mich aber mal überraschen.

Eigentlich ist es doch sehr schade. Eine Einrichtung wie der DMF könnte doch, richtig geführt und konsequent gelebt, einigen Einfluß auf die Börsen bzw. deren Veranstalter haben. Berthold schreibt das ja ganz richtig.

Wenn man bei Fälschungen noch verstehen ( nicht akzeptieren ) kann, dass ein Aussteller dies nicht dranschreibt, so ist doch z.B. Etikettierung und Preisauszeichnung eigentlich keine Sache. Ich hab selbst Stände bis 5m Breite, auf denen eine ganze Menge Material liegt. Und alles ist ausreichend etikettiert. Ich kann und will nicht verstehen, warum das z.B. bei Chinesen, Marokkanern und Rumänen nicht möglich sei soll.
Es ist für mich unlauterer Wettbewerb. Die Kollegen wollen angesprochen und nach dem Preis gefragt werden. Dann können sie erstens den Kunden nach seiner Kaufkraft einschätzen und danach den Preis festlegen und zweitens auch noch zum Kauf belabern.

Auch die Taktik von Loparit ist sicher richtig, wenn auch oft spannend. Dennoch ist die Börsenleitung und/oder der DMF der eigentliche Ansprechpartner.
Warum also nicht mal eine gemeinsame Aktion ?
Hamburg steht vor der Tür. Da könnte man doch mal ein wenig Wirbel veranstalten ;)

Ralf

der Sauerländer:
Dazu wieder Senf aus dem Sauerland.....

Diese ganzen Diskussionen über Fälschungen und daraus hervorgehende Forderung nach Schließung der Stände kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Egal, auf welche größere Börse ich gehe, ich kann euch vorher schon sagen, wo die Rumänen und Marokkaner sitzen mit der Sekunden-Kleber-Flasche.
Das wissen doch auch die Veranstalter. Anhand der Ausstellerliste von z. Bsp. St. Marie kann ich euch vorher die Fälscher beim Namen nennen.
Also wird aktzeptiert, dass Fälschungen angeboten werden. Quasi ausdrücklich lizenziert.
Da kann doch so ein Veranstalter nicht während der Börse, scheinheilig, auf Druck anderer Aussteller reagieren.
In St. Marie zahlen die 1.000,-€ Standgebühr.
Die zahlt Niemand zurück, oder?

@ralf
Die meißten Händler sind doch stolz auf einen gehobenen Standard ihrer Ware, oder? Welchen Kundenkreis sprichst z. Bsp. Du an?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Sammler, wenn er auch nur einen blassen Schimmer hat, geklebte Rumänen kauft oder zerhackten Galenit in marokkanischen Quarzdrusen.
Machst Du deinen Umsatz mit Sammlern oder mit Ahnungslosen oder ist das egal. Das ist jetzt ne ehrliche Frage. Da ich kein Händler bin , kann ich nix dazu sagen.
Das Du dich ärgerst, kann ich ja noch nachvollziehen, aber wir Sammler stehen doch höchsten grinsend oder lachend vor diesen Mutanten und schütteln einheitlich den Kopf darüber, wie Jemand so ne Kacke kaufen kann.
Und selbst, wenn der Fälscher dann mal was ordentliches liegen hat, würde ich bei dem nicht kaufen.

Mich persönlich ärgern fehlende Preisangaben viel mehr. Das stösst mir richtig sauer auf.

Gruß
Wilhelm

P. S. in Dortmund sehen wir dieses Jahr leider nicht. Ich ersaufe schon wieder in Terminen :'(
          Da bleibt mir nur Neheim- Hüsten. Kleine Sammlerbörse mit netten Überraschungen. Fast schon familiär und ohne Sekundenkleber

loparit:
Hallo Wilhelm,

ganz so einfach ist es eben nicht immer, ich habe schon Fälschungen aus Rumänien gesehen, da legst du die Ohren an. Wenn man sich da mit Rumänien nicht gut auskennt oder weiß was in letzter Zeit gefunden wurde, da kauft man schnell ein Stück das eben nicht in Ordnung ist.
In einem anderen Tread hatte ich es schon mal geschrieben, gefärbte Amethyste von Cavnic, so gut gemacht, dass ich es nicht gesehen habe. Man hält es nicht für möglich, aber es ist war. Nur der Hinweis einen Minenarbeiters der mich kannte und mir anschließend zeigte wie das gemacht wird war die Ursache dass ich nicht darauf hereingefallen bin.
Klar die meisten Stücke sind direkt zu erkennen aber es gibt auch andere und das sind oft dann auch teure Stücke. Und dann gibt es eben auch mIneraliensammler die gerade anfangen zu sammeln und kaufen grüne Okenite aus Indien. Das ist einfach nicht in Ordnung.
Und was Ralf schreibt stimmt ebenfalls. In München habe ich einen Händler mal nach dem Preis einer Realgarstufe gefragt. Die sollte bei mir 450 DM kosten und 5 Minuten später bei einem Sammlerkollegen 150 DM "Kein Witz" ist tatsächlich passiert.
Das sind Dinge die der Veranstalter einfach abstellen kann in dem er es klar in den Ausstellungensbedingungen regelt und dementsprechend auch handelt. Und hält der Händler sich nicht daran hat er es zu versschulden und niemand sonst, da spielt es auch keine Rolle welche Standmiete er bezahlt hat.

Gruß Edgar

Ralf:
Hallo Wilhelm,

zunächst einmal glaube ich das es bei Betrug kein Gewohnheitsrecht gibt. Zum zweiten glaube ich, dass ein Veranstalter ebenfalls in der Pflicht steht, seine Börsen sauber zu halten. Und zum dritten erkauft man mit der  Bezahlung einer Standmiete auch nicht das Recht, Leute über den Tisch zu ziehen und die dabei entstehende Reibungshitze als Nestwärme zu bezeichnen.
Du hast sicherlich Recht, dass man die Übeltäter fast immer voraussagen kann. Und Du hast auch Recht, dass gestandene Sammler eine Fälschung leichter erkennen als Anfänger oder unbedarfte.
Das dies nicht immer gilt, zeigt auch die Diskussion über die blauen Baryte aus Cavnic. Echt oder gefälscht ???

Das die Börsenveranstalter darauf kaum entsprechend reagieren, ist ebenfalls bekannt.
Hier aber geht es um den DMF. Warum soll man dem nicht mal auf´s Dach steigen ? Schließlich verleiht er bestimmten Börsen ja sein " Gütesiegel " . Auf Grund wessen ??

Ich rege mich hier auch nicht an erster Stelle wegen evtl. entgangener Umsätze auf. Mein Angebot besteht in erster Linie aus Achaten und verkieselten Hölzern, sowie anderen geschliffenen Materialien, sowie die Dienstleistung des Schleifens. Mineralien sind eher Nebensache und Schmuck kommt mir nicht auf den Tisch. Da hab ich mit gefälschten Konkurrenzmaterial wenig am Hut. Eher schon mit falschen Fundstellen.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, einen Grossteil meines Umsatzes mit Sammlern zu machen, d.h., Leute die in der Regel ein bestimmtes Grundwissen besitzen.  Trotzdem kriege ich die Krise, wenn mir ein Besucher einen knallrosa Achat aus Idar Oberstein unter die Nase hält, den er ein paar Stände weiter für nicht wenig Geld gekauft hat. Klar klärt man den dann auf, aber glücklich sind die meissten darüber dann nicht.
Bei den Mineralienhändlern sieht das schon etwas anders aus.
Hier wird der Hauptumsatz eben nicht mit versierten Sammlern gemacht, sondern mit Gelegenheitskäufern, Einsteigern und zunehmend auch mit esotherisch angehauchten Besuchern.

Aber das ist im Grunde vollkommen egal. Fakt ist, dass man als ordentlicher Händler ein ganze Menge Zeit, Geld und Mühe investieren muss, um ein ausgewogenes und preisgerechtes Angebot auf den Tisch zu legen. Fakt ist auch, dass man als in Deutschland ansässiger Händler bemüht ist, einen Stammkundenkreis aufzubauen. Das gelingt in der Regel aber nur, wenn man ehrlich und gewissenhaft ist.
Unsere Kollegen aus fernen Ländern haben damit aber nix am Hut. Da zählt nur der schnelle Euro und nach ihm die Sintflut. In so fern verschafft er sich durch sein unlauteres Verhalten einen klaren und erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Aber was geht das jetzt den nicht handelnden Sammler an ?  Ist doch eigentlich Sache der Händler, das hier ins Reine zu bringen.

Nun, so einfach ist es leider auch nicht. Zunächst einmal sind die ordentlichen Händler die ein im Sammlersinne hochwertiges Angebot haben, klar in der Minderheit. Zähl sie mal in München und stell die Esohändler, Schmuckverkäufer und eben die angesprochenen schwarzen Schafe gegenüber.
Die Sammler aber beschweren sich meist nur, dass auf den Börsen Tand und Fälschungen überhand nehmen und  bleiben letzlich einfach weg.

Wäre es denn nicht auch zum Vorteil aller Sammler, nein Besucher, wenn diese hier ein wenig unterstützend eingreifen ? Letzlich liegt ein gutes, ausgewogenes und preiswertes Angebot doch auch in deren ureigenem Interesse. Zum DMF - Stand zu gehen und auf Missstände aufmerksam zu machen, um deren Abstellen zu bitten und evtl. noch mal nachzuhaken wenn nix passiert, dauert vielleicht eine Viertelstunde.

Ich denke, die ordentlichen Händler haben eine solche Unterstützung verdient und werden es mit weiterer Präsenz und einem guten Angebot danken.

Ralf

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln