Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten

2 merkwrdige Metallbrocken

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geomueller:
Hallo Uwe,
nein näheres weis ich leider auch nicht über die Herkunft, ich frag noch mal einen Kollegen der weis vielleicht noch mehr darüber.

Jürgen

Asherlord:
Sry,
hatte Compi abgeschossen.
mit Fotos wirds erst näxten Monat was.
Gegen eine Schmelze neuerer Herkunft spricht eigentlich die stärkere, ziemlich gleiche Abrundung der Hauptkanten und die total wirre Struktur. reineres (rostendes) Eisen ist nur an wenigen Stellen zu sehen.
Allerdings issas das erste Mal, daß ich bei nem Metallbrocken wirklich total vor nem Rätsel stehe (und mir auch jegliche Ausrüstung fehlt).
Und da es stark metallisch is, kann so eine Abrundung auch in weit kürzerer Zeit entstehen als bei nem Granit aus dem eisteitlichen Geschiebe.

Dumm nur, daß nix aufn Flußverlauf oder sonstwas in der Fundgegend hinweist. Nur Sand und eiszeitliche Brocken.
Vielleicht issas auch nur ein Produkt aus einem zu weit nach Süden gegangenen Bombentreffer WK II . Hätt ichs doch bloß liegen lassen  ::)

Asherlord:
So, hab mal paar Fotos anfertigen und posten lassen:
http://zolker.de/var/Min/Min.html

Probe 1 könnte Nickel sein/enthalten
Probe 2 is für Pechblende viel zu hart, mein Materialkundler meinte aber auch, daß da unter Umständen Hitze eingewirkt hat.
Bilder sind nich die besten, aber man erkennt bei Probe 2 deutlich die erfolgte Abrundung der Kanten (natürlich nich Kugel-förmig  ;D )

McSchuerf:
Pechblende ist es auf keinen Fall..

.. ich würde auf nickelhaltige Arsenide oder nickelhaltige Sulfide mit z.T. blaumetallischen Anlauffarben - durch dünnste Oxidationshäutchen auf der Oberfläche verursacht - tippen..aber Röntgenanalyse erscheint nach wie vor notwendig.

Gruß Peter

Asherlord:
Meinst Probe 2 (die große dunkle?)
Schön, aber hab kein Röntgenpulverapparat inner Tasche ;D
Mich wundert, wie genau die Farbverläufe abgegrenzt sind. So zeigt http://zolker.de/var/Min/Min09.html eine Seite, wo alles bläulich ist.
Allerdings sind die Fotos absolut zu hell, Das Zeugs erinnert eher an Mischung zwischen dunklem Schiefer und Kohle. Außerdem treten die Farbanläufe zu stark hervor.

Was Arsenide und Sulfide betrifft: da haut die Kombination Strichfarbe, Härte,Dichte, Eisenanteil nich so hin, zumindest, wenn man von reinen Mineralen ausgeht.

Ich versuch mal, die Beschreibung upzudaten:
sehr schwer, metallisch, reagiert auf Magnet, aber deutlich schwächer als reines Eisen.
Bruch: nach Erscheinungsform spröde. Bei Schlägen bricht aber bisher nichts ab.
Härte: ca. 6bisX (Material is unterschiedlich verwittert, nich genau definierbar)
Strich: grau, leicht bräunlicher als vonner Stahlklinge.
Aggregat: falls vorhanden:plattig, nadelig-strahlig (wie Moos-Büschel)
Glanz+Farben: schwarz/schwarzgrau metallisch, bei Lichtreflektion sehr stark und hell wirkend, metallisch-bläulich, zum Teil grünlich erscheinend, an scheinbar etwas älteren Oberflächen statt kupferrötlich.
Dichte muss noch bestimmt werden
rundherum Reste von Rost, Eisenmineral. Alle faserig erscheinenden "Kristalle" scheinen bei näherer Ansicht leicht ausgefranste Ränder zu haben.

Fazit: ohne RöntgenPulverMicros kann man wohl nur orakeln, was ausser Eisen noch so drin is.
Vielleicht doch n zu heiß gewordener Eisenerzbrocken, den die Eiszeit poliert hat (womit wieder Strichfarbe falsch wär und der Brocken um 1 zu hart *urgs*) :-\

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