Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Kopfzerbrechen über Stufe von Halde 371 Hartenstein / Pyrrhotin, Fluorit, Dolomit
geomueller:
Hallo Schluchti,
also bei 1. schließe ich mich an, wahrscheinlich Pyrrhotin.
Bei 2. würde ich auch Fluorit sagen, wenn du Baryt ausschließen kannst!
Bei 3. handelt es sich, soweit man das auf dem Photo erkennen kann, um die typischen glasigen oft nierigen Verwitterungskrusten die sich auf den Erzgebirgischen Halden um fast alle Bi-Co-Ni-Gangstücke bilden. Um was es sich dabei genau handelt kann ich auch nicht sagen, aber diese Krusten sind sehr hartnäckig und sind je nach beinhalteten Elementen weiß grau gelblich rötlich grünlich und schwarz. Meist sind in den Krusten kleine Gesteinsbruchstückchen mit verbacken.
Gruß Jürgen
smoeller:
Hallo,
@geomueller,
Kann durchaus sein.
Dabei handelt es sich in der Regel um teils amorphe, teils kristalline Sekundärminerale des Arsens. Pitticit, Zykait oder was in der Richtung.
Bei den schwarzen Krusten handelt es sich meist um Mn-haltige Minerale, oft Manganogel oder Asbolan. Letzterer kann Co, Ni und Fe aufnehmen und wurde auch als Erdkobalt bezeichnet (ein Begriff, der gleichsam für Asbolan, Heterogenit und zersetzte Speiskobalte (mit Skutterudit, Arsenolith und Erythrin) gebraucht wird.
Hier könnte durchaus so etwas wie Pitticit oder Zykait vorliegen, nur eine genaue Analyse kann hier Aufschluss bringen.
Kenne Zykaitkrusten von Freiberg. Die ganzen Haldenstufen aus größerer Tiefe sind dort damit überkrustet.
Glück Auf!
Smoeller
Schluchti:
Danke Euch! Das ist eine Anregung, über die ich mal Nachdenken muss. Allerdings würde ich die Stufe nicht der Bi-Co-Ni zuordnen, da ich bislang keine Vertreter dieser Paragenese auf der Stufe finden konnte. Es findet sich viel Eisen an der Stufe, u.a. wohl auch derber Markasit/Pyrit , der jedoch fast vollständig stark rostbraun korrodiert und ausgeblüht ist und charakteristischen Schwefelgeruch verbreitet. Jedoch findet sich in der Nähe oder unter den gelben Kristallen keinerlei metallische Verbindungen, sondern Fluorit, der in einer zweiten Generation von dem gelben Mineral überwachsen ist. Das Ganze erstreckt sich auch recht gleichmäßig über größere drusige Bereiche.
Naja, ich versuche erstmal mit Hausmitteln noch ein paar Tests zu machen.
smoeller:
Hallo,
In der Regel entstehen diese Sekundärminerale auch nicht allein aus den Erzen in der Stufe, sondern aus Erzstaub. Kenne von Wittichen/Schwarzwald Granitbrocken, die mit Erythrin überkrustet sind, obwohl in diesem Granit gar kein Co drin ist. Oder Baryt und Gneis (erzfrei) von Freiberg mit Gips und Zykait. Ist alles Haldenstaub.
Glück Auf!
Smoeller
Schluchti:
So, ich hatte nun die glückliche Gelegenheit das dritte (gelbliche, kugelige) Mineral mittels EDX analysieren zu lassen.
Hier das Ergebnis (Atom%)
C 3.22
O 64.12
Mg 10.50
Al 0.19
Si 17.70
S 0.14
Ca 1.48
Fe 2.66
Mmmh, merkwürdige Mischung. Was könnte dies denn sein?
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