Notidanus(Münsteri,1843)
Synonyme
Eonotidanus Pfeil 1983
Paranotidanus Ward,Thies 1987
Arten
Notidanus münsteri 1843
Notidanus serratus 1855
Allgemeines
Vollständige Zahnfunde der Gattung Notidanus stellen zweifelos Glücksfunde ersten Ranges dar.Selbst für Sammler,die jahrzehntelang in entsprechenden
Schichten des Juras Fossilien suchen,ist es ein einmaliges Erfolgserlebnis wenn sie einen Zahn dieser kaum bekannten Gattung in den Händen halten.
Gerade bei diesen Haien können Sammler viel Pionierarbeit leisten,denn das was wir über diese Haie wissen,ist verschwindent gering.Nicht einmal eine
grobe Vorstellung über das Gebiss gibt es. Aufgrund eines vollständigeren Exemplares,das im 19 Jahrhundert im Solnhofener Plattenkalk gefunden wurde,
(wo leider nur ein kleiner Rest erhalten blieb)besteht die Hoffnung das eventuell doch noch ein Hai dieser Gattung im Altmühltal auf seinen Finder wartet....
Evolution:
Es existiert eine große Unsicherheit bei Hexanchidenzahnfunden aus dem Jura! Sehr selten und meistens ohne Wurzel,macht es den Wissenschaftlern
sehr schwer,diese Zähne einzuordnen.Dabei verdienen gerade diese Kammzähner als mögliche Vorfahren der heutigen Gattungen höchstes Interesse!
Der jetzige Stand soll kurz umrissen werden. Münster stellte 1843 die Gattung Notidanus auf.Im selben Jahr beschrieb Agassiz die Art Notidanus münsteri.
Fraas beschrieb 1855 eine weitere Art,die sich deutlich von Notidanus münsteri unterscheidet, durch seine deutlichen gesägter Schneidekante und gab
dieser Art den Namen Notidanus serratus.Aufgrund der erheblichen Variationsbreite und der ausgeprägten Heterodontie des Gebisses,besteht
eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit,das viele der beschriebenen Arten u.a.N.eximius,N.huegeliae und N.daviesi die Woodward 1886 in seiner Publikation
vorstellte, praktisch nur verschiedene Zahnpositionen von N.münsteri bzw,N.serratus darstellen.
Maisey stellte 1986 die Gattung Notidanoides aufgrund skelettanatomischer Basis auf! Diese Beschreibung macht es unmöglich,isolierte Zahnfunde
einzuordnen.1983 stellte Pfeil für diese hexanchide Gattung den Namem Eonotidanus auf,heftig umstritten weil nur ein Zahnfragment zur Verfügung stand.
Aus diesen Grunde lehnten Ward und Thies 1987 berechtigt diesen Namen ab. Diese Autoren benannte ihrerseits diese Gruppe als Paranotidanus.Allerdings
gaben beide Autoren weder Typus noch eine Diagnose für diese neue Gattung an.Dies ist der Grund,warum Cappetta 1990 diesen Namen als unberechtigt
erklärte.Aufgrund diesen erheblichen Durcheinanders erscheint es sinnvoll,die Bezeichnung von Münster Notidanus aufrecht zu erhalten,bis neuere Funde
Licht in die Evolution dieser phaszienierenden Haigattung bringen werden.
Zahnbeschreibung:(nach Cappetta)
Die unteren Zähne (bis zu 15 mm breit) haben eine Krone mit einer verringerten Anzahl von Spitzen (bis zu 6).Das vordere Ende ist nicht sehr konvex,hat keine Seitenspitzen und ist so gut wie nicht geriffelt.Die Hauptspitze ist sehr viel stärker entwickelt und aufgerichtet als die erste der Nebenspitzen.Die Wurzel ist sehr dick,mit einer großen Innenseite,welche im Profil konkav ist.Sie hat einen basalen Winkel von ca.50 Grad.Die innere Ausbuchtung ist sehr hervortretend.Die basale Seite ist breit,leicht konvex und mit einem eher gerundeten als rechteckigen inneren Umriß.Im allgemeinen befindet sich ein sehr großes Loch unter der Hauptspitze und häufig
eine kurze Furche.Zusätzlich, weniger ausgebildete Furchen können im hinteren Teil der Zähne vorkommen.Die labiale Seite ist im Profil hoch und konkav.Die äußere und innere Seite weisen eine Vielzahl von elliptischen Löchern auf.Einige von ihnen sind größer und rundlich,hauptsächlich die auf der äußeren Seite.Die oberen Zähne haben eine stark aufgerichtete Hauptspitze und 2-3 viel kleinere Nebenspitzen.