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Euer kuriosestes Sammelerlebnis
Conny3:
Hallo,
so wie Ralf mit seinem Batisit ging es mir 1987 mit einem Achat (s. Bild ) aus Schöngleina. Auf dem damals noch großen Feld fand ich diesen seltenen Mikroachat mit 4 verschiedenen Achaten. Wenige Wochen später fand Calzitminer Ingo an einer anderen Stelle des Feldes genau das dazu passende Gegenstück! Leider habe ich es nur am Fundtag einmal gesehen, da es später im Magazin des Naturkundemuseums Gera verschwand (1995) und dort anlässlich des Vortrages über den Fundort Schöngleina 2004 gesucht und nicht wieder aufgefunden wurde.
Gruß Conny
http://www.jetzweb.de/Colinde/Mikroachate.html
Ralf:
Noch ein Erlebnis, was ich wohl nie vergessen werde.
Vor vielen Jahren war ich mal wieder in Holzen unterwegs. Damals stand noch der alte Hochspannungsmast und in den Bereich darunter kamen immer wieder sehr schöne Klüfte vor. So auch an diesem Tag. In etwa vier fünf Meter Höhe sah ich eine interessant erscheinende Kluft. Da die Wand nicht sehr steil und auch nicht sehr hoch war, beschloss ich einzusteigen. Die Kraxelei war zwar nicht gefährlich, aber doch recht schwierig. Aber es sollte sich lohnen. Nachdem ich die Kluft freigeräumt hatte, konnte ich neben vielen kleineren Stufen ein echtes Prachtstück bergen, ca. 20 x 20 cm groß, mit herrlichen Calciten, Kupferkies und Zinkblende. Nun war es schon schwierig, zu der Stelle hochzukommen. Runter war´s noch komplizierter. Dennoch schaffte ich es, die Stufe heil nach unten zu bringen und legte sie, zusammen mit den anderen Funden, bei meinem Rucksack ab.
Wieder stieg ich hoch, um die Kluft weiter zu bearbeiten. Während ich so vor mich hin arbeitete, kommt ein Auto in den Bruch gefahren. Der Fahrer hat mich offenbar gesehen und kam mit seinem Gefährt bis zu meinem Rucksack gefahren. Er stieg aus, wir grüßten uns und er fragte nach meinen Funden. Ich erwiederte, dass es eine gute Kluft war, wie er auch an den ausgelegten Stufen sehen könne. Er betrachtete die Stufen, nahm die große Stufe auf, drehte sich rum, stieg in sein Auto und fuhr weg. Mit meiner Prachtstufe. Ich war zunächst wie gelähmt und wusste gar nicht was da abgeht. Das kann doch nicht sein !! Und doch, es war so. Er verschwand auf Nimmerwiedersehen. Ich konnte so schnell gar nicht aus der Wand und den Hammer hinterher werfen war auch nicht mehr möglich.
Heute muß ich über diese Dreistigkeit lachen, aber damals hätte ich töten können.
Ralf
Anatas:
Im Sommer 1995 waren mein Freund Thomas und ich im Pfitsch-Tal unterwegs. Wir hatten einen Tip bekommen das ein Südtiroler Sammler eine
große Bergkristall-Kluft leergeräumt hatte. Auf den Bergkristallen waren die schönsten Anatase aufgewachsen und auf die hatten wir es abgesehen.
Die Fundstelle hatten wir bald gefunden (um 6:00 h morgens) und wir begannen den Schutt um die ausgebeutete Kluft freizuräumen. Nach mehreren
Versuchen fanden wir am Boden der Kluft eine Spalte die z.T. mit Calcit gefüllt war. Es kamen bald die ersten Stücke und Thomas und ich arbeiteten
uns langsam aber sicher in die Tiefe - die Funde wurden immer vielversprechender...
Die Fundstelle lag an einer senkrechten Wand und links von uns war ein Felsvorsprung. In diesem Vorsprung gab es eine dreieckige Rinne
in der ein dreieckiger Felsklotz lag - dieser machte uns mit der Zeit immer nervöser da die Rinne genau auf unsere Fundstelle zeigte.
Ein Versuch den Felsklotz runter zu schubsen scheiterte.
Wir beschlossen also ab jetzt abwechselnd zu arbeiten (was auch Sinn machte - da der Platz enger wurde).
Also war es so das einer im "Loch" saß (meist Thomas) - der andere stand an der Rinne mit einer Hand auf dem "Klotz" um sofort zu warnen
wenn da was rieselte oder wackelte.
Inzwischen war es schon Mittag vorbei und wir haben also schon über 6 Stunden ohne Pause gearbeitet - Gute und viele Funde waren der Lohn.
Nun musste ich mal austreten und bat Thomas aus dem Loch zu kommen. Erst wollte er nicht ; aber mit Nachdruck und Hinweis auf den Klotz in
der Rinne konnte ich Ihn dann doch überreden die Fundstelle zu verlassen. Er ging nach links und holte Brotzeit; ich ging nach rechts zum Austreten.
Als wir beide gerade zu unserer Fundstelle zurückgingen tat es auf einmal einen fürchterlichen Schlag und von irgendwo oben her knallte ein
großer Felsbrocken (ca 12m lang, 2 * 2m Durchmesser) genau in unsere Fundstelle. Durch sein Gewicht zerbrach er zur Hälfte und alle diese
Brocken hat es in unser Loch gequetscht.
Wir hatten dort über 6 Stunden gearbeitet und nur eine Pause von ca. 2 Minuten gemacht !!!
wir wären nicht nur tot gewesen sondern Hackfleisch ........ (der "harmlose Dreikantfelsen" in der Rinne hatte uns wohl das Leben gerettet)
Funde weg - Werkzeug zum Großteil zerstört; Brechstange als Korkenzieher - Nach einer kurzen Schreckenspause haben wir dann an der Spitze
dieses Sturz-Brockens ein Calcit-Band aufgearbeitet (mit dem Ersatzwerkzeug) und ich kann Euch sagen es kamen die besten Anatase raus die
ich jemals gesehen habe.
Allerdings wurde uns beim Heimfahren das Geschehen erst so richtig bewusst und der Schreck kam nachträglich - fast zwei Jahre haben
wir beide dann nicht mehr gesammelt.................................
Grüße Anatas (der seither einen Anhänger mit der hl. Barbara trägt)
Sascha M.:
hallo
Ich war einmal mit nem Kumpel in Usingen an der anderen seite in dem Bruch und haben uns umgesehen aufeinmal standen wir da und uns viel auf das der aufstieg leichter war als der abstieg.Ich hab da schon etwas erfahrung und bin einfach die Wand weiter entlang wo ich dan auch an der nächsten ecke runter kahm.Mein Kumpel war nich so schnell und fand keinen halt da viel er aufeinmal runter und ich seh nurnoch wie er unter der Ecke verschwand.ich dachte schit jetzt is er tot der muss ja min 3-4 meter gefallen seien aufeinmal guckt sein Kopf hervor und er war nur so 1,5 meter gefallen und auf den Füssen gelandet puh^^
Dan war ich ein-zwei Jahre früher mit ihm in Idar Oberstein in den aufgellasennen Bruch kurz vor der Stadt.Dort war ich zu derQulle oder was das is ganz oben mal gegangen beim runter gehen bin ich auf ner kleinen Steinplatte stehen geblieben die auch dan mit mir auf ihr kurzerhand 3-4 meter die steigung runter rutschte und dan einfach stehen blieb.Kurz darauf bin ich dan etwas weiter unten den Geröll stück darunter wo ich wieder ins rutschen gerieht und beim hinfallen mit der Hand in einer 20 cm Quarzdruse mit einigen schönen Calziten und Ametysten viel.war schmerzhaft aber doch hat es mir den Tag geretten da ich sonst nichts schönes fand^^
Gruß sascha
Kilo:
Hallo,
ja, sowas kann manchmal ganz schön danebengehen. Zum Sammeln gehört halt auch eine gewaltige Portion Glück!
Im Oktober 1983 war ich mal in der Clara und machte mich am Fuß eines recht großen Abraumhaufens zu schaffen. Mir fiel auf, dass da eine Familie mit zwei Kindern (wie kamen die da bloß rein?) rumwuselte. Gerade als ich ziemlich konzentriert an einem vielversprechenden Brocken dran war klatschte wenige Zentimeter an meinem Kopf vorbei ein größerer Brocken in eine Pfütze. ich war naß von oben bis unten. Von dem Hügel grinste ein etwa 12jähriges Mädchen herab, die Affinität zu Pippi Langstrumpf war nicht zu übersehen. Ich fand das ganze allerdings weniger witzig, denn ein Treffer wäre in jedem Fall tödlich gewesen. Noch bevor ich was sagen konnte, waren die Leute dann weg.
Am nächsten Tag hab ich die Bagage dann im Artenberg wieder getroffen - damals durfte man ja noch rein. Diesmal fiel mir der Bub auf, der mit einem Hammer auf alles, was kristallin aussah, einschlug. Jetzt einen Riesenladen aufzumachen, war sinnlos, Ich sagte den Leuten nur ganz ruhig, der Berg würde nach der gestrigen Sprengung knistern und möglicherweise könnte eine Wand einstürzen.
So schnell hab ich noch nie jemand flüchten sehen, wie diese Familie.
Gruß Kilo
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