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Euer kuriosestes Sammelerlebnis
Durchsichtig:
--- Zitat von: Jörg am 01 Oct 11, 09:36 ---Hallo,
es gibt so etwas wie das Bundesjagdgesetz. (Anmerkung: Ob es das in Deutschland nun gibt oder nicht, wird in Südtirol wohl keine Auswirkungen haben.)Spaziergänger, Wanderer, Kletterer, Pilzesucher etc., dürfen von Jägern nicht genötigt werden, dass Revier zu verlassen. Ich war mal auf einer Treibjagd eingeladen, wo 2 Leute genau vor meiner Kanzel eine halbe Std. hin und her gejoggt sind (bestimmt nicht dem Sport wegen). Lt. o. g. Gesetz hätte ich diese noch nicht einmal darauf ansprechen dürfen, selbst wenn es nervt.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: STRAHLER am 01 Oct 11, 13:27 ---ZITAT "Mich wollte auch mal ein Jäger vertreiben, da er Angst hatte, dass ich sein Wild durch das Sammeln von Steinen vertreibe. Meistens wirkt ein leichter Wink mit dem Jagdgesetz ganz gut, und man hat plötzlich den freundlichsten Jäger vor sich."
--- Ende Zitat ---
Da kennst du unsere Jägerlobby nicht ;) . Das würde wohl eher dazu führen, dass diese die entsprechende Ermächtigung erhalten; (falls es so etwas nicht schon gibt).
(Ich bin auch der Meinung, dass man nicht alles anzeigen muss)
Es gab ja früher (also vor der Sperrung) auch schon Fälle wo z.B. im Bereich des Gliederganges (Pfitsch) Sammlern die Autoreifen aufgeschlitzt wurden; da ist mir eine Drohung schon wesentlich lieber. Nichtsdestotrotz: das nächste Mal besser VOR Jagdsaison (v.a. Gämsen, da sind die wild drauf) sammeln gehen, dann erspart man sich solche Komplikationen (und verhindert evtl. Wilderern das Handwerk (falls ein Jäger fragen sollte ;D))
Grüße
Lukas
Jörg:
Hallo,
au Mann, das ist ja fast der Wilde Westen bei Euch ;D
In NDS stehe ich bereits mit einem Bein im Gefängnis (begehe zumindest theoretisch eine Ordnungswidrigkeit), wenn ich den Schlüssel vom Waffenschrank beim Duschen neben mich lege :o
Na dann, ein Auge auf´s Gestein, und eins auf die Landschaft >:D
Glück Auf!
Jörg
steinfried:
Hallo,
da möchte ich hier auch mal ein Erlebnis berichten.
Vor ein paar Jahren, rief mich ein Sammlerfreund an, ob ich nicht Lust hätte mit in Halsbach/Freiberg Steine zu sammeln. Er hätte auf der letzten Börse einen Tipp bekommen, das man dort ganz tolle Funde dort machen kann.
Gesagt getan, los ging es. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, stapften wir über den frisch umgepflügten Acker zu der Halde.
Diese lag ungefähr 1 Kilometer mitten auf dem Feld. Dort angekommen krochen wir überall zwischen den Bäumen umher.
Dummerweise gab es nur taubes Material zu finden, nicht ein einziges Gangstück oder Erz. Nur eine kleine Quarzdruse, die sich aber nicht lohnte mitzunehmen.
Also traten wir nach kurzer Zeit den Rückweg an, mit dem Gefühl gründlich verarscht worden zu sein. Und die Lehmbatzen an unseren Schuhen wurden immer dicker. Plötzlich blitze etwas vor mir in der Erde auf. Ich hob es auf und siehe da eine Münze. Da sie mir ziemlich alt erschien nahm ich sie mit. Zu hause nach der Reinigung erkannte ich, das es ein Preußischer Taler von 1766 war, auf der Rückseite war das Abbild von Friedrich II zu erkennen. Leider war die Münze doch so zerkratzt das sie keinen Wert mehr hatte. Aber der beste Fund des Tages war es doch.
Glück auf Torsten L.
Quarzhai:
Sammlergeschichten Teil 3
Ostermontag 2005. Da auf dem Henneberg noch Schnee liegt entschließe ich mich gegen Mittag das Altbergbaugebiet bei Bankenstein /Saale aufzusuchen. An dem extrem steilen Hang zeigen sich an vielen Stellen Spuren des Altbergbaus, insbesondere von den Saalbänder der Eisenerzgänge verspreche ich mir als Quarzsammler gute Fundmöglichkeiten.
Eine Stelle hatte ich schon seit Monaten im Visier. Auf dem kleinen Plateau eines Felsvorsprungs wollte ich mein Glück versuchen.
Nachdem das Brombeergestrüpp entfernt war, kam der Klappspaten zum Einsatz. Die Grabarbeit in einem Gemisch aus derben Quarzbrocken, Schieferstücken und Erde ging zügig voran.
Nach einer halben Stunde und einer Kuhle von einem halben Meter Tiefe erschien ein größerer Quarzbrocken den ich mit dem Kuhfuss raushebelte. Schnell den Brocken rausgehoben und am Rand abgelegt. Aber halt was war das? Am Ende des Quarzbrockens sitzen zwei 5 cm lange Quarzkristalle.
Jetzt heißt es also vorsichtiger vorzugehen. Erst mal mit dem Schraubenzieher die Brocken aus dem Erdreich lösen und jeden einzelnen nach Kristallflächen untersuchen.
Jetzt wird es langsam interessant, Quarzspitzen kommen im Minutentakt, ab und zu mal eine Handstufe. Dann der erste größere Einzelkristall 12 cm lang. Für unsere Region nicht schlecht. Und dazu ein guter Glanz! Nach und nach begreife ich, dass ich mitten in einer oberflächennahen, verstürzten Kluft arbeite. Jetzt war es an der Zeit erst mal einige kräftige „Freudenschreie“ Richtung Saale loszulassen.
Insgesamt berge ich an diesem Nachmittag ca.40 Stufen und Einzelkristalle, der Rucksack war entsprechend schwer. Aber mit so einem Inhalt fällt einem auch der steilste Rückmarsch etwas leichter. Beim Abmarsch bemerke ich auf der gegenüberliegenden Saaleseite 2 Monteure der dort ansässigen Zellstofffabrik. Die schauen neugierig zu mir herüber ich winke, die beiden grüßen zurück und gehen wieder in Ihre Werkstatt.
4 Jahre später, Tag der offenen Tür in der Zellstofffabrik Blankenstein. Endlich mal Gelegenheit die Fundstelle von der anderen Saaleseite aus zu fotografieren. Der Kollege von der Betriebsfeuerwehr gestattet dies auch. Als ich meine Aufnahmen im Kasten habe kommt ein Betriebshandwerker aus der Werkstatt und fragt mich was es dort oben so Interessantes gibt. Wir kommen ins Gespräch ich erfahre nach 4 Jahren das sich die Kollegen der Spätschicht jenes Ostermontages auf Grund meiner „Freudenschreie“ schon ernsthafte Sorgen gemacht hatten. Gott sei Dank hatten sich mich aber Minuten später unversehrt erblickt....
Quarzhai Holger!
PS: Anbei einige Kluft- und Stufenbilder
Jochen1Knochen:
Hallo Holger!
Du hättest sagen können,daß das ein Lied werden sollte ;D
Glück Auf!
Jens
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