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Re: Wie Sammler Miteinander Umgehen
Florian:
Hi, bin wieder im Lande! Kein Schnee in Argentinien :'( Dafür kann ich jetzt wieder mehr Sammeln! ;D
So, jetzt gib ich noch meinen Senf zu diesem Thema: Das mit den Fundstellen Plünderern haben wir hier in Süddeutschland auch, gibt einige die niemanden etwas überlassen wollen. Aber es gibt ja wirklich Fundstellen hier bei uns da muss man versuchen möglichst viel des Gesuchten mitzunehmen, viele Mikromountfundstellen bei uns sind so, erst nach waschen und zerkleinern kann man oft sagen was gut oder schlecht ist! Auch in vielen Steinbrüchen hier bei uns nehme ich so viel ich tragen kann mit, natürlich nur wenn es was gutes gibt, dort wandert es ja eh nach jedem Wochenende in den Brecher und ist für alle verloren und viele Sammler kommen hier nicht hin! Bei anderen Fundstellen bin ich vorsichtiger geworden, mir sind viele Stellen komplett ausgeräumt worden, oder es hat Großgrabungen gegeben (ohne Erlaubnis des Besitzers) und als ich dann mal wieder was machen wollte war dieser natürlich nicht sehr begeistert, so gibts nicht mehr so viele Fundstelleninfos, hab aber glaub ich (fast) jedem der Gefragt hat Auskunft gegeben, wie wann und wo er etwas finden kann.
Noch zum Thema Verkauf von Mineralien: Ich bin ja auch ein kleiner Verkäufer, aber wer glaubt das ich Mineraliensammle nur um Geld zuverdienen der liegt halt falsch. Nur meine "Doppelten" gehen in den Verkauf, und nach so 15 Jahre Sammeln hat man schon viele Kisten davon! Und als armer Student braucht man für ein paar Exkursionen immer ein wenig Taschengeld!
Conny3:
Hallo Florian,
das ist auch sicher kein Problem mit einem Verkauf zur Aufbesserung des studentischen Soldes. Das würde ich in Deiner Situation sicher ähnlich machen. Das Sammeln in den Steinbrüchen ist auch ganz in Ordnung. So mancher tolle Fund hätte sonst doch nicht entdeckt werden können, wenn es uns Sammler nicht gäbe. Verwüstungen von Fundstellen habe ich auch bei uns noch nicht festgestellt. So reichhaltig ist das Gebiet eben nicht. Außerdem erfordert es vielfach die genaue Ortskenntnis. Das ist manchmal auch ganz gut so und man sollte sich in dem Fall einheimischen Sammeln anschließen.(Bsp Wogau/Fasercoelestin und Sintercalzit). Die Feldfunde bieten meistens im kommenden Jahr bei entsprechender Beackerung immer wieder Nachschub. So eine Fundstelle erlischt nur sehr langsam (Bsp. Schöngleina). Bei temporären Aufschlüssen muß man natürlich möglichst der Erste sein. Da kann es schon mal häufig passieren, das man zu spät kommt.
Herzliche Grüße
Der Conny
Erik:
Hallo,
--- Zitat ---...viele Mikromountfundstellen bei uns sind so, erst nach waschen und zerkleinern kann man oft sagen was gut oder schlecht ist...
--- Ende Zitat ---
Das ist hier leider auch so...es läßt sich eben manchmal nicht vermeiden den Rucksack vollzufüllen...
Was mir leider auch im Spessart auffällt: Gerade in den letzten 2 Jahren wurden einige Fundstellen - vor allem eigentlich kaum bekannte, kleinere Halden geradezu heimgesucht...Jetzt sind die Fundmöglichkeiten dort so gut wie erloschen :'(
Eine dieser Halden liegt dazu noch in einem Naturschutzgebiet, hier gab es die größten Verwüstungen - und zurückgelassen wurde nichts!
Schade in einem Gebiet, in dem der Bergbau nie besonders ausgeprägt war und Haldenfunde generell sehr spärlich sind!
Gruß, Erik
Florian:
Hi,
bin halt auch schon bei Feldfundstellen richtig geärgert worden, tja dort gibts jetzt nichts mehr zu finden, und ich habe diesen Acker als erstes gefunden, und auser ein paar Stücken nicht viel selber Gefunden, aber auf einer Börse bekamm ich dann Stücke zukaufen, zu einem stolzen Preis und dann nicht mir richtiger Fundstellenangabe, aber ich vermutete schon dass das meine Stelle gewesenwar und ein paar Tage später war ich wieder auf dem Acker und ein Trampelpfad ging durch den Acker und der Bauer erzählte mir das da einer ein riesiges Lochausgehoben habe und viele Kisten voll mitgenommen hat! Jetzt muss noch zur Erklärung sagen das war eine Pegmatitfunstelle mit Quarzkristallen bis zu 50 cm!!! also nur ein kleine begrenzte Stelle im Acker und diese war vollig umgegarben bis auf 2 m tiefe. Der "Sammler" der mir dann die Stücke verkaufte war einer der wenigen denen ich die Stelle gezeigt habe und meinte dort könnte man ja mal zusammen suchen gehen, und er meinte das sei selbstverständlich wenn er dort graben würde, sage er mir bescheid! Ein Jahr später erzählt mir dann der Selbe sammler von einem Urlaub in Neuseeland den er sich von den Tollen Funden finanziert hatt, und meint noch anschießend ob ich vielleicht irgendwie grantig auf ihn bin? Aber wie kommt er blos drauf...
Aber heut kenn ich meine Pappenheimer im "heimischen Revier" und es gibt auch viele Sammlerfreunde bei denen es wirklich um Freunde handelt. Bin heute wieder sehr zufrieden, war fast 2 Monate nicht mehr im Bayerwald beim Sammeln und bin mal wieder nur meine zwei lieblings Steinbrüche abgefahren, in einem nichts aber dafür in dem anderen Turmaline bis zu 7 cm und Daumendicke, und dort lag viel Material rum, da war schon seit einigen Wochen keiner mehr beim Sammeln drin! ;D So macht das immer wieder Spass!
Conny3:
Hallo Florian,
wie Du habe ich auch solche Erfahrungen bei Feldfunden in Schöngleina gemacht. Da gibt es Sammler, die das Achatmaterial gleich Kistenweise später auf den Börsen zu verkaufen versuchen. Es gibt dort aber einen Unterschied: Die Stelle ist weitläufiger und es kommt jedes Jahr wieder neues Material zu Tage. Und beim Malachit dort reicht weder Graben oder pures Aufsammeln aus. Dort ist man eben auf das Glück angewiesen einen malachithaltigen Karneol unter vielen zu finden. Und jedes Jahr (wenn umgeackert wird), kommen Neue. Da ist man natürlich als Lokalsammler auf der sicheren Seite den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Und wenn es dann geregnet hat, kann man wieder fündig werden.
Der Conny
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