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Über die Gier, Unvernunft und Rücksichtslosigkeit

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noelli:
Die Bilder sagen ja alles, Achate suchen bald nur noch ein Traum. :-[

Ralf:
Angesichts solcher Flurschäden kann man die Abneigung der Grundbesitzer nur allzugut verstehen. Es ist absolut unverständlich, was sich einige " Sammler " hier leisten. Hier kann man wirklich nur von Gier sprechen. Es ist dort auch bei vorsichtiger Grabung ohne weiteres möglich, gute und reichliche Funde zu machen. Man kann ohne Probleme in die Geröllfelder gehen und dort die bis max. 50 cm dicke Geröllschicht entfernen und darunter ein wenig nach Achaten buddeln. Die Funde sind absolut ausreichend und man zerstört keine Vegetation. Wenn man die Stelle danach wieder etwas herrichtet, ist das gar kein Problem. Untergrabene Bäume, ausgehölte Wegböschungen oder gar durchgrabene Feldwege sind das allerletzte. Den Vogel abgeschossen hat wohl ein Schweizer " Kollege ", der durch ausufernde Grabungen hinlänglich bekannt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass er auf seiner eigenen Homepage Achate aus dem Lierbachtal zu horrenden Preisen anbietet. Die Preise sind derart hoch, dass er wohl kaum ein Stück verkaufen wird, aber das Problem ist, dass es auch im Lierbachtal Internetanschluß gibt. Die dortigen Bauern sind nicht dumm und haben diese HP auch entdeckt. Nun sehen sie dort Steine aus Ihrem Gelände, die für weit über 100 € zum Verkauf stehen. Die wissen nicht, dass solche Preise so gut wie nie erzielt werden. Für sie sieht es so aus, als ob sich die Steinsammler an Ihrem Eigentum bereichern und zusätzlich auch noch erheblichen Schaden anrichten. Um eine Diskussion  vorweg zu nehmen, der " Kollege " ist kein gewerblicher Händler.
Fast noch mehr schmerzt mich aber, dass auch Uschi und Robert Huber darunter zu leiden haben. Schließlich quartieren sich in Ihrer Ferienwohnung sehr viele Achatsammler ein. Und wenn diese auch von den beiden bisher instruiert wurden und wohl keiner Ihrer Gäste ohne Genehmigung gräbt, fällt natürlich auch ein Schatten auf die beiden. So ist es nur allzu verständlich, dass auch Uschi und Robert immer kritischer werden und der Punkt bald erreicht sein wird, wo sie die Unterstützung der Sammler auf ein Minimum reduzieren. Auch ist es sehr peinlich für beide, wenn die Einholung einer Genehmigung für Ihre Gäste immer mehr zu einer Bettelfahrt wird.
Ich kann nur alle zuküntigen Besucher des Lierbachtals bitten, Augen und Ohren offen zu halten. Solltet Ihr irgendwo andere bei solch ausufernden Grabungen sehen, zögert nicht zum nächsten Haus zu gehen und das zu melden. Die Anwohner kennen in der Regel den jeweiligen Grundbesitzer und werden diesen schon informieren. Gebt Euch als Achatsammler zu erkennen und zeigt so, dass die Mehrzahl von uns nichts mit diesen Vandalen zu tun hat.
Nur so haben wir eine vage Hoffnung, auch weiter in dieser herrlichen Umgebung schöne Achate suchen zu dürfen.
Abschließend möchte ich noch dringend davor warnen, ohne Genehmigung im Lierbachtal zu sammeln. Die Menschen dort sind hochsensibel und beobachten jeden Wanderer und jedes geparkte Auto sehr kritisch. Wird man erwischt, ist von einer Anzeige unbedingt auszugehen.

Gruß
Ralf

Ralf:

--- Zitat von: oro am 07 May 07, 08:22 ---Und dann wundert man sich noch? Was würdet ihr machen wenn sich jemand so auf eurem Grundstück verhält? Also in meinem Fall seid ihr noch wirklich nett behandelt worden.

NUR, im Regelfall kennt man ja die Namen von solchen Vandalen. Es sind ja meistens sowieso immer die gleichen. Wie wäre es mit etwas Zivilcourage und sie zur Rede zu stellen. Ist schon klar daß dies nicht ganz einfach ist. Doch was ist die Alternative? Den Namen dem Grundstücksbesitzer weitergeben schaut nach Vernaderung aus.

Wieso sollen ehrliche Sammler Fundstelle um Fundstelle verlieren nur weil es gierige Schweine unter uns gibt? NO MERCY!

--- Ende Zitat ---

Die Namen sind z.T. bekannt. Das Problem ist die Beweislage. Man muß sie auf frischer Tat ertappen.

Krizu:
Hallo,

so ein Verhalten ist leider immer häufiger anzutreffen. Da reiche naber wenige rücksichtslose Idioten um die Umwelt und die Fundstelle zu verwüsten bzw. den Ruf zu ruinieren.

Vielleicht sollte man etwas mehr in Richtung:
- Falscher Link gelöscht! -
denken.

MfG

Frank
(Edit - der Link war falsch, auf die Hauptseite! siehe späteren Beitrag )

Ralf:
Richtig Krizu.

Doch hier ist der Fall noch abstruser. Man kann schon fast von mutwilliger Zerstörung sprechen. Es ist an der abgebildeten Stelle kein Problem, ohne große Verwüstung gute Funde zu machen. Man muß nur ein paar Meter nach rechts gehen, dort ist eine etwa halbmeterdicke Geröllschicht ohne Vegetation. Man brauch etwa eine Stunde, um die oberste Geröllschicht zu durchbrechen, ohne Werkzeug, einfach mit den Händen beiseite räumen. Schon dabei findet man hin und wieder Achate. In der darunter liegenden Erdschicht muß man kaum 30 cm tief kratzen um schöne Stücke zu bergen. Arbeitet man sich den Hang hinauf und legt immer alles fein hinter sich, entsteht kaum ein Schaden, nur das das umgedrehte Geröll Moosfrei ist. Nach drei oder vier Stunden hat man auf ca. 1 x 2 Metern genug Material gefunden, dass ja auch noch zum Auto getragen werden will. Es ist also blödsinnig, mehr Arbeit und auch noch weniger ertragreich, solche Gräben anzulegen.
Aber die Stelle ist nun eh Geschichte.

Ralf

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