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Übertriebende Namensvielfalt beim Achat

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HeikoB:
Hallo, liebe Achatfreunde und des Mineralienforums,

Ich sammle nun seit (erst) 6 Jahren Achate, deutsche Achate und speziell bayerische Achate.
Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass meiner Meinung nach die Namensgebung der Achate
ziemlich übertrieben wird.

Ich finde es in Ordnung wenn ein Achat nach seinem inneren Aussehen benannt wird, wie z.B. Festungsachat,
Lagenachat usw.
Oftmals wird ein Achat auch nach seiner Fundregion benannt. Okay, gibt einen Hinweis auf seine Herkunft und
ist somit legitim wie ich finde. Da liest man aber z.B.  bei ebay " Picasso-Achat" oder "Schlangenhaut-Achat" ,
oder hört vom "Puma-Achat"  oder " Hirni`s "(Idar-Obersteiner Region).

Da werden Achate nicht nur nach dem inneren Erscheinungsbild benannt, sondern auch nach dem Äußeren
oder andersweitig. So mancher Fantasiename ist für mich total verwirrend und wie ich finde etwas übertrieben.

Sollte ich jetzt unsere im Frankenwald gefundenen Achate als "Blumenkohl-Achate" bezeichnen, wie ein
befreundeter Sammler sie mal scherzhaft nannte ?

Ich würde gerne mal Eure Meinung dazu hören, wie Ihr darüber denkt !   

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten !


HeikoB

Donat:
Hallo,
ich hatte schon mal bei E-bay ein Angebot gesehen mit "Blutwurstachat".
Wir haben Zuhause gut gelacht :D
Gruß
Donat

HeikoB:
Hallo Donat,

Blutwurstachat, haha...auch nicht schlecht. Ja, irgendwie ist es dann doch schon wieder lustig,
aber wenn man die Achatsammlerei etwas ernster betrachtet, finde ich die Namensgebungen,
was den Achat angeht , dann doch schon etwas weit hergeholt.

Grüsse aus der Oberpfalz !

Heiko

agatefreak:
Hallo Heiko,

bin ganz Deiner Meinung. Habe die sogen. Puma und Condor Achate aus Argentinien bewusst nicht als solche bezeichnet und auch bei meinen Beschreibungen der Stücke in der Literatur oder bei Ebay bewußt auf diese Irreführung hingewiesen. Viele dieser fantasievollen Namensgebungen stammen aus dem englischsprachigen Raum. Wichtig ist auch die genaue Fundortangabe. Der Beispiele gibt es noch viele und man sollte sich an die Vorgaben im Mineralienatlas unter Achat halten.
Gruß Peter

Mineralroli:
Hallo Heiko
Auch ich stimme Dir ganz zu.Ich wollte das Thema auch schon kürzlich anschneiden.Man sollte bei den Standards bzw. bei den verständlichsten Namen bleiben.
Den Namen "Blutwurstachat" oder "Blumenkohl-Achate" habe ich  so noch nicht gehört halte ich aber auch für unsinnig.Wie Blumenkohl sehen zwar die Achate (außen) von Malargue-Argentinien aus dennoch würde ich diese nie so bezeichnen.
Als den größten Unsinn finde ich den Namen Picasso-Achat.Ich weiß nicht wessen Hirn das entsprungen ist aber derjenige hat wohl noch nie ein Bild von Picasso gesehen.
Picasso malte viele schwarz-weiß Zeichnungen und seine Farbbilder neigen in die Richtung des Expressionismus.Diese Bilder haben mit den Bilder eines Achats gar nichts  gemeinsam.
Nur weil ein Achat eine polierte Oberfläche hat muß man ihm nicht diesen absurden Namen geben.
Diese sog. Picassoachate haben eher ein Ähnlichkeit mit einer venezianischen Karnevalsmaske.Nun kann man diese Achate auch nicht "venizianische Maskenachate" nennen denn der Name Venezia bezieht sich auf eine Örtlichkeit die nicht paßt.
Im Anhang habe ich mal so einen angeblichen Picassoachat und dann so eine Maske .Die Ähnlichkeit ist verblüffender.
Wie schon erwähnt wenn immer mehr Namen auftauchen wird es immer undurchsichtiger und es hilft einem nicht weiter.
Schlangenhautachat lasse ich mir ja noch gefallen obwohl es auch nur ein anpolierter Chalcedon ist.
Beste Grüße

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