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Autor Thema: Versteinerter Farnstamm aus Ottendorf-Okrilla / ?Dicksoniaceae  (Gelesen 3630 mal)

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Offline Lausitz

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Hallo liebe Sammlergemeinde
Wer kann zu diesem verst. Farn etwas sagen
Fundort Kieswerk von Ottendorf-Okrilla
« Letzte Änderung: 05 Mär 17, 16:10 von oliverOliver »

Offline Andreas-

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Re: Versteinerter Farnstamm aus Ottendorf-Okrilla
« Antwort #1 am: 27 Jun 07, 20:47 »
Dazu kann ich nur soviel sagen:  :o


Offline Psaronius

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Re: Versteinerter Farnstamm aus Ottendorf-Okrilla
« Antwort #2 am: 04 Aug 07, 17:38 »
Hallo Bernd,
nach unserem heutigen Telefonat bin ich nun auch "drin" ! Zu dem Fund: Sieht toll aus, aber was es ist ?
Muss man sich mal mit der entsprechenden Optik anschauen... Sieht aus wie ein Stamm mit Blattabgängen
(Farnwedelstiele ?). Hast Du das Stück bei Dir ?
Ansonsten werde ich auch mal einiges einscannen und hier reinstellen.
Bis bald,
Hartwig

Offline Sargentodoxa

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Re: Versteinerter Farnstamm aus Ottendorf-Okrilla
« Antwort #3 am: 08 Apr 15, 12:09 »
Hallo
Ist zwar schon Jahre her, aber ich bin nun mal wieder über dies Stück gestolpert. Dies Stück (oder ein Abschnitt davon) wurde vor einigen Jahren in Chemnitz zum Hornsteintreffen gezeigt und von Dr.R.Rößler als ?Dicksoniaceae zugehörig bestimmt.
Die Familien Dicksoniaceae und Cyatheaceae gehören zur Ordnung Cyatheales, wo auch die heutigen Baumfarne zugeordnet werden.
Fossil gehören zu diesen Familien weitere Vertreter, die auch der Sammler hier in den Elbeläufen bzw. in angrenzenden polnischen und tschechischen Flußsedimende finden kann.
Zum einen die Protopteris - Funde, davon wurden 2 ja im MA schon abgebildet und dann noch aus der Literatur Rhizodendron oppoliense, der neben dem Originalfund bei der polnischen Stadt Opole auch mit 2 weiteren Ex. in Sachsen gefunden wurde (R.DABER 96)
Nahe Prag noch Oncopteris, hier aber in Sandsteinerhaltung.
Anbei mal ain Querschnitt eines rezenten Baumfarn aus Bali. Werner

Offline oliverOliver

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« Letzte Änderung: 05 Mär 17, 16:17 von oliverOliver »

Offline Lausitz

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Offline oliverOliver

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hallo Bernd,
besten Dank !
den hatte ich völlig vergessen ! ::)

Offline minpol

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Hallo,

hier ebenfalls ein Farn aus Ottendorf-Okrilla, der gewisse Ähnlichkeit zu dem gezeigten Stück hat.

« Letzte Änderung: 19 Feb 18, 15:02 von oliverOliver »

Offline minpol

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Wedelstielabgänge

Offline oliverOliver

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ich find, das hat schon mehr als "gewisse Ähnlichkeit ", m.E. eine recht starke Ähnlichkeit.
Toller Fund, gratuliere!

Offline ciserlohe

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Auch eine Dickisoniaceae zum Vergleich : Conantiopteris sp. (12 cm) allerdings aus einer Kiesgrube in Polen, Kreide

Offline Sargentodoxa

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Hallo
Die Gattung Conantiopteris wurde an Hand von Funden aus Kalifornien aufgestellt. Vergleiche mit europäischen Funden wurden meines Wissens nicht gemacht. Leider habe ich von der Erstbeschreibung nur ein Abstrakt. Soll aber auch charakteristische Blattbasen haben. Nun weis ich nicht, ob das polnische Ex. exakt wissenschaftlich untersucht worden ist (Dünnschliffe etc.) oder eben nur eine "Bestimmung" von - ohne Frage - kundigen Sammlern. Ich habe Bilder von einem polnischen Ex. gesehen (dieselbe Ex.?), welches einen dicken Luftwurzelmantel hatte, somit konnte man die entscheidenden Blattbasen überhaupt nicht sehen! Macht es überhaupt Sinn mitteleuropäische Funde amerikanischen Gattungen zuzuordnen??? Besser wäre es gewesen Vergleiche mit dem ebenfalls verkieselten Kreidefarn Rhizodendron oppoliense GÖPPERT 1865 aus Oberschlesien anzustellen. Von diesem Farn gibt es lt. DABER (1996) vier wissenschaftlich bearbeitete Funde, wobei Dünnschliffe und Scheiben sowohl in Hildesheim und ? Berlin bzw. Wroclaw liegen. Ein kleiner Abschnitt in einer Privatsammlung, den ich mal eingesehen habe. Das Dilemma ist eben, das es eine Bearbeitung der silifizierten Protopterisfunde nicht gibt (nur Sandsteinausgüsse), es müssten soviel wie möglich Funde untersucht werden - Dünnschliffe von den Mittelstelen, die Wedelansätze usw. Nur so würde Klarheit in diese interessante Gruppe von Baumfarnen kommen! Aber welcher Wissenschaftler nimmt sich dieses Themas an und welche Privatsammler sind bereit ihre Einzelstücke untersuchen zu lassen! Werner aus der Lausitz

Offline Sargentodoxa

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Hallo
An die Originalbeschreibungen von Conantiopteris und Rhizodendron komme ich soll schnell nicht heran. Aber in dem DERNBACH - Buch: Geheimnisse versteinerter Pflanzen (grüner Einband) bin ich auf einen interessanten Hinweis gestoßen. Ich denke einige Kieselholzsammler im MA werden dieses Buch kennen. Im darin enthaltenen Artikel - Heutige Baumfarne und ihre fossilen Verwandten von W.D.TIDWELL: Schaut man sich nur die Abb. bzw. Skizzen an könnte man neben Con. auch noch Cibotium u.a. an die Stücke schreiben. Aber wie sagte mir am Anfang meiner Sammelei ein alter Paläobotaniker mal: Nicht nur die Bilder anschauen, sondern auch die Beschreibungen genau lesen! TIDWELL vergleicht Protopteris mit den rezenten Baumfarnen und gibt zum Inneren des Mark " medulläre Bündel" an. Diese sind sowohl auf den Querschnitten beider Ottendorf - Okrilla Exemplare bzw. dem pol. Ex. als Punkte klar erkennbar. Beim Hennersdorfer Stück sind sie sogar als Stränge sichtbar, da dort das Mark in der Mitte aufgebrochen ist. (eigene Untersuchung). Für Conantiopteris gibt er an: Zitat ... Medulläre oder kortikale Bündel nicht vorhanden. Dies wäre meiner Ansicht nach, ein wichtiger Punkt dieses Stück nicht als Conantiopteris zugehörig zu bezeichnen. Werner aus der Lausitz
« Letzte Änderung: 22 Feb 18, 19:11 von Sargentodoxa »

 

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