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Rutengänger

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berthold:
Hallo Uwe,


--- Zitat ---Ich bin sicher, daß zahlreiche ernst zu nehmende Wissenschaftler diesen Effekt kennen
--- Ende Zitat ---

wenn Du den Effekt meinst, dass die Rute ausschlägt - der ist seit 1852 bekannt: Carpenter-Effekt.

Andere Effekte hat man -leider- nicht gefunden, wie könnte man daran forschen? Es ist ein doppeltes Problem: Man hat keinen Effekt - und man hat keine Erklärung warum ein Effekt da sein sollte.

Gruß
Berthold

minuwe:
Hallo Berthold,

darin besteht ja der Effekt- dass die Rute anschlägt. Und hier haben schon vier Leute aus eigenem Erleben bestätigt, dass es das Phänomen gibt!
Die müssen wohl jetzt hoffen, noch ernst genommen zu werden? Ich persönlich habe nicht mal ein Problem damit, streng wissenschaftlich orientiert zu sein, gleichzeitig aber solche Sachen für möglich zu halten. Bei manchen Dingen bin ich bis zur Beweiserbringung skeptisch, bei der Praxis der Wünschelrutenanwendung warte ich eher darauf, dass die Unmöglichkeit bewiesen wird, da ich mich wie Uwe, trommeln, loparit und... selber überzeugen konnte.

caliastos,
"Wasserader" hat Uwe schon gut beschrieben. Es handelt sich um eine im Verhältnis zu benachbarten Bereichen stärkere Ansammlung von Wasser im Boden. Wichtig z. Bsp. bei Brunnengrabungsarbeiten. Habe ich selbst mehrfach durchgeführt, es gibt Bereiche im Boden, wo eine Brunnenanlegung nichts bringt, an anderen Stellen sammelt sich genügend Wasser, so dass man es beim Arbeiten abpumpen muss. Diese Stellen finden u. a. die Rutengänger. "Wasserader" ist einfach ein in vielen Landgebieten gebräuchlicher Begriff.

Glück Auf
Uwe

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---darin besteht ja der Effekt- dass die Rute anschlägt. Und hier haben schon vier Leute aus eigenem Erleben bestätigt, dass es das Phänomen gibt!
--- Ende Zitat ---

Die Rute schlägt wegen des Carpenter-Effektes aus, das bestreite ich nicht. Das kann (fast) jedermann erleben (ich bin wohl nicht genügend tatterig dazu, bei mir tut sich eher nix). Der Carpenter-Effekt ist willkürlich, also zufällig. Das deckt sich mit den Experimenten, bei denen mehrere Rutengänger unabhängig voneinander ein Gebiet abgegangen sind, sie lieferten auch zufällige Resultate. Dass an den Stellen der Rutenausschläge MANCHMAL etwas gefunden wird (über Misserfolge wird viel seltener berichtet) ist kein Indiz für eine Zusammenhang von Rutenausschlag und Erfolg. Wenn man wenigstens einen statistischen Zusammenhang nachweisen könnte - aber da ist auch nichts...

Gruß
Berthold

Kerloc:
Letztendlich ist es egal ... man sollte nur aufpassen vor solch Leuten die einen über den Tisch ziehen wollen (Uri Geller zum Beispiel  ;D)

Ob man daran glaubt oder nicht muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich selber habe noch keine Erfahrungen in diese Richtung gemacht und deshalb kann ich mir auch nur ein begrenztes Urteil bilden.

MFG Kerloc

geomueller:
Hallo alle,

also ich bin wirklich meilenweit davon entfernt das Rutengehen als anerkannte, geschweige denn als wissenschaftlich anerkannte, Methode anzuerkennen, aber irgend etwas ist eben doch dran. Bevor ihr mich als verrückt erklärt folgendes Beispiel:

Von 1993 bis 1995 war ich als Geologe verantwortlich für die Durchführung von über 300 Rammkernsondierungen (RKS) zur Kontaminationserkundung im ehemaligen Uranerzaufbereitungsbetrieb Seelingstädt/Thüringen. Für jede RKS wurde ein Schachtschein gemacht. Die Infrastrukturpläne des Betriebes waren teilweise unvollständig, so das immer mit dem unverhofften Vorhandensein von Leitungen, Rohren, Kellern, Kanälen usw. gerechnet werden musste die teilweise auch noch aktiv waren. Jeder einzelne RKS-Ansatzpunkt wurde mittels Lageplänen und Metalldedektor abgegangen und einzeln für den Bohrtrupp freigegeben.

Das Metallspürgerät war ziemlich witzlos, da es auf alles mögliche reagierte, auf Leitungen und Rohre genauso wie auf einen verrosteten Nagel ;D. Letztlich waren wir uns immer unsicherer ob dort nun eine beachtenswerte Leitung vorhanden ist oder nicht. Da wurde ein älterer Kollege hinzu gerufen der zusätzlich alle Punkte mit der Wünschelrute abgegangen ist. Das Ergebnis war das er auch Leitungen gefunden hat die auf keinem Lageplan verzeichnet waren. Das Vorhandensein der betreffenden Leitungen wurde dann per Handschachtungen nachgewiesen! Übrigens haben wir bei diesen über 300 RKS nie eine Leitung oder einen Kanal getroffen!

Da wir alle anfangs skeptisch waren haben wir diesen Kollegen in einen Betriebsteil mitgenommen den er selbst nicht kannte. Dort sollte er einige Leitungen, Kanäle und Rohre finden die uns nach Lageplänen bekannt waren, ihm aber nicht. Und was soll ich euch sagen, er hat sie alle gefunden!

Man kann über das Rutegehen denken was man will, aber ich denke nach diesen Erlebnissen nun auch anders darüber, obwohl dieses Phänomen nicht wissenschaftlich gesichert ist, 100%ig würde ich mich natürlich auch nicht darauf verlassen wollen. Zumindest ist es aber eine interessante Erscheinung die wohl auch weiterhin Rätsel aufgeben wird.

Gruß Jürgen

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