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Rutengänger

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berthold:
Hallo Uwe,


--- Zitat ---"Nur was der Professor gesagt hat ist war und das menschliche Wissen über unsere Umwelt ist 100%ig."
--- Ende Zitat ---

Böse Unterstellung! Das habe ich nie behauptet. Das ist genau die Schiene, in der Esoteriker fahren. Erst werden Behauptungen aufgestellt ("Wünschelrute funktioniert"), auf kritische Anmerkung, dass das Glaube (Aberglaube, Esoterik ist) wird das rationale Weltbild in Frage gestellt, ein Weltbild das uns sehr viel gebracht hat, dem jedermann vertraut wenn er das Handy oder die Mikrowelle einschaltet bzw. den Motor seines KFZ's anlässt. Das einzige, was man diesem Weltbild oder der Wissenschaft  vorwerfen könnte ist, dass es/sie nicht alles erklären kann. Aber: Kein ernsthafter Wissenschaftler behauptet dass unser Wissen über die Welt in irgendeiner Weise vollständig ist. Im Gegenteil, die wissenschaftliche Forschung versucht bekannte Lücken mit Wissen zu füllen und Neues zu finden. Probematisch wird es immer dann wenn Leute ihren Glauben dann anderen verkaufen wollen. Verkaufen oft im wahrsten Sinne des Wortes.   

Aber zum Thema Wünschelrute. Warum sollte ich mein rationales Weltbild für die Erklärung eines Wünschelruten-Effektes in Frage stellen, wenn es diesen Effekt nicht mal gibt? Da gibt es genügend Experimente, die beweisen, dass es nicht geht - unabhängig von dem, wer es versucht hat ("Bei manchen geht es und bei den meisten nicht."). Kein einziges Ruten-Experiment konnte bislang einen Effekt zeigen der von der Wissenschaft nicht erklärt werden konnte.
http://gwup.org/themen/texte/erdstrahlen  http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm
Mehrfach haben mich schon Wünschelrutengänger "bekehren" wollen, ich bin offen für jedes Experiment. Egal ob ich die Knickrute selbst in der hand hatte, vorher ausgpendelt wurde oder im Morgentau den Rutengänger begleitet hatte, es war nie etwas. Angaben eines Rutengängers im Wölsendorfer Reviers über Schachttiefe (mit der Rute ausgemessen) und die Position eines alten Stollens erwiesen sich als falsch.

Zum Thema Geller: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24973/1.html Bitte lesen, wer dann noch einen Satz über die "paranormalen Fähigkeiten" von Geller ernst nimmt, dem kann man leider nicht helfen.

Noch was: Ich finde Gauben nicht schlecht, ich selbst habe auch einen Glauben.

Gruß
Berthold

Stefan:
Ich finde Berthold hat es doch schon richtig gesagt


--- Zitat ---...das unter Beweis zu stellen. 1.000.000 Dollar winken.
--- Ende Zitat ---

Ich kann mich Berthold nur anschließen, es gibt keine Beweise. Keines der hier angeführten Beispiele würde auch nur im entferntesten einer wissenschaftlichen Untersuchung stand halten. Den Namen Uri Gella als Beweis anzuführen - uuuuuh mir graust es. Im Ernst wer an sowas glaubt, ist wirklich im Bereich des Glaubens und nicht des Wissens unterwegs.

Es gibt mehr als wir bisher zwischen Himmel und Erde erfassen können. Auch die Frage nach Wünschelruten-Gängern zum auffinden von Erzen und deren Erfahrungen ist völlig korrekt. Das ist ein erster Ansatz zu erfahren was an der Sache dran ist. Ein Beweis kann aber weder in die eine noch die andere Richtung in diesem Forum erbracht werden. Dazu müsste man schon etliche Testreihen machen.

Besten Gruß Stefan




caliastos:
also das mit den wünschelruten is echt so ne sache. daß jetzt dami wasser, diamanten, erz und co aufspüren lassen will mir nicht so recht in den kopf. auf was basiert das? elektrische leitfähigkeiten, magnetismus und co? alles in einem teil? naja...
zwar ist es erstaunlich wie manche immer wieder was finden. lustig wird es wenn man das dann auf die probe stellt und das meistens zufällig dann versagt.

was mich ja schonmal gänzlich stört is die aussage: "wasserader" zu finden. ja was für ein blödsinn is das denn? wasseradern? also das gibt es definitiv nicht, zumindest nicht im boden (klüfte und karst mal "ausgenommen", die sich so bezeichnen lassen "könnten"). da wasser +/- flächig durch den untergrund tingelt findet man es an sich immer, sofern man richtig gräbt. manche stellen sind für wasserfunde undenkbar, wie z.b. anhöhen.
erze finden, naja.... denke dazu muß das erzkörperchen schon sehr starke auswirkungen haben. aber hat wer nen sinn für magnetismus von den menschen?

ich sag es mal so: es ist viel wahrscheinlicher, daß die funde schlicht und einfach auf allem anderen als auf einer sonderbaren fertigkeit basieren.

bsp:
zonen mit erhöhtem wasseraufkommen erkennt man an der vegetation und der morphologie, ebenso erzvorkommen in der nähe. anhand der gesteine und dem zeugs was so herumliegt kann man auch schon vermuten was da noch so sein könnte. hinweise gäbe es genug. aber hat jemand schon mal nen rutengänger nach seinen kenntnissen gefragt (die er sicher nicht verrät)? mit genug erfahrung und hinweisen, evtl vorheriges kartenstudium läßt sich vieles aufspüren. auf die art sucht man seit jeher rohstoffe und co. nur das nun der rute zuzuschreiben... naja. machen wenige und beweisen daß es so is konnte das niemand bisher. seid wann steht denn nun diese prämie offen. doch schon recht lange soweit ich weiß.


by the way:
obwohl in meiner umgebung nix sinnvolles zu finden ist, so finde ich bei exkursionen dennoch immer die verrücktesten und besten teile. und das an sich nur so nach gefühl. bischen hierhin schlendern, bischen da hin, hmm, joa, die stelle sieht gut aus, klopfklopf und es fällt einem teilstücke von 30 x 30 cm eines ammoniten von einst 1 m größe vor die füße. dauer der aktion: 3 minuten maximal.
oder die aufgabe: findet hier mal fuchsit (gebiet extrem stark abgesucht). keiner findet was und ich stolper nach 5min darüber.
bin ich jetzt ne wünschelrute? nö. meine ich nicht. is halt so. und die bezeichnung trüffelschwein wird man so auch nicht mehr los. keine chance.
is halt so.

uwe:
Da ich die Diskussion angefangen habe, muß ich doch etwas richtig stellen, um nicht in die esoterische Ecke gestellt zu werden. Ich wollte eigentlich nur mal wissen, wer schon entsprechende Erfahrungen gemacht hat - so lautete auch meine Frage. "Loparit" und "trommeln" haben ebenfalls dem Effekt der Wünschelrute erlebt. Danke für diese Antworten.

Es geht hier nicht darum etwas zu beweisen. Das es Leute gibt, bei denen die Drähte ausschlagen ist oft beobachtet worden, aber selbst wenn es 1000 solche Beobachtungen gäbe, wäre das für die Wisssenschaft kein Beweis. Offiziell anerkannt würde dieses Phänomen nur dann, wenn die Ursache bekannt wäre - und das ist es eben nicht.

Ich bin sicher, daß zahlreiche ernst zu nehmende Wissenschaftler diesen Effekt kennen und - vermutlich heimlich - daran forschen, denn es käme einem Karriere-Selbstmord gleich dies zuzugeben. Die Meute würde sofort aufheulen.

Uri Geller habe nicht ich in die Diskussion gebracht. Meines Wissens hat er sein Geld nicht mit Rutengehen verdient sondern mit Tricks, die er als menschliche magnetische Strahlung bezeichnet hat. Leute, die die Gabe des Rutengehens besitzen, machen meist kein derartiges Aufheben davon. Die verbiegen auch keine Löffel durch Reiben.

Tja caliastos - das ist eben das Problem, daß niemand weis - auch die Rutengänger nicht - wie das funktioniert. Den Herrn mit dieser Fähigkeit, welchen ich kenne, hat es mal einen anderen Rutengänger nachgemacht und festgestellt, daß es beim ihm klappt. Besondere Kenntnisse nützen nichts, wenn man auf einer großflächig aufgefahrenen Halde mit der Rute etwas findet. Wo die interessanten Schüttungen sind ist mir auch bekannt, trotzdem waren mir keine derart zielgerichteten Funde möglich.

Übrigens Wasseradern gibt es schon, auch wenn es keine Adern im Sinne eines unterirdischen Rohrleitungssystems sind. Es sind eher Grundwasserströmungen. Wenn eine  Wasserader an die Oberfläche kommt, spricht man von einer Quelle - hast doch sicher schon mal eine solche gesehen, caliastos ? Auch Bergleute kennen Wasseradern und fürchten sich davor, eine anzuschlagen.

Gruß
Uwe

Robin:

--- Zitat von: uwe am 10 Sep 07, 15:36 ---Es geht hier nicht darum etwas zu beweisen. Das es Leute gibt, bei denen die Drähte ausschlagen ist oft beobachtet worden, aber selbst wenn es 1000 solche Beobachtungen gäbe, wäre das für die Wisssenschaft kein Beweis. Offiziell anerkannt würde dieses Phänomen nur dann, wenn die Ursache bekannt wäre - und das ist es eben nicht.

--- Ende Zitat ---

das sehe ich anders - Beweis heißt hier das Phänomen ist gut feststellbar bzw es handelt sich um mehr als nur Zufall. über die Ursache kann man dann später streiten. es gibt in die Wissenschaft viele Sachen die (noch) nicht eindeutig verstanden werden, aber deswegen sind die Beobachtungen nicht weniger wert.

also: mehrere objektive Tests und belegen daß es das Effekt wirklich gibt. Bis dann bleibt es nur Glauben :P

Gruß Robin

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