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Autor Thema: Antimonit aus Österreich - woher genau?  (Gelesen 14430 mal)

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Offline Philip Blümner

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #15 am: 07 Feb 11, 15:17 »
Hallo,
noch ist die genaue Lage ungeklärt. So wie es scheint, ist es aber aus dem Sarntal. Dort herrscht doch der "Brixner Quarzphyllit", oder? Aus Mangel an Kenntnissen kann ich nicht sagen, was die Matrix der Stufe ausmacht. Vielleicht hilft ja das Etikett weiter?

Italien/Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)/Südtirol (Bozen), Provinz/Sarntal (Val Sarentina)/Sarner Schlucht (Val Sarentino)/Windlahn (Lana al Vento)
Antimonit aus Österreich - woher genau?


Gruß Philip

Offline Mineralroli

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #16 am: 07 Feb 11, 15:55 »
Hallo Philip
Laut Etikett ist es BRIXEN - Südtirol.
Der Ort selbst existiert im Lexikon nicht sondern endet mit dem Eisacktal in dem auch Brixen liegt.
Man könnte den Fundort Brixen noch dem Eisacktal unterordnen ist aber wieder auch zu überlegen weil Pfunderer Berg mit dem
Mineralien einschl. des Antimonit schon existiert und ich bin mir jetzt nicht sicher ob das die alleinige Fundstelle für das Mineral ist.
Unter Eisacktal ist der Stibnit beschrieben jedoch ohne Bild. Vielleicht hat man auf das Etikett Brixen raufgeschrieben aber gefunden am Pfunderer Berg.
In diesem Fall wäre ein neuer Fundort Brixen überflüssig.
In Brixen selbst wird der Antimonit sicher nicht gefunden. Der Eine schreibt Eisacktal der Andere Brixen, von der Sache her egal.
Hier einige Infos zur Mineralisation:
http://www.bergwerk.it/mineralogie.html
Infos zu Brixen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brixen
und noch das Lexikon:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Italien/Trentino-S%FCdtirol%20%28Trentino-Alto%20Adige%29%2C%20Region/S%FCdtirol%20%28Bozen%29/Eisacktal

Beste Grüße
Roland
« Letzte Änderung: 07 Feb 11, 17:32 von Mineralroli »

Offline heiner schuster

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #17 am: 08 Feb 11, 09:07 »
In Tirol gibt es eine ganze Reihe von Antimonitvorkommen. In Südtirol würde ich zuerst an den Antimonit-Bergbau Windlahn im Sarntal denken.

Offline Philip Blümner

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #18 am: 08 Feb 11, 10:37 »
Hallo,
aus anderer Quelle weiß ich jetzt, dass es sich um das Brixen am Eisack (Bressanone) handelt, wo es acht Sb-Lagerstätten gibt.

Gruß Philip

Offline Frank de Wit

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Offline Philip Blümner

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #20 am: 08 Feb 11, 12:45 »
Ja, Frank, was willst du mir damit sagen?

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #21 am: 08 Feb 11, 18:35 »
Frank hat nur den Link zur "anderen Quelle" gepostet, damit auch andere Leute das nachlesen können.

Offline heli

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #22 am: 10 Feb 11, 20:47 »
Die Autoren bei Mindat haben die Daten von Exel sehr großzügig abgenommen.

Exel beschreibt in seinem Buch den Blei-Kupfer-Silber-Bergbau im Bereich des Pfunderer Berges bei Klausen und listet dann in einer Zusammenfassung die zum Zeitpunkt des Erscheinens seines Buches bekannten Mineralien des gesamten Bergbaugebiets auf. Und zwar Elemente/Sulfide zu sonstigen Mineralien im Verhältnis etwa 2 : 1, insgesamt rd. 30 Mineralienarten. Dabei zählt er auch Antimonit auf. Wobei er anderer Stelle seines Buches darauf hinweist, dass in ganz Südtirol nur aus dem Bereich Tanzbach / Windlahn kristallisierter Antimonit bekannt ist.

Im Anschluß beschreibt er in seinem Buch noch die einzelnen Teile des Bergbaugebietes genauer (geografische Lage, wichtige ehemalige Stollen usw.).

Die Autoren, die in Mindat die Fundstellen angelegt haben, haben nun jeden einzeln aufgelisteten Teil des Bergbaugebiets als eigene Fundstelle angelegt, und bei jeder dieser Fundstellen die Gesamtauflistung der Mineralien des gesamten Bergbaugebiets eingepflegt.

So haben wir auf einmal 8 Antimonitfundstellen.

Der Bergbau in diesem Gebiet wurde 1943 endgültig eingestellt.


Offline Bode

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Re: Antimonit aus Österreich - woher genau?
« Antwort #23 am: 11 Feb 11, 18:18 »
Hallo,
man sollte den Fundort Brixen für diese Antimonitstufe vergessen, sicherlich ist sie aus dem Pustertal, schon Gasser hat hier 4 Fundstellen angegeben. Auf dem Etikett sieht man ja, dass
jemand das Stück zugeordnet hat der die Lokalität nicht kannte (Brixen Osttirol)

Grüße

 

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