Ich kenne das Material aus nun mehr als fünfzehnjähriger Sammeltätigkeit, in der ich auch einige Touren in die Ostalpen unternommen habe, nur zu gut. Gerade das untere Bild zeigt für mich unverwechselbar eine Glimmerart, eingewachsen in Quarz. So viel ist da erkennbar.
Und ja, zwischen Schmelzen, Verbrennen und Zerbröseln liegen Welten. Letzteres geschieht nunmal auch mit Glimmer, wenn er erst Jahrhunderte im Bach gelegen hat und dann mit großen Temperaturdifferenzen beaufschlagt wird. Hier kommt auch der Größeneffekt zum Tragen. Schon mal überlegt, wie schnell genau diese kleinen Glimmerplättchen unter offener Flamme erst aufgeheizt werden und danach wieder abkühlen? Möglicherweise durch den Kapillareffekt aufgenommenes Wasser tut mit seiner Sprengwirkung sein übriges. Für technische Anwendungen werden da ganz andere Stücke genommen, klar dass diese sowas auch aushalten.
Wie du bereits ja selber geschrieben hast, verrät sich Chlorargyrit trotz seines hohen Silbergehalts nicht durch Silberglanz - ok, den haben wir hier aber reichlich.
Gruß Daniel