Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Klassiker unter den Mineralien
berthold:
Hallo,
...ha, da war ich ja mit meinem Definitionsversuch nicht weit weg. ;D
Gruß
Berthold
Schluchti:
--- Zitat von: Collector am 27 Nov 07, 09:17 ---Unter den anderen 3 Kasten gibt es keine Klassiker.
*5. Selten und schön, aber nur in kleinen Kristallen
--- Ende Zitat ---
Interessanter Ansatz, weil er die nicht gut handhabbaren Kriterien einer "klassischen" Fundstelle, eines "gewissen" Alters etc. vermeidet. Aber wo erfolgt die Grenzziehung kleine/große Kristalle? Ist das eine absolute Grenze oder geht es wie bei den Masterpieces eher um das richtige Verhältnis Stufengröße/ Kristallgröße ?
Collector:
--- Zitat von: Schluchti am 27 Nov 07, 09:38 ---
--- Zitat von: Collector am 27 Nov 07, 09:17 ---Unter den anderen 3 Kasten gibt es keine Klassiker.
*5. Selten und schön, aber nur in kleinen Kristallen
--- Ende Zitat ---
Aber wo erfolgt die Grenzziehung kleine/große Kristalle? Ist das eine absolute Grenze oder geht es wie bei den Masterpieces eher um das richtige Verhältnis Stufengröße/ Kristallgröße ?
--- Ende Zitat ---
Jjjjjeinnnn .....
Hier gibts keine absolute Grenze und auch keine Verhältnismäßigkeit. Einerseits sind große Kristalle eines seltenen Minerals erstrebenswert, haben jedoch oft leichte Makel, welche ein kleinerer perfekter Kristall nicht hat. Andererseits (oder vielleicht auch wesentlich) geht es hier um das Display, bzw. die "Zurschaustellung" eines Klassikers, der ja auch nicht selten ein Schatz ist) und da sind etwas größere Kristalle natürlich wünschenswerter als die kleinen. So seh ich das zumindest; die Autoren der "Ikons" gehen darauf nicht ein, da dieses Kriterium wohl zu individuell gehandhabt wird.
Ich hab grade mit meiner Ehefrau wunderschöne blutrote Eisenkiesel in Chella / Spanien gesammelt. Meine Frau konzentrierte sich auf bis maximal 3-5 mm große Doppelender, ohne Matrix, jedoch absolut perfekt und hochglänzend.
Für mich waren diese "Krümel" zu klein, da ich sie nicht mal ohne Lesebrille erkennen kann. Also suchte ich die größeren, so zwischen 1-5 cm - die jedoch längst nicht alle die Perfektion der Winzlinge haben.
Fazit: Die kleinen liegen in ner Schachtel, die großen stehen in der Vitrine. Und beide Sammler sind happy. Soviel zur Größe.
Und ein Beispiel, wenns um Seltenheiten geht: Große und spektakuläre Greenockite gibts leider nicht, aber die bis zu 5 mm großen legendären schottischen Kristalle auf Matrix sind einfach perfekt. Auch wenn sie im obigen Sinne der Kasten nicht zu den Klassikern gehören.
Apropos, fällt mir grad ein: Auch die Prädikatsbezeichnungen der großen französischen Bordeaux-Weine sind sehr ähnlich wie die Klassiker-Definition der "Ikons".
Gruß
collector
Klinoklas:
Ist das nicht alles ein bisschen zu kompliziert?
Warum werden Mineralien teilweise gewaltsam zu Klassikern ernannt?
Warum darf es nur eine Fundstelle sein? Bei dem Mineral Cuprit fallen mir spontan 3 Fundstellen ein
die man als klassisch bezeichnen kann. Was die Schönheit von Cupriten anderer Fundstellen
nicht schmälern soll nur weil sie kleiner sind. Hier könnte man doch mit gutem Gewissen für das Mineral
Cuprit 3 Fundstellen angeben und das Problem ist gelöst. (Chessy, Oganja, Rudabanya)
Ich denke auch neue Mineralien können "Klassiker" sein, wobei das Problem eher bei dem Wort liegt.
Ein Neufund von Botallackit an Cornwalls Küste hat die besten Kristalle geliefert die es je von dem
Mineral gab. Solche Stufen haben ihren Preis aufgrund ihrer Qualität und "könnten" als Klassiker bezeichnet
werden. Es sei denn man trennt hier Klassiker von Masterpieces und Jahrhunderfunden wobei letztere nichts
mit dem Alter zutun haben.
Wäre es nicht viel einfacher und auch mit weniger Ärger verbunden zu den Mineralien die Fundstellen
aufzuzählen von denen wirklich attraktivste! Stufen (egal welcher Größe) kamen und kommen?
Ludlockit kann ein Micromount sein, ist aber aus Tsumeb ein Klassiker.
Zu Galenit fallen mir einige (klassische) Fundstellen ein für hervorragende Exemplare!
So steinigt mich ;)
Gruß
René
Collector:
Hallo René
Meine o.a. Information war lediglich ein Hinweis auf eine Publikation , welche sich mit der Thematik beschäftigt und Anregung gibt. Nicht mehr, nicht weniger. Und was sich die Erfinder der Klassen und Kasten gedacht haben, ist doch letztendlich deren Sache - niemand zwingt Dich oder uns, das System zu akzeptieren.
Wie Du bestimmt gesehen hast, habe ich keinerlei Partei für die o.a. Klassifizierung ergriffen. Im Gegenteil - ich betrachte das alles als sehr individuell . Und obs nun mein alter oder ein neuer Cuprit ein Klassiker oder ein Masterpiece (neumineralogisch heißt das dann "contemporary masterpiece") oder ein klassisches Masterpiece ist, ist mir völlig egal, solange ich Spaß an meinem Kristall oder meiner Stufe habe.
Nach mehrmaligem Lesen der o.a. Publikation bleibt allerdings bei mir der Eindruck, dass sich hier mittels super Fotos und viel blabla der eine oder andere Autor (bzw. der amerikanische Clan der selbsternannten " besten Sammler der Welt " ) entweder ein Denkmal setzen will oder - wie alles in den USA - letztendlich die Klasiker-Masterpiece-Definition nur ein System zur Bewertung derjenigen Mineralien ist, die allesamt in US-Sammlungen sind.
Wie gesagt, mein Hinweis diente lediglich als Information.
Im übrigen stimme ich Deinem Vorschlag zu - wenn jemand sich die Mühe machen will - zu den berühmtesten MIneralien die entsprechenden Fundstellen oder zu den berühmtesten Fundstellen die besten Mineralien aufzulisten. (das hab ich im Grunde genommen schon mitt den Portraits angefangen). Dazu gehören dann natürlich recht viele neue Chinesen, Pakistani, Mexikaner, Brandberg- und Namibia sowie die schönsten grünen Fluorite von der Rogerley, die je gefunden wurden - nach dem Kastensytem sind dies alles keine Klassiker !
Gruß
collector
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln