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Was wird für den Nachwuchs getan
trommeln:
Na ja, ich hab den Donni in die Schweiz eingeladen... sammle zwar anderes als er, aber wir werden schon zusammen was finden.. bin am Sonntag extra über den Lägern-Steinbruch durch Berg und Wald geklettert um zu schauen ob ich Fossilien finde... leider nix gefunden... - wir werden dann halt zusammen auf die Klopfhalde in Frick gehen... Gold waschen will er auch...
Gucknetso:
ja trommeln ich stimme dir zu :-)
und ich habe den donni auch schon zweimal mitgenommen und da war er erst 14 lach
das war ein abenteuer, aber es war lustig und er hat die sandgruben wie ein maulwurf
durchgepflügt und wir sind auch gut fündig geworden :-)
ich werde ihn auch zukünftig mitnehmen wenn eine exkursion in seiner richtung ansteht
grüßle aus dem bottwartal
lg siggi
Haldenschreck:
hallo,
gsiberger hat es auf den punkt gebracht.
machen wir uns nichts vor: "sammeln" überhaupt ist eine spießige angelegenheit und antiquiert, vor allem bei den kids und pubertierenden, da würde ich mir die mühe sparen. sammeln (=haben) als freizeitbeschäftigung wird mittelfristig aussterben, sei es briefmarken, kronkorken, zahnstocher - oder eben auch mineralien. so is es nun mal ....
grüße vom antiquierten und spießigen ;)
haldenschreck
Yoscha:
Dass das Sammeln von Mineralen, Fossilien oder Gesteinen aussterben wird, möchte ich nicht unterschreiben. Ich denke zumindest eine Gruppe wird auch noch in Zukunft einen Haufen Gestein aller Arten sammeln, nämlich Geologie bzw. Geowissenschaftsstudenten.
Meine Begeisterung für Steine fing zwar schon irgendwann mit 5 Jahren an, flaute dann aber langsam wieder ab. Richtig los ging es mit dem Sammeln erst, als ich mein Studium begann, und ich bin da nicht der einzige. Eine ganze Reihe meiner Mitstudenten hat sich auf den Exkursionen ihre Trophäen ersammelt. Es ist ein guter Trick diverser Profs die Studenten auf Exkursionen zu mind. einem guten Sammelpunkt zu bringen, wo sich gute Funde machen lassen, und so die Motivation hochhalten.
Sicher, nicht jeder Geologiestudent sammelt, und nicht jeder macht es zu einem "echten" Hobby, aber der Grundstein ist da.
Anatas:
also den Beitrag von Maulwurf finde ich bemerkenswert und sehr richtig.
Man kann Samen ausbringen doch er muss auch auf gute Erde fallen um zu keimen.
noch ein paar Anmerkungen:
Thomas / McBrook hat mich vor ca. zwanzig Jahren als Jüngster bei den Mineralienfreunden VHS Diessen
abgelöst und er ist es auch heute noch ...
Auch mein Südtiroler Hausherr hat es nicht geschaftt einen seiner drei Söhne zum Sammeln zu bringen;
und sein Kollege seine Kinder übrigens auch nicht - die tollen Sammlungen werden nicht erhalten bleiben...
Alois Steiner jun. meinte vor wenigen Jahren zu mir: Die Sammelverbote in den Alpen werden sowieso bald aufgegeben,
die "Alten" Sammeler werden immer weniger und wegen der paar wenigen Jungen die nachkommen die ganzen Verbote
zu regeln lohnt nicht - also selbst alpin ist kaum Nachwuchs da obwohl die Fundstellen vor der Türe sind ...
Alpin-Sammeln jetzt anzufangen ist ja fast schon Harikiri, durch die vielen Verbots-Zonen tummeln sich jetzt alle
Sammler auf den Restgebieten und die sind daher sehr stark abgesucht. Finde ja selber im Ahrntal kaum mehr was
mit 30Jahren Sammel-Erfahrung; wie soll es da einen Neuling ergehen ?
Mikro-Mounting bietet fundmäßig da noch eine Nische; das bedeutet für einen Jugendlichen aber auch wieder große
Geldausgaben (Mikroskop, Beleuchtung, Fahrten etc) da müsste man ja notfalls aufs Handy verzichten - impossibel.
Freizeit-Aktivitäten sind in Hülle und Fülle geboten - warum sich dann noch (meist umsonst) plagen und wenn ich sehe
wie die Werbung die Meinung der Leute beeinflusst (wer schwitzt ist ein Schwein - um es mal grob auszudrücken) ......
Ausserdem sind Fundstellen nur für die wenigsten "um die Ecke" - für die meisten bedeutet es viele km Anfahrt, also
besteht ja auch nicht die große Möglichkeit überhaupt auf dieses Hobby zu stossen.
Ich glaube im Lapis stand mal was über den typischen Mineralien-Sammler:
in jungen Jahren mal Kontakt/Interesse an Mineralien bzw Sammeln gehabt; in der Pubertät durch Freundin und Freunde auf
andere Aktivitäten umgestellt. Es folgt der Aufbau der Familie und deren Sicherung. Wenn es dann im Leben ruhiger
wird, alles getan ist und man auch schon mal an Rente denkt erinnert man sich wieder an die Mineralien und so fangen
die meisten Sammler erst im Alter von > 50 Jahren an Ihrem Hobby nachzugehen.
Wie ist denn der Ruf der Mineralien-Sammler heute ? "Mystischer Schatzsucher" oder "Umweltzerstörer" ?
Wir tun viel zu wenig um uns einen guten Ruf zu schaffen; also machen andere (Neider und Pseudo-Grüne) unseren Ruf und
wer will schon ein "Umwelt-Zerstörer" sein ?
Ich bin der Meinung das fehlender Nachwuchs, Sammel-Verbote und die enormen andersartigen Freizeitangebote
unser Hobby leider langsam aussterben lassen.
Grüße Anatas
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