Hallo und Dank soweit an alle Beteiligten,
@ Berthold,
zu 1.)
Versteh´ ich nicht – an den chem.-u.phys.Eigensch. kann man nat. feststellen, welches Min. jetzt -, aber doch
wohl nicht, was vorher vorlag und eben darum geht es mir bei der Frage.
Daß da minimale Winkel-differenzen durchaus bestehen müßten, glaube ich aber eigentlich schon – immerhin
gibt es ja wohl z.B. sogar in der Calcit-Gruppe keine 100%ige Winkelübereinstimmung...
Na, und daß bei Psm.i.d.R. die Gitterstruktur nicht erhalten bleibt, ist schon klar, aber dies muß doch nicht
unbedingt eine Psm.als Ursache haben ...( kann ja eben z.B. auch Folge gewisser Auflösung und Rekristallisierung sein – womit wir gleich zu Frage 2. kommen )
zu 2.)
Daß sogenannte „falsche Skalenoeder“ bei Fluorit ziemlich selten sind, ist mir nat. bekannt – soweit man einen
von einem dafür bereits bekannten FO, aus einer untersuchten / beschriebenen Paragenese hätte,
wäre es sicherlich nicht das Problem ihn zu identifizieren...
Da diese „skalenoeder-artigen“ Formen bei Fluorit, v.a. durch gewisse, bekannte Auflösungsvorgänge bedingt
sind, und damit eben auch nicht gerade „ideal-Kristalle“ vorliegen, hätte ich allerdings angenommen, daß man
sie eben in manchen Fällen durchaus nicht auf den ersten Blick von Psm.n.Calcit unterscheiden kann.
@ Günther,
das sehe ich zwar genauso, man sollte sie vielleicht „skalenoeder-artig / ähnlich“ nennen – aber abgesehen
davon, ob man es nun darf oder nicht, weiß ja eigentlich jeder was damit gemeint ist ...
@ Harald,
was das Wesen -, und die einzelnen Arten von Pseudomorphosen angeht, sind mir diese grundsätzlichen
Fakten durchaus schon bekannt gewesen.
- - -
- offensichtlich habe ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt – es ging mir weder darum, wie man
das vorliegende Mineral bestimmt, noch darum was Pseudomorphosen sind. Meine Frage bezieht sich
vor allem darauf, wie man z.b. im Falle von Baryt nach Coelestin feststellt, daß ursprünglich Coelestin
vorlag. ( das Problem sehe ich in der ziemlich ähnlichen Morphologie )
Zumal ja eben nicht alle Psm. auf den ersten Blick ( z.B. durch die typ. „zuckerartige Konsistenz“ ) als solche
zu erkennen sind ( oder etwa doch ? ).
Gruß –M-