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Autor Thema: Was ist das?  (Gelesen 19896 mal)

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Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #45 am: 04 Feb 08, 11:30 »
@berthold
Genau so schrieb ich es. Wenn der Füllstand im Verhältnis zur Grundfläche groß ist reduziert sich der Ablesefehler (Amplitude der Wasserbewegung nicht so groß). Brauchst doch die minus- und die Plusabweichung nur mal in die Formel einzusetzen, da kommt man auf Genauigkeit zwei Stellen nach dem Komma, oder?

edit: Der Rand des Gefäßes spielt natürlich keine Rolle, solange er über dem Füllstand liegt.  ;D

Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #46 am: 04 Feb 08, 12:05 »
@Berthold,

habe gerade deinen Nachtrag gesehen. Unter den Werten 4 mm Differenz mit 2 mm max. Ablesefehler hast du natürlich Recht.  ::) Bei einem breiten Topf z. B. würde der Fehler gleich bleiben oder größer wg. der ev. Wasserbewegung, die Höhendifferenz wäre aber noch geringer. Deshalb ist dieses Verfahren auch nur bedingt tauglich. Das Gefäß für den Prüfling soll deshalb möglichst eng sein und damit die Füllstandsdifferenz im Verhältnis zum Ablesefehler möglichst groß.



Offline berthold

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Re: Was ist das?
« Antwort #47 am: 04 Feb 08, 12:21 »
Hallo, @minuwe

Zitat
Wenn der Füllstand im Verhältnis zur Grundfläche groß ist reduziert sich der Ablesefehler

falsch, Du sagst mit anderen Worten, Du könntest bei Füllhöhe von 150 mm genauer ablesen als bei Füllhöhe von 50 mm (150/Grundfläche ist mehr als 50/Grundfläche). Vermutlich meinst Du aber, dass in einem schmalen Kolben die Volumenbestimmung genauer sein könnte als bei einem breiten, da die Differenz von Füllhöhe mit Stein zu Füllhöhe ohne Stein größer ist. Und das ist richtig (wenn der Ablesefehler in beiden Fällen gleich ist und es um das gleiche Objekt geht).   

Zitat
da kommt man auf Genauigkeit zwei Stellen nach dem Komma, oder?

Falsch, ich hab's doch schon vorgerechnet: In dem Beispiel (Füllhöhendifferenz 2, 4 oder 6 mm) kommen Dichte 5.6, 2.8 oder 1.9 raus. Also nichts mit zwei Stellen hinter dem Komma! Schon vor dem Komma unterschiedlich - und damit nahezu unbrauchbar.

Gruß
Berthold

Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #48 am: 04 Feb 08, 12:28 »
Richtig. Man darf den Fehler natürlich nicht auf das Gesamtvolumen sondern nur auf die Differenz beziehen. Fehlereingrenzung siehe mein Vorbeitrag.

Offline smoeller

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Re: Was ist das?
« Antwort #49 am: 04 Feb 08, 12:31 »
Hallo,

Würde grundsätzlich auch zu Calcit tendieren. Könnte aber auch Aragonit sein, wobei Calcit wahrscheinlicher (zu 80% ist es Calcit)  ist. Aragonit lässt sich in dieser Ausbildung nur mit Röntgendiffraktometrie sicher von Calcit unterscheiden. Allerdings ist dieses Verfahren nur was für Spezialisten. Du müsstest dich da schon an eine Uni oder ein Forschungsinstitut wenden. Würzburg oder Bayreuth wäre vielleicht was. Ansonsten Calcit/Aragonit auf den Zettel schreiben.

Glück Auf!
Smoeller

Offline coolman

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Re: Was ist das?
« Antwort #50 am: 04 Feb 08, 12:38 »
Also ist es absoult unmöglich Calcit von Aragonit in dieser Ausbildung  als Laie zu unterscheiden?
Aber ich bin mir ziehmlich sicher dass es Calcit ist.
coolman

Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #51 am: 04 Feb 08, 12:48 »
Noch mal zur Dichte. Habe mal nachgeschaut, es wird für oben genanntes Verfahren (Wasserverdrängung) ein Volumen der Probe ab 100 cm³ vorgeschlagen. Ab dieser Größenordnung scheint der Messfehler wohl ausreichend gering auszufallen.
Für das Auftriebsverfahren (genauer) wird eine Probengröße ab etwa 50 cm³ vorgeschlagen. Wäre daemnach wohl doppelt so genau.

In diesem Fall ist, den Waage- Fehler noch mit betrachtet, die Probe wohl zu klein.

Glück Auf
Uwe

Offline coolman

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Re: Was ist das?
« Antwort #52 am: 04 Feb 08, 12:50 »
welche Probe? mein Calcit?

Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #53 am: 04 Feb 08, 12:57 »
Ja, jede Probe ist gemeint. Du kannst ja spaßenshalber die Messung mal nach der Auftriebsmethode machen. Aber so viel genauer wird es nicht. Selbst wenn sich die Ergebnisse beider Methoden decken würden, könnte das auf einem Messfehler beruhen.
Es gibt noch die Methode mit der Mohrschen Waage, ist aber was für's Labor.

Fehler, welche nicht aus Gewohnheiten immer gleich sind, sondern zu Streuungen führen (z. Bsp. das Ablesen), kann man auch eingrenzen, in dem man einen Mittelwert ermittelt. Also z. B. 10mal nacheinander messen, die Ergebnisse addieren und die Summe dann durch 10 teilen.
« Letzte Änderung: 04 Feb 08, 13:07 von minuwe »

Offline berthold

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Re: Was ist das?
« Antwort #54 am: 04 Feb 08, 14:29 »
Hallo,

Zitat
Noch mal zur Dichte. Habe mal nachgeschaut, es wird für oben genanntes Verfahren (Wasserverdrängung) ein Volumen der Probe ab 100 cm³ vorgeschlagen. Ab dieser Größenordnung scheint der Messfehler wohl ausreichend gering auszufallen.
Für das Auftriebsverfahren (genauer) wird eine Probengröße ab etwa 50 cm³ vorgeschlagen. Wäre daemnach wohl doppelt so genau.
In diesem Fall ist, den Waage- Fehler noch mit betrachtet, die Probe wohl zu klein.

wo hast Du denn das her? So große Probemengen sind nicht notwendig, lieber einen Zylinder mit kleinerem Durchmesser wählen.

Zitat
Du kannst ja spaßenshalber die Messung mal nach der Auftriebsmethode machen. Aber so viel genauer wird es nicht.

also wenn Du mit Auftriebsmethode eine Hydrostatische Waage meinst: Doch, das geht deutlich genauer. Mit einer halbwegs guten elektronischen Waage und bei Proben über 5 Gramm bekomme ich ganz sicher die erste Stelle hinter dem Komma hin. Noch genauer wird dann problematisch, da muss man dann reines Wasser nehmen, die Temperatur berücksichtigen usw. Aber prinzipiell manchbar ist das schon.

Unter Auftriebsmethode kann man natürlich auch die Methode mit den schweren Flüssigkeiten meinen. Vorteil, das geht mit ganz kleinen Probemengen und auch recht genau. Nachteil, die schweren Flüssigkeiten sind teuer und giftig.

Gruß
Berthold

Offline minuwe

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Re: Was ist das?
« Antwort #55 am: 04 Feb 08, 15:39 »
Zitat
wo hast Du denn das her?
Aus "Seim: Minerale 1. Auflage 1981
Diese Angabe macht schon Sinn, denn der Ablesefehler bleibt hierbei bei unterstelltem 1mm, wärend sich das verdrängte Volumen vergrößert. Zum Vergleich: Bei einem kleinen Kristall würde man bei 1mm Ablesefehler gar nix sehen. Also genauer. Ich vermute, man ist empierisch und/ oder durch statistische Methoden auf diese Werte gekommen, die sich sicherlich auf solche Ablesetoleranzen um die 1mm beziehen, die wir hier ja auch als realistisch einschätzen.. Das sollen ja nur Richtwerte sein.

Zitat
lieber einen Zylinder mit kleinerem Durchmesser wählen.
Das auch, wie oben schon festgestellt.

Zitat
wenn Du mit Auftriebsmethode eine Hydrostatische Waage meinst:
Es genügt hierzu einfach eine genaue Waage. Wie genau ist ja errechenbar, je nachdem, wie genau man das Ergebnis braucht. In der zweiten Wägung mit Probe ist der Auftrieb ja enthalten. Die Methode mit Schwere- (Vergleichs-) flüssigkeiten ist wie schon erwähnt, was für's Labor und, wie du schon schreibst, z. T. giftig.

Glück Auf
Uwe

 

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