Hallo,
mal ein Erklärungsversuch für die Spiegelbilder.
Warnung: komplett abgedreht, beim Lesen wird die Milch sauer.

Wie unterscheidet man mit einem mathematischen Verfahren
scharf und unscharf in einem Foto?
Eine Möglichkeit ist, die Raumfrequenz (ich übersetze einfach mal "spatial frequency")
an allen Stellen eines Bildes zu bestimmen.
Was heisst "Raumfrequenz"? So wie beim Schall die Frequenz bedeutet,
wie schnell sich der Luftdruck pro Zeit ändert, so kann man auch angeben,
wie oft sich pro Strecke die Helligkeitswerte ändern.
also:
niedrige raumfrequenz (zahlen=helligkeit): 0 0 1 2 3 4 5 5 4 3 2 1 1 0 0 0 1 2 3 3 2 2...
hohe raumfrequenz: 0 2 0 3 5 0 2 0 4 2 3 1 5 0 1 2 0...
Sowas kann man auch überlagern:
0 0 1 1 2 2 2 3 3 3 4 4 4 5 5 5 4
+
2 0 3 1 4 2 3 4 2 6 2 4 1 0 5 0 2
=
2 0 4 2 6 4 5 7 5 9 6 8 5 5 10 5 6
Dann sind sowohl hoch- als auch niederfrequente Anteile in dem Bild,
es ist ein "Zickzack" (hochfrequent), steigt aber tendentiell langsam an (niederfrequent).
Wenn man die Anteile an verschiendenen Frequenzen an jedem Ort im Bild bestimmen will,
verwendet man ein sehr elegantes und einfaches Verfahren, die "Fast Fourier Transformation",
kurz FFT, das sich auf einem Computer sehr schnell anwenden lässt.
(Werde ich jetzt nicht erklären, wäre wahrscheinlich nicht ganz exakt richtig,
für die mathematisch bewanderten nur soviel: man korreliert die Ortsfunktion mit
Cosinus-Funktionen verschiedener Wellenlänge.)
Dabei muss man sich allerdings überlegen, wie man mit den Kanten eines Bildes umgehen soll.
Erstens sind diese hochfrequent (da ändert sich was schlagartig),
und zweitens schränken sie den Bereich, der sich analysieren lässt,
v.a. für niedrige Frequenzen stark ein, weil man die Ortsfrequenz nur
"im Block" bestimmen kann, und zwar muss der Block
umso grösser sein, je niedriger die untersuchte Frequenz ist.
Also bedient man sich eines Tricks:
man
spiegelt die Bildanteile nach aussen, und zwar so weit, wie der
grösste Analyse-Block breit ist.
Dann sind die Raumfrequenzen aussen und innen identisch und
man kann die scharfen und unscharfen Bereiche am Bildrand auch bestimmen.
Dass diese Spiegelbild an den Kanten mal breiter und mal schmaler ausfallen,
liegt wohl an der relativen Position der Einzelbilder und daran wie sehr sich die
Objekte auf den Bildern in ihrer Grösse unterscheiden (man muss deshalb ja vor dem Überlagern skalieren).
CombineZ macht wahrscheinlich eine FFT oder etwas ähnliches bei jedem einzelnen Bild
und bestimmt, wo hochfrequente Anteile sind. Die Positionen merkt es sich bei den
diversen Bildern und überlagert dann die scharfen Stellen zu einem gemeinsamen Bild.
So in etwa ...

Gruss
Amir