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Autor Thema: Sekundäremineral auf Arsen  (Gelesen 2416 mal)

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Offline uwe

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Sekundäremineral auf Arsen
« am: 25 Apr 08, 10:58 »
Auf sulfidischen Erzbrocken, welche auch Arsen enthalten und von welche bereits auf der Halde die Karbonate weitgehend herausgelöst sind, findet man oft kleinkristalline Krusten. Diese Krusten überstehen auch eine robuste Reinigung der Sücke mit Salzsäure. Die Kriställchen sind Tetraeder und haben sind farblos über gelb bis braun. Der Glanz ist hoch. Ich vermute, daß diese Krusten sekundäre Haldenbildungen sind.

Hat jemand eine Ahnung, um was es sich dabei handeln könnte ?

Uwe

Offline smoeller

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #1 am: 25 Apr 08, 11:16 »
Hallo,

Farblose xx könnten Arsenolith sein, wenn da nicht die Sache mit der Salzsäure wäre. Die braunen und gelben könnten durchaus in die Richtung (Barium-)Pharmakosiderit gehen. Diese Minerale sind nicht löslich in HCl und kommen auch als Tetraeder vor. Gerade Ba-Pharmakosiderit ist ein typisches Verwitterungsprodukt von Fe-haltigen As-Sulfiden (Arsenopyrit, Löllingit) in Baryt. Würde daher ja von der Paragenese her passen. Vom Stolln 7 bei Aue ist Pharmakosiderit bekannt.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #2 am: 27 Apr 08, 08:50 »
Hallo Sebastian,

ich habe die Kristallform nochmals mit den Bildern anderer Arsenolithe verglichen. Ich bin sicher, es ist Arsenolith. Vermutlich durch Fremdinonen braun gefärbt. Vielleicht war das auch der Grund der relative Resistenz gegenüber Salzsäure. Danke für Deinen Hinweis.

Gruß
Uwe

Offline -M-

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #3 am: 27 Apr 08, 15:12 »
Hallo Uwe,
wo hast du denn tetraedrische Arsenolith xx gesehen ? ( wäre mir jedenfalls neu )
Abgesehen davon, ist A. ja nicht nur in HCl sehr gut löslich, sondern sogar in H2O ...
Was heißt denn auf einmal -relative Resistenz gegenüber HCl -  ? ( erst sagtest du
doch, sie würden auch eine -robuste Reinigung mit HCl - überstehen )
Daß die veränderte Löslichkeit evtl. durch farbverursachende Fremd-atome verursacht
sein könnte, ist m.M.n. einfach nur die Verquickung zweier Annahmen ... 

Gruß –M-

Offline uwe

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #4 am: 27 Apr 08, 17:49 »
Teratedrische Kristalle sieht man bei Mindat gleich auf dem ersten Bild unter Arsenolite. OK, können auch Doppelpyramiden sein - ich will mich deswegen nicht streiten. Einige "meiner" Kristalle sehen bis auf die Farbe genauso aus. 

Jedenfalls haben "meine" Kristalle Säurebad und Ultraschallbad hinsichtlich Form und Glanz gut überstanden. Meine Schlußfolgerungen sind natürlich eine Annahme, was hast Du denn gedacht  -M- ? Ich habe doch keine wissenschaftlich gesicherte Versuchsreihe gemacht.

Uwe   

Offline cordes

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #5 am: 27 Apr 08, 19:18 »
Von Marienberg habe ich einen sehr schönen Arsenolith zum Fotografieren bekommen, diehe Bild

Cordes

Offline -M-

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #6 am: 27 Apr 08, 22:00 »
Hallo Uwe,
also auf dem Bild bei Mindat sind m.M.n. Oktaeder zu sehen ( zugegebenermaßen nicht besonders gut ).
Ich habe, wie schon gesagt, auch noch nie irgendwo A. in Tetraedern gesehen ,oder davon gelesen.
In den Beschreibungen zur Morphologie von A. ist (so weit mir bekannt ) fast überall nur von oktaedr.xx-,
gelegentl.in Kombination mit dem Rhomben-dodekaeder die Rede...

Was die Sache mit den Annahmen angeht :
Du sagst :
1. – die xx haben Säure ( und Ultraschall – ich nehme mal an in Wasser+... )
unbeschadet überstanden.
2. – die xx sind Tetraeder oder tetraedr.Bipyramiden bzw. –nicht oktaedrisch-.
3. – die xx sind farblos, gelb bis braun.

Ich sage :
1. ist keine Annahme, sondern eine Beobachtung mit relativ hohen Indizienwert, 
3. ist ebenfalls keine reine Annahme, sondern eine als rel. sicher zu beurteilende Beobachtung ...
2. ist offensichtlich diskutabel, deshalb laß ich es mal außen vor

So, da hast du also   2 Punkte, die eigentlich gegen deine Vermutung sprechen ( zumindest 1.)
und das sind keine reinen Theorien ...
Da sie aber eigentlich gegen deine bisherige Vermutung sprechen, versuchst du nun zwei
relativ gesicherte Beobachtungen mit zwei relativ vagen/ heiklen Annahmen zu entkräften ...
 ( dies hat nichts mit „...wissenschaftlich gesicherten Versuchsreihen...“ etc. zu tun,
auch Wissenschaftler erliegen zuweilen ihrer auto-suggestiven Subjektivität )

Gruß –M-

Offline uwe

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Re: Sekundäremineral auf Arsen
« Antwort #7 am: 28 Apr 08, 07:28 »
Sei es wie es sei - für mich ist es Arsenolith.

Uwe

 

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