Hallo!
Nach langer Abstinenz bin ich wieder mal auf die Seite von der Ritterzeche gestoßen und möchte gern etwas hinzufügen, speziell den letzten Beitrag von Uwe betreffend.
Die den Mineraliensammler so begeisternde Wismut-Uran-Paragenese, die bei den Bergsicherungsarbeiten ausgebracht wurde, stammt nicht vom "Persival Mgg", sondern in erster Linie von den kreuzenden Strukturen "St.Wolfgang Flachen" und "Vor dem St.Wolfgng Flachen". Natürlich kann es gewisse Einschleppungen im unmittelbaren Kreuzungsbereich geben. Das kann man ganz prima untertage studieren.
Das im mittelalterlichen Bergbau Versatzmassen von übertägigen Halden wieder nach untertage als Versatzmaterial gebracht wurden, ist mir unbekannt und scheint auch wenig plausibel. Das wäre viel zu zeit- und arbeitsintensiv gewesen. Im Gangerzbergbau entstand in der Summe immer ein gewisser Masenüberschuß. Sollte doch einmal Fremdversatz nötig gewesen sein, nahm man mit Sicherheit anfallende Berge vom nächstgelegenen Ort- das ersparte gleichzeitig die aufwändige Förderung nach übertage. Mit Sicherheit kann man ausschließen, dass Material vom "Weißen Hirsch"(St.Georg und Walpurgis Flachen) in Gruben auf dem Stadberg zwecks Versatz kam. Das wäre ca. 1km
Weg und dann noch der Anstieg hoch- und das ohne Motorisierung!!
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der ebenfalls angesprochene Fund der Uranmineralisation in der Rödergasse. Dieses aus einem verfüllten Blindschacht bei der kürzlichen Sanierung ausgebrachte Material stammt auch tatsächlich aus unmittelbarer Nähe vom "Glück Flachen" und ist kein Fremdversatz. Am Schachtkopf war noch sehr schön der anstehende Gang mit hauptsächlich Torbernit zu sehen.
Mit zünftigem "Glück Auf!"
rutilquarz