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Autor Thema: nochmals Roselith  (Gelesen 2078 mal)

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Offline uwe

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nochmals Roselith
« am: 07 May 08, 18:04 »
Angeregt durch den vorherigen Beitrag zu Roselith habe ich meine Schneeberger Roselithstufe kritisch betrachtet. Das Etikett dazu stammt von Dr. C. Hintze - immerhin der Namenspate des sehr seltenen Calzium/Aluminiumfluorits Carlhintzenit. Da sollte eigentlich kein Zweifel an der korrekten Bestimmung aufkommen. Ich war allerdinsg nicht dabei, als das Etikett geschrieben wurde. Ich weiß also nicht, ob Dr. Hintze das Etikett selbst geschrieben hat bzw. ob meine Stufe davor auf dem Tisch lag.

Aus diesem Grund habe ich einige Detailbilder gemacht zu denen ich gern mal Eure Meinung gehört hätte - natürlich nicht zu der Qualität der Bilder sondern dazu, ob das rosae Mineral wirklich Roselith sein kann.

Ein Bild der gesamt Kleinstufe sowie des Etikettes findet Ihr auch auf der Lexikonseite "Etiketten".

Gruß
Uwe
« Letzte Änderung: 12 Mar 16, 15:00 von oliverOliver »

Offline geomueller

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Re: nochmals Roselith
« Antwort #1 am: 07 May 08, 21:44 »
Hallo Uwe,

sieht ehrlich gesagt nicht so richtig nach Roselith aus ??? Sag mal was näheres zur Matrix der Stufe. Derber Roselith aus Schneeberg kam auf Kluftflächen in weißem Gangquarz mit wenig rotbraunem verkieseltem Hornstein und wenig Braunspat  vor.

Gruß Jürgen

Offline uwe

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Re: nochmals Roselith
« Antwort #2 am: 07 May 08, 22:01 »
Hallo Jürgen,

ja, sieht wirklich nicht wie Roselith aus - das war auch der Grund meines Zweifelns. Allerdings sitzt das rosa Mineral tatsächlich in dünnen weißen Quarzbändern. Die Matrix besteht neben braunem, quarzigen Material unter anderem auch aus einem rotbraunen Material, welches durchaus Hornstein sein könnte.  Es kann sich alledings auch um Hornblende handeln, den zwischen den rosa Strahlen befindet sich ein strahliges dunkelgrünes Mineral, welches wie Magnesiohornblende ausieht.

 ??? ??? ???
Uwe

Offline Schluchti

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Re: nochmals Roselith
« Antwort #3 am: 07 May 08, 22:19 »
Mich irritiert die strahlige Ausbildung. Die könnte etwas für Erythrin sprechen. Zur Unterscheidung habe ich mal bei Thomas Witzke den alten Weisbach zitiert:

"Sehr charakteristisch für Roselith ist sein Verhalten beim Erhitzen im Glasrohr; er wird nämlich hierbei prachtvoll lasurblau und nach völligem Erkalten lavendelblau, wogegen Kobaltblüthe ein nur blaulichschwarzes Ansehen annimmt" (Quelle: http://tw.strahlen.org/typloc/roselit.html)

Das dunkelgrüne könnte durchaus auch Kobaltaustinit sein, der wohl zusammen mit Erythrin u.a. von der Grube Daniel als "olivgrüne Schnüre" beschrieben ist.   

 

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