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Detailfrage zu Steinsäge + Sägeblatt

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Ralf:
Wie bereits gesagt, gibt es da keine Richtwerte nach Gesteins-/Materialarten. Im Zweifelsfall halt ganz langsam.

Selbst Jaspis ist nicht gleich Jaspis. Da gibt es große Unterschiede in der Zähigkeit. Für Quarz brauchst Du ein anderes Blatt als für Jaspis, wenn Du größere Mengen sägen willst. Hier und da mal ein Brocken ist kein Problem. Womit kühlst Du eigentlich ?

sowiedu:
...wahrscheinlich gehe ich die Sache mit der optimalen Schnittgeschwindigkeiten zu theoretisch an.
Fingerspitzengefühl und Erfahrung ist nicht so einfach durch Tabellenwerte zu ersetzen.
Fest steht: weniger ist mehr und im Zweifel sowieso.  :)


Die Schwierigkeiten bei meiner Sägerei ist:

1. auf der 300er Säge, an der ich zusammen mit anderen Leuten arbeite, werden die unterschiedlichsten Materialien zersägt. ...Fossilien, Erze, Gesteine, Mineralien...
Da ist es natürlich schwer, allen Anforderungen gleichermaßen gerecht zu werden.
Der Tipp mit den speziellen Sägeblättern für die unterschiedlichen Materialien ist ein guter Ansatz. Ich denke drüber nach.

2. Gekühlt wird mit Wasser, was nicht optimal ist.
Ich habe mir dazu hier auf der Seite verschiedenen Beiträge durchgelesen.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,7486.msg80302.html#msg80302,
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,766.msg34326.html#msg34326
und Ralfs ausführlicher Text unter
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,4779.0.html

Ich sehe ein, dass bei meiner Kühlung etwas verbessert werden sollte.

In den Beiträgen wird von Zusätzen gesprochen, die man über Profis (Steinmetze?) beziehen kann und dass deren (chemische) Zusammensetzung nicht so einfach herauszubekommen sei.

Gibt es irgend eine Idee was das für Substanzen sein könnten? (...Detergenzien, Öl-in-Wasser-Emulsionen...)
Vielleicht werde ich gerade wieder zu theoretisch aber geht es bei den Mittelchen um die Wärmekapazität, die Oberflächenspannung oder um hydrophobe/hydrophile Eigenschaften ...oder alles zusammen?  ::)

Ein erfahrener Hobby-Säge-Kollege hat mit einem Zusatz experimentiert und sagte, dieses Mittel würde eigentlich auf dem Bau (zu einem ganz anderen Zweck) eingesetzt.
Was das letztendlich für ein Mittel war und ob es wirklich die Kühlung (und das Sedimentieren des Abtrags) verbessert hat, hat er leider mit ins Grab genommen.
Hat hier jemand schon erfolgreiche Experimente bei Kühlmitteln gemacht?

caliastos:
viel zu viel theorie. man kann und soll nicht alles in formeln packen.

wenn verschiedene personen sägen, dann nur verschiedene blätter. wobei allein die tatsache: n benutzer n substanzen schon heikel ist. jeder hat anderes material und arbeitet anders. selbst mit einer vereinheitlichung ginge das nicht. man kann personenn nicht normen.

was die profis verwenden ist nunmal unterschiedlich. der eine nimmt dies + das, der andere jenes. das wird niemand verraten. genausowenig das rezept. ist wie mit dem cola-rezept oder der süß-sauer-soße von McD.

was die kühlmittel können müssen: sie müssen verhindern, daß das blatt heiß läuft, es also kühlen und ermöglichen, daß das blatt möglichst wenig unnötige reibung erzeugt. die wärme muß dabei abgeführt werden. gleichzeitig sollte der abrieb vom stein gebunden werden um nicht im spalt reibung zu erzeugen. ist also nicht so einfach. experimente sind auch nicht ganz so ohne, zumindestens können sie beim scheietern teuer werden.

Psaronius:
Hallo,
bin zwar kein Sägespezialist, weiß aber, dass einige "Hobby-Säger" hier handelsübliche Emulsionen zum Kühlen nehmen, die in Schlossereien zum Kühlen der Dreh- und Fräsmaschinen verwendet werden.
Die Substanz sieht aus wie Milch und man nennt sie auch "Kühlmilch". Vielleicht mal in so einem Metallverarbeitungsbetrieb nachfragen ...
Gruß
Psaronius

Blackminer:
Hi Leute!
Ich säge mit Wasser als Kühlmittel, dazu wird eine Art Öl gegeben. Mischungsverhältnis 1:15 Das Zeug heißt Mc Cool oder so. Auf dem Kanister steht auch kein Hersteller. Ich weiss nur, daß das Zeug ziemlich teuer sein muss. Meine Chefin ist letztens regelrecht ausgerastet, als Studenten das Wasser- Öl- Gemisch weggekippt haben.

Petroleum als Kühlmittel würde ich mir verkneifen. Plötzlich macht es Puff und man ist gut durchgebraten. :) Habe aber gehört, das manche Leute das noch verwenden.

Nochmal zu den Vorschubgeschwindigkeiten. Unsere Säge läuft automatisch. Den Vorschub kann man mittels Dreh- Widerstand einstellen. Ich säge fast alles mit Geschwindigkeit Null. Fragt mich nicht wie viel Millimeter das pro Minute sind. Ein 30cm-Brocken dauert dann ne gute halbe Stunde oder länger.
Außerdem erhält man bei höherem Vorschub Riefen, die sind nicht normal. Da könnte man auch gleich mit ner "Kettensäge" loslegen.

VG

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