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Detailfrage zu Steinsäge + Sägeblatt

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triassammler:
Hallo!

@sowiedu: Hast recht!  :) Das Blatt ist ja nicht sooo teuer, dass man es mit Samthandschuhen anfassen muss.
Worauf es eher ankommt ist, nach dem Drehen nicht mit zu viel Druck das Blatt in die vorhandene Schnittkerbe "reinzwingen" zu wollen. Wenn die Schnittebene abweicht, muss man eben mit geringem Druck und etwas Zeitaufwand warten, bis das Blatt die alte Kerbe hinreichend erweitert hat um wieder flüssig zu rotieren.

Ich habe mit der Methode auch schon größere Stücke per Hand 200 mm gesägt, man muss es nur langsam und vorsichtig machen.

Problematischer kann sein, dass bei bereits bestehender Schnittkerbe das Verkanten des Blatts dazu führen kann, dass die Kerbe als Sollbruchstelle für die auftretenden Kräfte wirkt und das Schnittgut in 2 Hälften auseinanderbricht bzw. zerrissen wird. Wenn das unglücklich läuft, zerbricht dabei genau das, was eigentlich freigesägt werden sollte.
Ich habe auf jeden Fall einen Höllenrespekt vor Handstücken, die es einem aus der Hand reißt und durch den Raum geschleudert werden.

Also, langsam und vorsichtig und nicht mit Gewalt, dann geht das schon  :)

Gruß,
Triassammler

caliastos:
na 1/100 war auch eher ein tippfehler. laß ruhig eine null weg.

die blätter sind zwar flexibel, allerdings halt nicht auf die dauer. wer gleich von anfang an gerade bleibt hat da bessere karten. bisher habe ich an sich alle blätter immer durch verlaufende spuren verloren, wenn es nicht rechtzeitig bemerkt war. da gab es schon alles. daher wäre ich damit halt immer vorsichtig.

Ralf:

Jedes Sägeblatt leidet und verliert über kurz oder lang an Spannung. Es fängt an zu schlackern oder man bekömmt einen Höhenschlag. Das ist aber alles sehr gut reparabel. Ein guter Händler bietet das richten der bei ihm gekauften Sägeblätter als kostenlosen Service an.
Bei mir, im gewerblichen - also sehr stark beanspruchtem - Bereich, geht ein Blatt im Schnitt drei- bis viermal ( " Unfälle " ausgenommen ) zum richten. Nur so lässt sich eine gleichbleibende Schnittqualität erreichen.

Und zum drehen des Schnittgutes.

Selbst mit der allerbesten Spannvorrichtung bekommt man beim drehen einen Versatz in die Schnittfläche. Bei vielen Achaten bewirkt das außerdem kleine, durch die Reibungshitze erzeugte, Risse im Randbereich.
Verhindern kann man das nur mit einem sehr dicken ( sauteurem und materialfressendem ) Blatt.
Allerdinsgs spielt das bei Trimmschnitten von Mineralienstufen ein untergeordnete Rolle.

sowiedu:
Dann sind wir uns einig :-)

Nachdem wir die Präzision beim Sägen und Drehen des (möglichst präzise) eingespannten Steins besprochen haben, würde ich gerne mal eine Frage zur Schnittgeschwindigkeit ( = Geschwindigkeit am Umfang des Sägeblattes) stellen.

Es ist klar, dass das von dem zu sägenden Stein abhängt. (Härte bzw. Schleifhärte , Hitzeempfindlichkeit, Bruchverhalten etc...).
- Wobei ich jetzt nicht mal 100%ig sicher bin, ob z.B. ein "niedlicher" Calzit eine höhere oder niedrigere Schnittgeschwindigkeit erlaubt, als ein ... mhm.... z.B. zickiger Botswana-Achat?

Auch wenn das nun eher Theorie ist....  -in der (Amateur-)Praxis nimmt man wohl die Drehzahl des Motors (inkl. Über-/Untersetzung) einfach stoisch hin oder dreht an einem eventuell vorhandenen Poti, bis die Drehzahl gefühlsmäßig passt....

Ich möchte es gern genauer wissen aber leider sind richtig plausible Werte irgendwie schwer zu bekommen.
(Ich meine, ich hatte mal in irgendeinen Artikel gelesen, dass bei "ordinärem" Achat mit 20m/min gerechnet wird...  erstaunlicherweise die selbe Geschwindigkeit, die man zum Bearbeiten von Stahl mit HSS kalkuliert....)

Weiß hier jemand mehr?
Mit welche Drehzahlen habt Ihr Eure Sägen (bei welchem Durchmesser) bei welchen Steinen am Laufen?
Gefühlsmäßig und allgemein würde ich sagen: Weniger ist mehr     :-)


Kleiner Nachtrag:
Ich hoffe, dass es niemandem auffällt, dass ich zu faul war um nachzuforschen, ob das schon an anderer Stelle ausgiebig & erschöpfend diskutiert wurde.... ;-)

Ralf:
Die richtige Drehzahl ist weniger vom zu sägenden Material abhängig, sondern vom Verhältnis der Vortriebsgeschwindigkeit zum Durchmesser des Sägeblatts.
Hier mal eine Tabelle. Zum besseren lesen einfach rauskopieren und vergrößern.

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