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Autor Thema: Lapis-Fälschungen erkennen?  (Gelesen 8897 mal)

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Offline torunta

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Lapis-Fälschungen erkennen?
« am: 28 May 08, 12:10 »
guten tag!!

moechte mir bald wieder ein bisschen lapis besorgen und wollte fragen wie man am besten feststellt ob er eingefaerbt ist oder nicht.
danke für die infos


torunta

Offline torunta

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Re: lapis
« Antwort #1 am: 05 Jun 08, 17:11 »
ist das leicht sooo schwierig das festzustellen ober lapis gefaerbt ist??  ::)

lg torunta

Tapir

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Re: lapis
« Antwort #2 am: 05 Jun 08, 19:09 »
Eigentlich ist es recht einfach....

Du machst aus dem zu untersuchenden Lapis mit Hilfe von Achatkugelmühlen ein Pulver. Dieses bereitest Du dann mit entsprechenden Chemikalien auf und stellst mit einem geeigneten Brenner (>1300 °C) und Platintiegeln eine Schmelztablette her. Diese untersuchst du dann mit Hilfe einer RFA-Mikrosonde. Alternativ wäre auch noch ein Säureaufschluss und der anschließende Einsatz einer ICP-MS möglich.Die entsprechenden Werte vergleichst du dann mit den geochemisch typischen der entsprechenden Lapislazuli-Lagerstätte, um herauszufinden ob eventuell Elemente auftreten, die nicht in die zu erwartenden Werte fallen.  Diese "Ausreißer" vergleichst Du dann mit dem massenspektrometrischen Muster verschiedener auf dem Markt üblicher Färbemittel.

Ist doch ganz einfach, oder ;)


Und jetzt mal ohne Scherz, wenn eine solche Färbung nicht besonders plump gemacht ist, kommst Du ohne umfangreiche chemische Untersuchungen und einen entsprechenden Gerätetechnischen Aufwand nicht herum.......
« Letzte Änderung: 05 Jun 08, 21:25 von Tapir »

Offline caliastos

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Re: lapis
« Antwort #3 am: 05 Jun 08, 20:01 »
wobei man an sich viele fälschungen an sich schon irgendwie erkennen kann. aber daß lapis soo professionell gefälscht wird  habe ich noch nicht gehört.

Tapir

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Re: lapis
« Antwort #4 am: 05 Jun 08, 20:17 »
Das schöne an diesen Methoden ist, dass es egal ist, wie professionell gefälscht wurde....Der Nachteil dürfte der Preis sein....*ggg*

Offline Krizu

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Re: lapis
« Antwort #5 am: 05 Jun 08, 20:37 »
Hallo,

jetzt mal ernsthaft:
Ich glaube viele Fäschungen lassen sich mit einem Lappen udn etwas Aceton entlarven!
Wnn der Stein abfärbt = dann gefälscht.

Mfg

Frank

Tapir

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Re: lapis
« Antwort #6 am: 05 Jun 08, 20:51 »
Diese Variante meinte ich mit "besonders plump".

Offline caliastos

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Re: lapis
« Antwort #7 am: 05 Jun 08, 21:10 »
na bei lapis werden andere methoden sich wohl nicht so sehr rechnen. da kostet die fälschung wieder mehr als das orginal. zumindestens, wenn ich ein wenig stöber.

Offline uwe

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Re: lapis
« Antwort #8 am: 06 Jun 08, 10:08 »
Ich sah einige Stücke minderwertigen Lapis, welche durch starkes Ölen gepimt waren. Das ist meines Erachtens ebenfalls eine Fälschung.

Uwe

Offline torunta

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Re: lapis
« Antwort #9 am: 06 Jun 08, 11:03 »
danke fuer die antworten!!


Tapir

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Re: lapis
« Antwort #10 am: 06 Jun 08, 11:12 »
@ Uwe:


Vorsicht! die Behandlung mit einem Farblosen Öl ist keine Fälschung, sondern nur eine Behandlung des Materials. Grund: Die Farbe wird nicht künstlich hinzugefügt, sondern nur  durch optische Beeinflussung  verstärkt. Ähnlich dem Rembern von Fossilien......In diesem Zusammenhang den Begriff Fälschung zu benutzen ist m.E. nach unangebracht.

Offline berthold

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Re: lapis
« Antwort #11 am: 06 Jun 08, 12:17 »
Hallo,

Zitat
Vorsicht! die Behandlung mit einem Farblosen Öl ist keine Fälschung, sondern nur eine Behandlung des Materials. Grund: Die Farbe wird nicht künstlich hinzugefügt, sondern nur  durch optische Beeinflussung  verstärkt. Ähnlich dem Rembern von Fossilien......In diesem Zusammenhang den Begriff Fälschung zu benutzen ist m.E. nach unangebracht.

Einspruch! Das ist Verfälschen, siehe Definition Wikipedia:

Zitat
... Die absichtliche Verfälschung von Objekten wird naturgemäß gezielt angewendet, um dadurch gegenüber Dritten einen Vorteil zu erlangen oder sie zu schädigen....

Verfälschen wird i.d. R. als eine Form der Fälschung betrachtet: "Eine besondere Form der Fälschung ist die Verfälschung." (wieder aus Wikipedia).

Meiner Ansicht nach macht den Unterschied der Behandlung zur Verfälschung der Umstand aus, dass der Käufer getäuscht werden soll und somit betrogen wird, der Fälscher/Verfälscher verschweigt ja seine Farbe/sein Öl.

Gruß
Berthold

Offline caliastos

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Re: lapis
« Antwort #12 am: 06 Jun 08, 20:20 »
also soweit ich weiß sind fälschungen schlciht objekte, die vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. nehmen wir als beispiel eine ming-vase. orginal bleibt orginal.

wird davon eine kopie zu ausstellungs oder erhaltungsgründen hergestellt, so handelt es sich um eine kopie. wird das stück anhand eines bildes neu erschaffen, so hat man eine rekonstruktion. wird die vase aus ihren scherben wieder aufgebaut, so hat man eine restauration.

wird aber nun diese vase, wie eben die kopie neu geschaffen, also repliziert, aber als orginal ausgegeben, so handelt es sich um eine fälschung.
 wird aber an einer orginalvase nun aber blos die farbe aufgefrischt, die neues auftragen, aber behauptet es wäre die orginalfarbe, so hat man aber immer noch keine fälschung in der hand. man hat eben eine aufgemöbelte oder rekonstruierte vase. aber ein orginal. halt nur ein orginal, welches verfälscht wurde.

habe ich nun einen echten lapis, dessen warbe aufgemotzt wurde, so habe ich immer noch einen orginal lapis in der hand. gebrannter amethyst ist auch nach dem brand amethyst, aber eben nicht citrin.
gibt man den amethyst als citrin aus, so ist es eine fälschung (weil kein citrin). sagt man aber eine besondere amethystform, so ist es eine verfälschte ware.

Tapir

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Re: lapis
« Antwort #13 am: 08 Jun 08, 14:12 »
Ich bin ziemlich froh, dass Gutachtertätigkeiten im Bereich Fälschungen im Mineral- und Fossilhandel nicht an Wikipedia sondern an gewisse Rechtsgrundlagen gebunden sind..... ;)

Offline caliastos

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Re: lapis
« Antwort #14 am: 08 Jun 08, 18:40 »
hä? was hat das damit zu tun und wie soll man's verstehen? wiki stimmt ja nicht immer ---> ändern was falsch ist.

 

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