Hallo,
ich hab mir nun mal Batterien besorgt und das einfach mal ausprobiert. Das Teil arbeitet so, dass man auf einen Knopf drückt, dann fängt es an zu messen, bis ein Höchstwert erreicht ist, und dann bleibt es bei dem Wert stehen. Dabei wird nicht unbedingt die vollen 36 Sekunden, die angegeben sind, weitergezählt, sondern der Höchstwert kann z.B. auch schon bei 10 Sekunden erreicht sein (z.B. wenn ich mich damit "ins Grüne" stelle, oder mitten ins Zimmer). Daher glaube ich eigentlich eher nicht, dass es einfach immer weiter die Strahlung summiert? Man kann auch keine Langzeitmessungen machen, da sich das Gerät einige Zeit nach der Höchstwertermittlung von selber ausschaltet.
Ich habe schon einen deutlichen Unterschied gemerkt zwischen den Mineralien, bei denen ich wusste, dass sie radioaktiv sind, und den "normalen". Auch die Werte, die ich draußen gemessen hatte, entsprechen so in etwa den Messwerten aus der Gegend.
D.h. ich denke - hoffe! - dass ich das Teil trotzdem zumindest dafür nehmen kann, um einen ungefähren Anhaltspunkt zu erhalten (also durch den Vergleich mit den Umgebungswerten).
Die höchsten Werte habe ich übrigens bei einem Curit gemessen (da wusste ich das aber schon vorher) und beim Radiobaryt, außerdem waren die größeren Stücke natürlich teils etwas heftiger als die kleinen. Und je bunter, desto aktiver.
Sollte sich mir mal die Möglichkeit bieten, mit einem richtigen Geigerzähler da drüber zu gehen, werde ich das natürlich tun. Schon um die Werte zu vergleichen!
Mir ist es übrigens ziemlich egal, ob man das nun als übertrieben hinstellt oder nicht. Ich würde mal sagen, dass ich mich dafür, dass ich mit Mineralien an sich überhaupt nichts am Hut habe, doch sehr bemühe, zumindest so weit in die Materie einzutauchen, um alles in gute Hände weitergeben zu können. Aber warum sollte ich mich dazu dann noch mit Dingen umgeben, die mir irgendwie schaden könnten?
Klar nehme ich für meine eigenen Hobbys auch gewisse Risiken in Kauf - weil ich dafür ja auch viel Positives bekomme. Aber wenn was nicht mein Hobby ist und auch nicht werden wird (was nicht heißen soll, dass es mich nicht interessiert - aber wenn man vielseitig interessiert ist, muss man eben Prioritäten setzen...), muss ich mir ja nicht gerade einen Teilbereich aussuchen, wo sogar diejenigen, die das als Hobby betreiben, zumindest teilweise großen Respekt haben...

Abgesehen davon: Kleinvieh macht auch Mist. Das fing mit 2, 3 Döschen Uranophan oder Uranocircit an, die ich am Namen und auch vom Aussehen her ja leicht erkannt habe, aber nun habe ich im Laufe der letzten Monate fast 50 Döschen mit den unterschiedlichsten Uranmineralien zusammen gesammelt. Jedes für sich ist vielleicht nur ein schwacher Strahler, aber alle zusammen sind schon nicht gerade was fürs Wohnzimmer... Natürlich ist es beruhigend, wenn man sieht, wie die Strahlung mit dem Abstand sehr schnell abnimmt, aber dazu muss man ja erstmal wissen, wo die Strahlungsquelle überhaupt ist (Granit haben wir übrigens keinen im Haus).
Viele Grüße,
Anne