Hallo Michael,
Ich habe viele Jahre in Untermurbach gesammelt. Die Paragenese im metamorph überprägten Muschelkalk ist Coelestin Calcit und Strontianit. Untergeordnet kommt noch Dolomit ganz selten in weißen rhomboedrischen Kristallen und Pyrit in würfeliger Form oft in Coelestin eingewachsen vor. Der Calcit tritt in skalenoedrischen Habitus auf , oft als Zwilling, ist meist farblos hochglänzend. Der Coelestin ist, auch wenn es viele würfelige bis quaderförmige flächenarme Kristalle gibt, doch an dieser Fundstelle sehr Formenreich. Er tritt in den Farbe , farblos gelb und bläulich, auch gemischtfarbig auf. Es gibt Kristalle mit sehr vielen Kopfflächen, auch meißelförmige Kristalle. Ich denke es ist Coelestin wenn auch in sehr ungewöhnlicher Ausbildung. Ich habe noch von keiner Fundstelle in den Kalkalpen gehört an der Fluorit vorkommt. Auch ein Freund der in Lenggries wohnt und seit 30 Jahren den Bruch wöchentlich besucht hat nie Fluorit erwähnt.
Fluorit vom Wölsendorfer Revier leuchten auch nicht im UV-Licht. In Untermurbach reagiert kein Mineral auf UV-Licht. Wenn Du einige kaputte Kristalle hast dann würde ich eine Analyse machen lassen, zum Beispiel bei Günter Blass, kostet unter 30€. Fluorit währe eine Sensation für Oberbayern.
Gruß und weitere so schöne Funde
Manfred