Wie hast Du eigentlich das Konservierungsproblem im Drehbuch gelöst?
Gute Frage: Gar nicht.
Im Film präsentiert Katja ihrem Freund Johann, der in der Zwischenzeit im Krankenhaus war, den Helm und den Schädel. Der Zuschauer ist dabei in der Position des Jungen: total überrascht, denn vorher haben sie das Ausgraben immer verzögert, weil Katja Angst hatte, die Knochen könnten an der Luft zu Staub zerfallen...
Filme funktionieren einfach anders, da kann man das machen. Man muss es sogar so machen, weil fiktionale Filme nunmal über die emotionale Schiene laufen und nicht über den Verstand. Allerdings fand ich es doch ziemlich peinlich im fertigen Film, dass man so deutlich sehen kann, dass der Schädel aus Plastik ist (viel zu hell). Und der Helm sieht so perfekt aus wie ein Museumsstück - ich war nicht die einzige, die sich zu wenig Gedanken gemacht hat...
Deswegen will ich es jetzt in der Romanfassung besser machen. Leser kann man nicht so leicht austricksen wie Zuschauer, und außerdem mag ich selbst auch keine Bücher, denen man anmerkt, dass der Autor sich um gründliche Recherche gedrückt hat...
Oh, da ist ja schon die Bauanleitung für das Elektrolysegerät - tausend Dank!
Doch, das kriegt Katja hin. Schließlich ist es ihr auch gelungen, einen Ritter zu finden, von dem die meisten Fachleute dachten, er wäre nur eine Sage...
Aber nach Deinen wiederholten Ermahnungen werde ich mich dafür einsetzen, dass in einem Nachwort deutlich darauf hingewiesen wird, dass Grabraub illegal ist. Versprochen.
Sonja K? - Da bist Du wohl auf das Presseheft gestoßen... Nö, ich heiße Swenja, aber wer stört sich schon daran, dass der Name der Autorin nicht stimmt, ist ja nicht so wichtig...