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Wie tief liegen verst. Hölzer ?

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triassammler:
Hallo,

eigentlich ist es doch egal, wie tief es liegt - erst wenn es an die Oberfläche kommt (oder die Oberfläche zu ihm herunterkommt) findet man es  ;D

Ich nehme an, wenn wir hier über versteinerte Hölzer reden, dann sind verkieselte H. gemeint...
Das Vorkommen verkieselter Hölzer ist extrem faziesabhängig, viel stärker als bei Fossilien mobiler Organismen. Zu einem Wald bzw. lockeren Baumbestand (in der Erdgeschichte nicht immer so häufig wie heutzutage) muss das passende Einbettungsmilieu (See, Altarm eines Flusses) in der Nähe kommen, und dort müssen dann auch noch die richtigen Bedingungen für Verkieselung herrschen (Sediment, in dem Silikatverbindungen in mobilisierbarer Form vorliegen), sonst gibt es höchstens Kohle.
Ein reiner ("reifer") Sandstein besteht zwar per Definition überwiegend aus Quarz, dieser liegt jedoch in kaum löslicher Form vor. Dagegen können feldspatreiche ("unreife") Sandsteine oder Vulkanite reichlich Kieselsäure aus der Verwitterung von Feldspäten, Amphibolen etc. bereitstellen, besonders in warmem und feuchtem oder zumindest periodisch feuchtem Klima.

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich habe bei zig Gelegenheiten Aufschlüsse im heimischen Stubensandstein abgeklappert, weil dieser einerseits die perfekten Bedingungen für Verkieselung bietet und andererseits zur Entstehungszeit von Nadelbaumgruppen bewachsen war - es hätte sich also was finden lassen müssen, und reichliche Funde sind auch durchaus bekannt. Bis auf ein paar dünn gesäte Kleinstücke aber nada... Eines Tages stand ich dann in einem Aufschluss, der einen Altarm des Deltasystems erschloss, und siehe da, Stämme steckten kreuz und quer in der Wand, weil sie sich in einer Stillwasserzone angereichert hatten :D Der größte Fund aus dem Aufschluss ließ sich grade noch so von 2 Personen anpacken, ein perfekt erhaltenes Stammsegment mit fast 100 kg! Der Fundhorizont lag ca. 4 m unter der Bodenoberfläche, aber das ist dabei völlig irrelevant.

Am praktischsten ist es, wie Gucknetso es beschreibt: Da, wo ohnehin schon reichlich fossiles Holz auf dem Acker liegt, stehen die Chancen nicht schlecht, in geringer Tiefe noch mehr zu finden. Und wenn es viele kleine Holzfragmente gibt, stammen sie höchstwahrscheinlich von größeren Stämmen, die beim Pflügen zerbrochen werden.
Wenn Du Dir Fundorte in Dir geologisch unbekanntem Terrain selbst erarbeiten willst/musst und keinen lokalen Kenner der Materie als Führer bzw. eine konkrete Fundortangabe hast, musst Du logisch vorgehen: Über den Ausstrich potenziell holzführender Schichten gibt Dir eine geologische Karte Auskunft (es dürfen keine marinen Schichten sein); Kenntnis über die Entstehungsweise und -zeit sowie Ablagerungsraum der Schichten hilft, das Potenzial für Verkieselung oder überhaupt das Vorkommen von Bäumen bzw. Baumartigen richtig einzuschätzen. Und danach: viel Geduld!

Gruß,
Triassammler

Gucknetso:

hallo triassammler smile
sammelst du auch versteinerte-kieselhölzer in bawü??

lg siggi

triassammler:
Hallo Siggi,


--- Zitat ---sammelst du auch versteinerte-kieselhölzer in bawü??
--- Ende Zitat ---

ja, wenn mir eines unterkommt ;) Hab mich bisher auf die Löwensteiner Berge konzentriert, dort aber nur aus einem Aufschluss was Gescheites rausgeholt.

Gruß,
Rainer

quartzman:
Hallo Triassammler,
vielen Dank für die ausführliche Antwort :)
Naja, bei uns im Saarland ist es wohl nicht mehr so mit dem Suchen. Wie gesagt, das einzige was übrig bleibt ist am nahegelegenen Kieswerk (die ja selbst schon lange nicht mehr fördern), um den Kiesberg schlendern und da nach kleineren Achaten nach dem Regen ausschau halten. Dann kommt ja noch dazu das die Betriebe bis auf manche Ecken umzäumt sind. Ich springe bestimmt keinem aufs umzäunte Gelände !!!
Wie gesagt, mit etwas Glück kommt es vor das sie einen guten Schwung zum Zaun schieben. Und nach dem Regen kann man mal nachschauen fahren. Viele
kleine Achätchen habe ich schon aufsammeln können. Der Baumstamm den ich aus dem Keller habe stammt wohl aus besseren Tagen. War der den ich hier
mit Fotos reinbrachte. Wenigstens habe ich ihn zur Schleiferei geschickt und morgen soll er ja zurück kommen. Dann werd ich wieder ein Bild hir reinbringen.
Gruß
Christian

Gucknetso:
hallo triassammler :-)

sicherlich meinst du den steinbruch an der chauseestrasse smile
leider ist der schon lange mit bauschutt aufgefüllt und nix mehr mit finden soifz
und ich konnte bis dato keinen neuen aufschluss finden , in den löwensteiner bergen :-(
solltest du noch einen stelle wissen......
ich kenne eben nur noch die feldfunde hier um beilstein und um heilbronn
und öhringen.......

glg siggi

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