Hallo!
Ich war 1999 in Kimberley und Umgebung unterwegs und hab versucht nen Rohdiamanten zu bekommen. Wenn schon, denn schon!

Nichts zu machen!
Selbst die kleinen Digger, am Oranje, haben "Schiss", was verständlich ist.
Im Museum am "Big Hole" werden im Souvenirshop Diamanten in Matrix verkauft.
Erstens: Die angebotenen Stücke waren alle geklebt.
Zweitens: Die Steine waren geschliffen, auch der Kimberlit.
Drittens: Kosteten die Kimberlitbrocken mit einem Stein zwischen 200 und 300DM.
Mein Mitreisender hat für seine Freundin einen Brillianten 0,1ct in der "Tresure Box" (Schmuckladen am "Big Hole") für 120DM erstanden. Das gute Stück war etwas größer als ein Stecknadelkopf aus Glas.
Steine gleicher Qualität um 1ct kosteten ca. 10000DM. Die Größe bei 1ct ist in etwa die einer Erbse.
Ich habe dort 2 Diamanten (jeder 0,25ct) mit Einschlüssen in Dreieckschliff für 80DM gekauft. Der eine Stein ist gelblich, der andere rötlich.
Einen Brilli hat doch jeder!!

Beide Steine liegen OVP in einer schwarzen Box. Bei Interesse kann ich ja mal ein Foto machen.
Zu den Kimberliten:
Bei der Gelegenheit, hab ich noch die Bultfontein Mine in Kimberley besucht. Wir waren 10 Personen (alles Individualreisende). Die Einfahrt kostete ca.40DM pro Person . Diese Mine wird auch im Reiseführer erwähnt, da eine Einfahrt für "normale Touristen" auf anderen Minen nicht ohne weiteres möglich ist.
Dort haben wir einfach auf die Bänder gegriffen und die Hosentaschen mit Kimberlit vollgestopft. Beim Verlassen des Grubengeländes gab es keine Probleme, obwohl es uns fast die Hosen runtergezogen hat. Sicherheitskontrollen gab es für uns Touristen nicht. Seit dem ziert ein faustgroßes Stück Kimberlit meine Sammlung.
Übrigens, in Namibia sind die Kontrollen viel schärfer, da dort die Diamanten, zum Großteil, auf sekundärer Lagerstätte liegen. Also, auch die Fundchance hoher ist! Deshalb gibt es auf den namibischen Diamantenfeldern auch hohe "Gewinnungsverluste".
Viele Grüße!