@Helicat:
Dann doch lieber: Schöner Fisch von Fundstelle XX, gut erhalten
Und genau deswegen traue ich bei eBay fast keinem über den Weg. Weil die Beschreibungen fast durchweg subjektiv sind. Für einen Unkundigen kann der Fisch das tollste seit geschnitten Brot sein, weil er sowas bisher nur in Museen gesehen hat. Ein erfahrener Sammler, der diese Teile in ähnlicher Qualität schon kistenweise auf Börsen gesehen hat und auch weiß wie, wie im Gegensatz dazu ein wirklich gut präpariertes Stück von der Lokalität aussieht, sieht das ganz anders - entsprechend werden sich die Beschreibungen im Angebot je nach Verkäufer deutlich unterscheiden. Der eine eben: "Supertoller, seltener Fisch, 1 A erhalten, Museumsstück!", der andere "Gutes Belegstück in fundorttypischer Erhaltung". Letzteres liest man tatsächlich auch ab und zu bei eBay, und mit den entsprechenden Verkäufern lassen sich in der Regel realistische Geschäfte machen, die beide Seiten zufrieden stellen.
Das Problem ist doch eher, dass sich kaum mal einer hinsetzt, sein zu verkaufendes Stück eine Viertelstunde genau anschaut und sich dann um eine wertfreie Beschreibung bemüht, bevor er seine eigene Meinung hintendran setzt. Ich mag Verkäufer, die explizit auf Fehlstellen, Beschädigungen, Ergänzungen hinweisen. Das schafft Vertrauen, und man kauft eher noch einmal was von diesem Verkäufer, als wenn sich das "Museumsstück" bei Erhalt dann als Krücke herausstellt.
Die Frage des Preises ist ja auch eine Frage, wie schnell man ein Stück loswerden will. Wenn ich endlos Zeit habe, kann ich einen beliebig hohen Preis ansetzen. Genügend Werbung vorausgesetzt, werde ich irgendwann schon einen Käufer finden. Will ich das Stück aber zwecks Schaffung von Platz in der Sammlung einigermaßen zügig veräußern, sollte mein Preis ein möglichst breites Publikum ansprechen.
Gruß,
Triassammler