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Tropfstein-Klau
Conny3:
Hallo,
und ich bin die Nummer 3. Einen besitze ich aus einer alten Schulsammlung. Er sollte entsorgt werden.
Weitere Siterbildungen gab es im Geröll im Abhang unterhalb einer schon lange nicht mehr existierenden Höhle im Muschelkalk am Jenzig (siehe auch meine Seite mineralien).
Gruß Conny
loismin:
Hallo.
Da würde mich jetzt aber schon interessieren:
Was macht ihr, wenn in einem alten Bergbau der schon ziemlich zugefallen ist eine Höhle angeschnitten wurde und das meiste von den Bergleuten schon geerntet wurde, aber ein Rest noch da ist ?
Drinlassen oder mitnehmen ? ;D
Gruß
Loismin
limestone:
Hallo Loismin,
was ist denn das für eine Frage? Ich würde natürlich erst mal den Verantwortlichen suchen, dann eine Genehmigung einholen, im Mineralienatlas einen Thread zu dem Thema eröffnen und dann abwarten.
Glück Auf
Ralf
triassammler:
Hallo limestone,
auf was beziehst Du Dich genau? Auf den Verantwortlichen des Steinbruchs oder einer Denkmalschutzbehörde?
Zumindest in meiner Region schaffen die (wirtschaftlich) Verantwortlichen gern Tatsachen, bevor ggf. Verfahren zur Erforschung oder Unterschutzstellung anlaufen können bzw. der Fund überhaupt bekannt wird. Verzögerungen beim Abbau werden gefürchtet wie die Pest. Die verantwortlichen Betriebsleiter können dann behaupten, dass sie ja nicht wussten, was konkret ihre Arbeiter da gefunden und gemäß Abbauplan gleich beseitigt haben.
Bisher hatte ich noch nie das Problem, eine tatsächlich schutzwürdige Höhle entdeckt zu haben. Das waren bisher immer nur kleinere Kavernen oder enge Kluftsysteme, die schon vom bisherigen Abbau deutlich in Mitleidenschaft gezogen waren. Wie man sich dann im konkreten Fall verhält... Wenn man den Fund bei den Behörden meldet und der Abbau vorübergehend eingestellt werden muss, wie groß ist dann die Chance, dass das gute Verhältnis zur Betreiberfirma andauert? Ich glaube, bei einem außergewöhnlichen Fund würde ich das Risiko eingehen, aber wegen jeder Kaverne mit Sinter an der Wand gleich Alarm zu schlagen, wäre wohl ein wenig übereifrig und generierte Unmut beim Betreiber und Überlastung bei den Behörden.
Natürlich setzt man sich vor der Bergung von Stufen aus einer Höhle mit dem Betriebsleiter in Verbindung (könnte ja sein dass bereits ein Verfahren läuft), aber ich bin noch nie abschlägig beschieden worden.
Generell finde ich, dass man nicht um jede kleine Kammer mit etwas Sinter ein Riesengedöns machen muss - wichtiger wäre es, die tatsächlich bedeutenden Höhlen (seien sie bedeutend wegen ihrer Größe, Sinterbildungen oder paläontologischer und archäologischer Funde) besser zu schützen. Dazu gehören verantwortungsvolle und fackundige Sammler genauso wie verantwortungsbewusste Arbeiter, Firmenleitungen und nicht zuletzt die zuständigen Behörden, die ggf. einen Abbaustopp schnell anordnen, aber Personal zur genaueren Untersuchung nur verzögert abordnen und damit für den Betreiber durch die Wartezeit einen wirtschaftlichen Schaden generieren.
Genauso sind mir Fälle bekannt, wo Sammler und Betreiber, nicht aber die Behörden, von der Wichtigkeit einer Entdeckung überzeugt waren und die Dokumentation und Auswertung dann in privater Eigenregie mit Unterstützung des Betreibers erfolgte.
Das Patentrezept für den Umgang mit solchen Entdeckungen gibt es wohl nicht.
Anbei einmal 4 Bilder aus meiner Sammlungsdatenbank (sorry für die Qualität), alle 4 Stücke wurden aus Schutt in aktiven Steinbrüchen geborgen und nicht abgeschlagen. Soll man sowas liegen lassen ???
1: Aragonit-Excentriques (Maßstab 1 cm)
2: "Spiegelei-Stalaktit", der beim Auftreffen auf eine Wasserfläche zu flächigem Wuchs entlang der Wasseroberfläche überging (Maßstab 1 cm)
3: Stalagmit mit eingewachsenem abgebrochenem Stalaktit ("Makkaroni") im Hintergrund (Maßstab 10 cm)
4. Stalaktiten (aus mehreren Fragmenten wieder zusammengesetzt, Maßstab 5 cm)
Der Unterschied zur Höhlenräuberei liegt wohl darin, dass solche Funde zufällig und über Jahre zusammenkommen.
Gruß,
Triassammler
noudi:
Hallo zusammen
Für die Statistik komme ich hier nicht in Frage, da ich kein Höhlenmineralien- Sammler bin.
Nachdem ich jedoch all das hier gelesen habe, bekomme ich ein schlechtes Gewissen.
Ich habe vor ca. 5 Jahren meinen Garten umgebaut und suchte dazu noch grössere Steine.
Bei Ricardo fand ich dazumal zwei Stalaktiten, die ich zum Minimal-Preis ersteigert habe.
Der Grössere ist 1,2 m x 1,4 m x 0,7m
Der Kleinere ist 1,4 m x 0,6 m x 0,6m
Ohne mir Gedanken zu machen, stellte ich diese zwei Stalaktiten in meinen Garten
Die Herkunft ist nicht erwiesen. Sie könnten aus Ex. Jugoslawien sein.
Gruss Noudi
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