An Isarkiesel
Danke für das Bild! Du hast es zwar schon geschrieben, aber auf dem Foto sieht man ziemlich gut, daß die Fiammen wesentlich härter sind als die Matrix (Asche, Glas). Solche Unterschiede kenne ich von keinem der Dalarna-Porphyre. Die sind, soweit ich sie kenne, alle gleichmäßig fest, einige sind extrem hart.
Daher würde ich den Oslograben als Herkunftsgebiet vorschlagen. Dort gibt es deutlich weichere Ignimbrite. Zwar sind die meisten eher arm an Fiammen, aber es gibt auch Varianten mit vielen Streifen. Da die Fiammen sehr oft quarzreich sind, würde eine solche Oberfläche mit rausgewitterten Fiammen gut passen.
An Donat
Das ist aber etwas ganz Spannendes!
Ich denke nicht, daß das ein Ignimbrit ist. Es könnte aber was viel Selteneres sein, ein Sphärolith. Damit bezeichnet man kleine rundliche Gebilde, die aus radialstrahlig angeordneten Mineralen aufgebaut sind. Manchmal gibt es auch zusätzlich zu den radialstrahligen Nädelchen noch konzentrische Säume.
Der Begriff „Sphärolith“ wird in der Regel auf das ganze Gestein angewandt, das aus feinkörniger Matrix und den eigentlichen Sphärolithen besteht.
Mir sind im Geschiebe erst zwei dieser Sphärolithe untergekommen, denn die sind wirklich selten. Den schöneren davon habe ich auch leider nicht selbst gefunden.
Ich "kenne" einen Sphärolith aus dem Ragundagebiet. Das liegt, ganz grob, östlich von Östersund und westlich von Sollefteå. Dieses Gestein wird als Leitgeschiebe betrachtet.
Die Farbe Deines Fundstückes paßt in die Richtung. Kannst Du mal die dunklen Flecken genauer anschauen und beschreiben?
Für diejenigen, die den Zandstra (1999) haben: Seite 155 oben. (Das ist noch keine Bestimmung, sondern nur ein Anhaltspunkt)
Zum konkretionärer Lapilli (aus Dalarna): Alle, die ich kenne, sind eher braun bis braungrau, recht homogen gefärbt und die Lapilli zeigen eine typische harte Kernzone auf den angewitterten Oberflächen. Daher sieht dieses Stück eher nicht nach einem solchen aus.
Saxifragus