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Autor Thema: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg  (Gelesen 7081 mal)

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Offline thdun5

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Hallo,
Ich benötige Eure Hilfe.

Ich habe ein Stück in meiner Sammlung, welches ich einmal unter dem Mikroskop betrachtet habe. Dabei ist mir ein hochglänzender gefurchter schwarzer Kristall mit 0,7mm Länge in einer Art Kluft aufgefallen.
Es handelt sich um ein Stück, dass vor 1973 in der "Grube Samson" im "Bergmannstroster Gang" gefunden wurde. Auf dem Stück befindet sich noch gediegen Arsen, Calcit, Safflorit, Dyskrasit und Pyrargyrit.
Meiner Meinung nach könnte es durchaus Samsonit oder ein Spießglanz sein.

Es wäre sehr schön, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet !


Offline thdun5

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #1 am: 19 Nov 08, 14:54 »
hier noch das Bild:

Offline -M-

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #2 am: 19 Nov 08, 15:17 »
Hallo,
deiner Beschreibung nach, scheint mir Samsonit ganz gut zu passen.
Das Bild  offenbart darüber hinaus leider kaum Anhaltspunkte.
Welches "Spießglanz-artige" Min. hast du denn da im Sinn ?
( auf der Min.-liste zum FO hab ich eigentlich nichts passendes in der Richtung gefunden )

Gruß -M-

edit:  ist das der einzige x der Art an dem Stück, oder gibt es da evtl. noch ein paar "Opfer-krümel"
um evtl. weitere Parameter zu testen ? (Strich, Härte, Transparenz, etc. )
« Letzte Änderung: 19 Nov 08, 15:22 von -M- »

Offline Tobi

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #3 am: 19 Nov 08, 15:24 »
Da scheint er Recht zu haben: Sehr kleiner, länglicher Kristall, längs gestreift, metallisch glänzend, Herkunft Grube Samson ( ;)) das könnte in der Tat Samsonit sein.

Offline thdun5

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #4 am: 19 Nov 08, 15:27 »
In dem Buch "Mineralienfundstellen im Harz" ist allgemein zu St. Andreasberg noch Antimonit aufgeführt, der aber hier im Lexikon nicht mit aufgefürt ist. Von Baia Sprie sieht der Antimonit  genauso aus.

Samsonit wäre für mich schon das Beste  ;D

Offline -M-

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #5 am: 19 Nov 08, 15:37 »
Antimonit wäre - im Gegensatz zu Samsonit - milde / biegsam. (ließe sich rel. einfach mit ner Nadel unter´m Bino testen )
Ansonsten vlt. noch Miargyrit - der kann äußerlich sehr ähnlich aussehen. Würde aber eigentlich auch am ehesten von
Samsonit ausgehen. (solange nicht analaysiert nat. trotzdem mit -?- )

Gruß -M-

Offline anatasi

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #6 am: 19 Nov 08, 16:02 »
Hi Leute, wie war denn das mit dem Samsonit? Gab es da nach dem Originalfund überhaupt je noch einmal ein Krümelchen zu finden??
Glück Auf
anatasi

Offline -M-

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #7 am: 19 Nov 08, 16:57 »
Das kann schon sein, daß danach keiner mehr gefunden wurde - wenn ich mich nicht irre, war die Grube, nach dem Fund
aber auch nicht mehr lange in Betrieb. Im Übrigen geht man wohl auch davon aus, daß Samsonit vor seiner Entdeckung
als eigenständiges Min., sehr wahrscheinlich oft für Miargyrit gehalten wurde...

Gruß -M-

Offline thdun5

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #8 am: 19 Nov 08, 17:08 »
Hier noch zwei andere Bilder von diesem Stück:

Auf dem ersten Bild (ca. 8mm) befindet sich meiner Meinung nach in der Bildmitte im rechten Teil ein strahliger Spießglanz (vermutlich Antimonit, der sich etwas leicht biegen lässt).
Das zweite Bild (ca. 4mm) zeigt den Bereich, in dem sich der fragliche Kristall befindet.
Durch das Bino ist es nicht besonders leicht, die ausreichende Tiefenschärfe hinzubekommen, daher bitte ich um Entschuldigung.

Und noch eine andere Frage:
Aus welchem Gang stammt der Samsonit-Originalfund?

Offline -M-

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Offline thdun5

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #10 am: 19 Nov 08, 17:18 »
aus "Mineralienfundstellen im Harz":

" 1908, zwei Jahre vor Schließung der Grube Samson, entdeckte der Berginspektor WERNER ein unbekanntes, stahlschwarzes Mineral, das den Namen Samsonit (WERNER & FRANZ 1910) erhielt und als große Rarität gilt, da es nirgends auf der Erde wieder aufgefunden wurde. Für dieses Mineral wie auch für den Breithauptit (FRÖBEL 1840) ist St. Andreasberg die Typlokalität "

Offline cmd.powell

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #11 am: 20 Nov 08, 02:38 »
Wurde Samsonit nicht auch irgendwo in den Anden gefunden, Bolivien oder Peru ? Das man den auch in Cobalt gefunden hat, ist mir neu - hey, da fällt mir ein, das ich auf einer Stufe aus Cobalt auch noch nicht näher bestimmte dunkelgraue, spießige Kriställchen habe. Naja, aber an Samsonit will ich da noch nicht glauben.
Angeblich soll Samsonit auch nach der Stillegung der Grube Samson auch noch auf den Halden gefunden worden sein. Wenn Du da tatsächlich einen haben solltest, Glückwunsch, wäre dann auch ein recht hübsches Kriställchen und nicht irgendein Bruch auf einer Nadel - der Systematik halber. Aber daran würde ich erst nach einer Analyse glauben wollen.

Offline thdun5

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #12 am: 20 Nov 08, 15:59 »
Wieviel kosten denn solche Analysen? Und wo muss man sich da hinwenden (Institute, Materialforschung...)?

Offline stollentroll

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #13 am: 20 Nov 08, 16:04 »
Bei dem Material würde ich eine EDX-Analyse empfehlen, da bekommst du halbquantitativ die chemische Zusammensetzung, und die ist ja sehr charakteristisch bei Samsonit. Die kann man schon für 15 - 20 Euro machen lassen.

Glück Auf

Offline raritätenjäger

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Re: Bestimmung von Grube Samson / St. Andreasberg
« Antwort #14 am: 21 Nov 08, 12:33 »
Hallo,

Dem ist zuzustimmen! Sieht auf jeden Fall aber interessant aus. Samsonit kam glaube ich aus Peru noch welcher, auf jeden Fall aber aus Schweden und von Pribram/Böhmen.

Gruß
Andreas

 

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