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Gesteinsdatenbank

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Stefan:
Das Ziel ist es doch u.a. so wie wir Mineralien in ihrer typischen Form mit Fundstellen verbinden, auch Gesteine mit Fundstellen zu verbinden. Es geht uns neben der Klassifizierung der Gesteine doch auch darum zu wissen welche Gesteine kommen an einer Lokation vor, welche Gesteine sind für uns interessant, wo ist was zu erwarten.

Wenn wir eine Fundstelle beschreiben ist es doch ein leichtes noch ein paar Bilder der Vorkommenden Gesteine mit zu dokumentieren. Eine Gesteinsdatenbank die industrielle Zwecke verfolgt um den besten Bodenbelag zu finden ist sicher nicht unser Ziel.

Im Prinzip ist es völlig analog der Mineraldatenbank
- Jedes Gestein ist erst mal ein einzelner isolierter Datensatz
- Über Systematiken werden Gesteine gruppiert
- Jedes Gestein hat bestimmte Eigenschaften
- Jedes Gestein hat bestimmte Fundorte -> Verknüpfung zu den Fundstellen
- Jedes Gestein hat einen bestimmten Mineralbestand -> Verknüpfung zu den Mineralien
- Zu den Gesteinen gibt es Bilder -> Verknüpfung zu den Bildern

Was ich hier vermisse ist der praktische Ansatz. Es wird viel über Sinn und Unsinn diskutiert aber keine praktischen Fortschritte erzielt.

Daher ganz konkret die Frage: Welche Eigenschaften sollten Dokumentiert werden und welche Werte können diese Eigenschaften annehmen. Daraus baue ich dann eine Tabelle auf, das ist dann der erste Grundstock, der für Verbindungen heran gezogen werden kann. Dieser Grundstock kann dann ggf. um weitere fehlende Eigenschaften erweitert werden.

Im ersten Schritt ist die Gruppierung der Gesteine nicht so wichtig. Systematiken können wie bei Mineralien auch später darüber gelegt werde und beliebig erweitert werden.

Gruß Stefan

trommeln:
Stefan, du gehst also vom Gestein aus.. ich würde vom Fundort ausgehen - den Fundort kennt man, das Gestein meist (noch) nicht

smoeller:
Hallo,

@Stefan:

Folgende Eigenschaften zuerst:

-Name des Gesteins (hier in jedem Fall den vollständigen Namen (z.T. Talk-Chlorit-Schiefer oder Jadeit-Phengit-Gneis, da Begriffe wie "Schiefer" oder "Gneis" nur Gefüge angeben, bei Schiefer kommen zusätzlich zu den metamorphen noch sedimentäre Gesteine (Posidonienschiefer z.B.) dazu). Man könnte diese Begriffe aber mit in die Datenbank aufnehmen und über Links mit den entsprechenden Seiten verbinden.
-Gefüge (massig, Schieferung/Schichtung usw., aber auch Gleichmäßigkeit (z.B. porphyrisches Gefüge))
-Korngröße
-typische Minerale (ein Punkt, bei dem gerade bei einigen Metamorphiten wohl kaum eine Vollständigkeit erzielbar ist, da ihr Mineralbestand von Lokalität zu Lokalität wechselt), bei Sedimentiten typische Fossilien.
-bei Magmatiten Farbzahl (Anteil dunkler Minerale).
-Klassifikation (Streckeisen, Fazies, TAS, Geochemie)
-Magmatite: Herkunft, Differentiation, Quelle;Metamorphite: Ausgangsgestein (Protolith), Sedimente: chemisch, biogen, physikalische Verwitterung
-Typische Lokalitäten, an denen das Gestein beobachtet werden kann (auch typische, für Exkursionen oder Touren interessante oder historisch bedeutsame (z.B. Originalfundort) Aufschlüsse)

Glück Auf!
Smoeller

Isarkiesel:

--- Zitat von: trommeln am 16 Dec 08, 09:54 ---Stefan, du gehst also vom Gestein aus.. ich würde vom Fundort ausgehen - den Fundort kennt man, das Gestein meist (noch) nicht

--- Ende Zitat ---

Hi,

Du gehst stillschweigend davon aus (wenn ich Dich richtig verstehe), dass die Datenbank unter anderem auch als Bestimmungshilfe dienen soll. IMHO wird das nicht funktionieren. Die Bestimmung eines Gesteins kann sehr einfach sein, ist es aber in der Mehrzahl der Fälle nicht. Auf keinen Fall funktioniert sie über einen einfachen Vergleich eines Fundes mit einer Abbildung - da gibt es zu viele Irrläufer.

Gruß,
Holger

Stefan:
Natürlich wird die Datenbank auch als Bestimmungshilfe dienen und das auch sehr effektiv.

Meist hat man eine Lokation und ein dort gefundenes Gestein. Ein Blick in den Fundort und ich habe Vergleichsbilder der dort vorkommenden Gesteine. Dann eine Bestimmung anhand von Bildern durchzuführen dürfte nicht mehr so schwierig sein.

Gruß Stefan

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