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Gesteinsdatenbank

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trommeln:
Wer weiss von euch, wie man ein Gestein bestimmt?
Wem darf man trauen? einem Gesteinspfad? einem Steinmetz? Der Uni, die einem eine Untersuchung macht? Wer bezahlt die Untersuchung?
Wie genau muss der Stein beschrieben werden?

Beispiel: Ich sehe eine Felswand, die aus Kalk besteht.
Was kann ich tun?
Ich kann ein Foto der Wand machen und sie auf einer Karte einzeichnen. Ich kann dazu schreiben, dass es Kalkstein ist. Und dann? Ev. ist der Kalk von Linien durchzogen.. ev. irgendwo heller oder dunkler.. ev. gibt es eine Schicht die über oder unter dem Kalk liegt..

Sag Stefan.. was hättest du in diesem Fall gern?

Stefan:
Wenn Du das Gestein nicht kennst wirst Du das Bild nur der Fundstelle zuordnen und keinem Gestein.
Ist halt dann ein Fundstellenbild wie jetzt auch.
Gruß Stefan

trommeln:
ok.. und das kommt in das Lexikon, oder machst du da eine neue Datenbank auf?

-M-:
Hallo,

@ Trommeln - "...wer weiß von euch, wie man ein Gestein bestimmt?" - verstehe die Frage nicht so recht,
zu wissen, wie man ein Gestein bestimmt, heißt ja noch nicht, daß man die Bestimmung auch tatsächlich
durchführen kann.
In der Praxis dürfte es die Regel sein, daß ein Gestein nicht ohne weiteres vollständig und exakt zu
bestimmen ist. Eine mehr oder weniger weit reichende, aber dafür rel. sichere Einordnung kann z.B.
mittels so eines Bestimmungsschlüssels im Prinzip jeder erreichen.
In deinem Bsp., könntest du :
- den (nicht genau bestimmten) Stein dem Fundort zuordnen
- den (nicht genau bestimmten) Stein - einer der Gruppen oder gar Familien zuordnen, bis zu der du
ihn sicher einordnen kannst - in deinem Bsp. dann eben - z.B. den Kalksteinen
"...Wie genau muß der Stein beschrieben werden - na, generell so genau wie mgl.natürlich -
eine Beschreibung gibt doch nur Fakten - und die sollten ja gesammelt werden.
Mit ner Beschreibung - so sie denn mglst. objektiv ist - kann man im Grunde nichts falsch machen,
man sollte aber nat. darauf achten, daß man Beobachtungen nicht mit Deutungen vermengt.

Zu der Frage "...Wem darf man trauen ?" - wem traust du denn bei Mineral-bestimmungen ?
(ist doch im Prinzip dasselbe)

Gruß -M-

Isarkiesel:
Hallo,

nachdem nun einige Zeit vergangen ist (und alle Beteiligten Gelegenheit hatten, sich zu beruhigen ;D), möchte ich doch noch etwas (hoffentlich) Produktives beitragen:

Wie aus der bisherigen Diskussion imho hervorgeht, besteht eines der Probleme bei einer systematischen Gesteinsdatenbank in der Vielzahl potentiell zu berücksichtigender Gesteine, die es u.a. schwer macht, eine "Liste der häufigsten Gesteinsnamen" zusammenzustellen.

Vorschlag zur Lösung: Man beginnt bei der Erstellung der Datenbank nicht mit einer Auflistung von Spezies (=einzelnen Gesteinsnamen), sondern versucht zunächst, generische Gruppen zu definieren und zu beschreiben. Unter diesen generischen Gruppen können dann spezielle Vertreter beispielhaft in aller Ausführlichkeit beschrieben werden, ohne dass unbedingt der Eindruck entsteht, diese Beispiele seien unbedingt als repräsentativ anzusehen.

Nun könnte man einwenden, dieser Ansatz würde das grundsätzliche Problem nur "eine Ebene weiter nach oben" verschieben: Immer noch besteht die Notwendigkeit, eine Liste zu produzieren, mit der man beginnen kann. Und dieselben (oder doch ähnliche) Schwierigkeiten, die bereits diskutiert wurden, bestehen natürlich auch hier. Dennoch: Da der Umfang der Liste zunächst einmal kleiner würde, glaube ich, dass man diese Schwierigkeiten leichter in den Griff bekommen könnte.

Als Beispiel für eine solche generische Einteilung füge ich hier eine Liste an, die im Wesentlichen auf einer Arbeit von Meyer-Marsilius im Aufschluß 1981, 32, 155, beruht, von mir aber an verschiedenen Stellen geändert und ergänzt wurde. Kritik und Änderungsvorschläge sind willkommen; insbesondere die Gliederung der Metamorphite bedarf einer kritischen Durchsicht.

Gruß,
Holger

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