https://www.mineralbox.bizhttps://crystalparadise.de/Die 60. Rhein-Neckar-Mineralienbörse

Autor Thema: Sandrosen "färben"  (Gelesen 8143 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Xyrx

  • ***
  • Beiträge: 393
  • Steine sind auch irgendwie wie fühlende Wesen....
    • Edelsteinzauber
Sandrosen "färben"
« am: 03 Jan 09, 18:35 »
Hallo,

Sandrosen haben bergungsbedingt Schlagstellen. Diese sind deutlich als hellere Stellen am Mineral sichtbar. Empfohlen wird das Einlegen in Cola um diese Stellen zu kaschieren, was auch prächtig funktioniert (ca 14 Tage Einlegzeit). Doch was wirkt da eigentlich? Die Phosphorsäure in der Cola, der Farbstoff, der Zucker? Ich tippe auf die Phosphorsäure. Wenn ich nun die Säure direkt einwirken lasse (vielleich 5%ig), kann ich die Einwirkzeit verringern? Ich kanns probieren, aber ich habe weder Phosphorsäure grade parat, noch Sandrosen übrig. Und daher frage ich hier nach euren Erfahrungen. Klar werde ich demnächst Versuche anstellen. Und hier berichten. Doch wenns schon jemand probiert hat....

Viele Grüße
Xyrx

Tapir

  • Gast
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #1 am: 03 Jan 09, 18:47 »
Ich denke dass es hauptsächlich die Lösung durch das Wasser, kombiniert mit dem Farbstoff ist.....

Phosphorsäure greift Calciumsulfat nicht wirklich merklich an, oder?

Offline Goldi85

  • ******
  • Beiträge: 1.177
  • go ahead, make my day!
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #2 am: 03 Jan 09, 18:55 »
Hallo,

würde ich auch so sagen... aber gehört habe ich davon noch nicht. Wird dann nicht die gesamte Oberflächenstruktur auf den Kristallen verändert? Also mir wäre so eine Veränderung aus Schönheitsgründen zuviel. Dann lieber mit kleineren Schäden.

Gruß  Daniel

Tapir

  • Gast
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #3 am: 03 Jan 09, 18:57 »
Oder zur Not wie bei einem normalen Salat: Essig und Öl ;D

Offline Xyrx

  • ***
  • Beiträge: 393
  • Steine sind auch irgendwie wie fühlende Wesen....
    • Edelsteinzauber
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #4 am: 03 Jan 09, 19:43 »
Nun ja, prinzipiell gebe ich euch recht.

Doch Otto-Normalesoteriker will eben perfekte Sandrosen, nicht mit erkennbaren Schlagstellen. Ob am Stein dann "behandelt" steht, ist egal. Klar deklariere ich die Behandlung. Doch wenn schon, dann richtig behandelt.

Viele Grüße
Xyrx

Offline zippy

  • Sponsor 2025
  • *
  • Beiträge: 111
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #5 am: 03 Jan 09, 20:03 »
Hallo Xyrx,

der in der Cola enthaltende Farbstoff Zuckercouleur scheint die Stellen zu kaschieren.
Der Farbstof wird häufig bei Lebensmitteln verwendet.
Näheres hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Zuckercouleur

Gruß
Zippy

Offline caliastos

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.569
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #6 am: 03 Jan 09, 21:01 »
Doch Otto-Normalesoteriker will eben perfekte Sandrosen, nicht mit erkennbaren Schlagstellen.

dazu fällt mir nur eines ein, auch wenn's manchen nicht gefallen wird:

der Otto-Normalesoteriker ist auch dämlich genug zu glauben eine makellose stufe hat besondere energien. selbst die optisch perfekterste stufe hat fehler bis zum abwinken, nur nicht ohne tricks sichtbar. und wie eine behandlung sich nicht auf die "energetische wirkung" auswirken soll ist auch eigenartig.


was ich bei dem einlegen vermute ist, daß die cola in die haarrisse wandert, die säure etwas die oberfläche anrauht und das farbliche endergebnis der naturfarbe ähnelt.

Offline Xyrx

  • ***
  • Beiträge: 393
  • Steine sind auch irgendwie wie fühlende Wesen....
    • Edelsteinzauber
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #7 am: 04 Jan 09, 20:55 »
Hallo,

da sind wir uns mal vollkommen einig  :)

Jetzt habe ich einen "Superstein" zum Bestimmen in die Hand bekommen: weißen Thulit! Ich lach mich krank. Als ob stinknormaler Zoisit immer als Thulit bezeichnet wird, auch wenn kein Atom Mangan in Stein ist. Natürlich gibt es auch den roten, gelben, grünen und farblosen Thulit. Gern auch als Trommelstein. Ideen muß man eben haben für den Absatz der Steine, mir sträuben sich die Haare! Aber das nur am Rande, gehört eigentlich nicht in dieses seriöse Forum.

Viele Grüße
Xyrx

Offline couchmolch

  • inaktiver User
  • ***
  • Beiträge: 120
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #8 am: 08 Feb 09, 17:47 »
Hallo, zusammen,

die Schlagstellen von Sandrosen werden so "beseitigt". Einfachste, effektivste und billigste Methode.

Einlegen der kompletten Sandrose in Sonnenblumenöl ca. 30 min.

Danach einlegen in Prilwasser. Dies löst das Öl wieder ab.

Anschließend hben die Sandrose und die Schlagstellen eine einheitliche Farbe Dabeigesagt sei aber, das die Gesamtfarbe geringfügig dunkler wird.

Ich denke, eine große Sandrose in der Privatsammlung darf ohne weiteres so geschönt werden, da meistens nur Dekoobjekt.

Aufpassen sollte man allerdings beim Kauf und Verkauf, wobei man Stücke , die man verkauft, garnicht erst so behandeln sollte.

Beim Kauf kann man ein Schönung erkennen, das Sandrose und Bruchkanten die gleiche Farbe haben. Abgebrochene Kanten sind im Urzustand immer heller.

Couchmolch

Offline Helicat135

  • ***
  • Beiträge: 494
  • Master of Disaster
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #9 am: 08 Feb 09, 18:51 »
Hallo,

da ich auch einige mhr oder minder angeschlagene Sandrosen habe, lese ich das Thema hier immer mal wieder.
Nur eine Frage zum Öl: auch, wenn das Pril es wieder ablöst: irgend eine Restmenge muss ja bleiben, sonst keine Farbänderung.
Wird das nicht ranzig?!?

Grüße.

Offline couchmolch

  • inaktiver User
  • ***
  • Beiträge: 120
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #10 am: 08 Feb 09, 19:01 »
Hallo,

nee, das wird nicht ranzig. Äußerlich geht alles ab. Wahrscheinlich sind die Sandrosen äußerst feinporig.

Habe im Wohnzimmer so ein 30kg-Teil seit mehreren Jahren liegen. Die Rose ist auch so behandelt.
Wäre ohne halb so schön.

couchmolch

Offline caliastos

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.569
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #11 am: 08 Feb 09, 19:35 »
äußert feinporit ist witzig.

sandrosen sind an sich durch gips und calcit verkittete sandkörner. poren noch und nöcher

Offline couchmolch

  • inaktiver User
  • ***
  • Beiträge: 120
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #12 am: 08 Feb 09, 19:58 »
Hallo,

also, wenn ich mir meine Sandrosen, ob behandelt oder unbehandelt anschaue,

kann ich bei den meisten Bruchflächen keine Poren erkennen. Mit dem Mikroskop vielleicht.

Also, wenn ich mit dem Auge keine Poren erkennen kann oder mir den Fingern erfühlen, kann ich mit natürlich von äußerst feinporig reden.
Äußerlich machen diese Sandrosen alle einen grobkörnigen Eindruck. Im Innern sieht es bei den meisten schon ganz anders aus.

Sicherlich gibt es auch Sandrosen aus Spanien (grau) und evtl. anderen Fundstellen. Diese sind aber in der Minderheit. 99,9 % der Sandrosen
dürfen aus Tunesien und dem angrenzenden nördlichen Afrika stammen.

caliastos: Ich sammle schon seit über 30 Jahren Mineralien, bin nicht dumm und hab keinen Sehfehler. 

couchmolch


Offline Helicat135

  • ***
  • Beiträge: 494
  • Master of Disaster
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #13 am: 08 Feb 09, 20:05 »
Bevor ihr euch wieder fetzt  :-\:

ich werde es mal probieren mit dem Öl.
Habe noch eine kleine Sandrose aus Tunesien, Habe sie zu Beginn meiner Sammelzeit geschenkt bekommen. Sie ist fast vollständig rund und - wenn ich´s mir so überlege, sind wohl alle Blättchen abgeschlagen.
Kann das sein oder gibt es solche Variationen?
Habe die schon mehrfach gesehen aber andereseits kenne ich auch sehr viele mit sehr langen Blättern...  ???

Offline caliastos

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.569
Re: Sandrosen "färben"
« Antwort #14 am: 08 Feb 09, 22:22 »
porosität muss man nicht sehen können, damit sie da ist.  ;D

andernfalls würde es mit dem öl auch nicht gehen.


aber: könnte man mal das interpretieren von aussagen lassen, die nicht direkt ansprechen? da wird man noch irre bei.  >:(



 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge