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Achate Marokkos - wem gehören die eigentlich?
DonMineral:
Vielleicht miuss ich mich mal an die Schweizer wenden, die sind vielleicht nicht so auf ihre gesammeltes Fachwissen bedacht.
Ist das wirklich so schlimm, wenn man sein Wissen preisgibt an andere...man kann doch auch eine Cooperation bilden, dass man sein Wissen einbringt und beim Aufbau hilft, dafür liefert der andere Part das Material und verkauft es an keinen anderen..das gibt es doch auch in anderen Geschäften.. Beim Teppichknüpfen geben hier auch die alten Frauen ihre Kunst an die jungen weiter
Gruss Don Ronaldo
schleifer:
Hallo Ronaldo
Ich kann doch hier Teppichknüpfen in einer Familie nicht mit dem Know How des Schleifens vergleichen, zumal es hier doch darum geht, daß mein erarbeitetes Können nicht umsonst weitergegeben werden kann, noch dazu an Personen die für die Zukunft meine Konkurrenz bedeuten.
Wenn jemand das Schleifen richtig erlernen möchte, sollte er sich um einen Ausbildungsplatz bei einer entsprechenden Schleiferei bemühen. Denn es gehört nicht nur das Dranhalten eines Steines an eine Scheibe zum Können sondern auch die damit verbundenen Grundlagen. Diese sind nunmal nicht in einem 14 tägigen Crashkurs zu erwerben.
Gruß Robert
trommeln:
Die Schweizer geben gerne weiter was sie übers Trommeln wissen *lach
aber wir haben keinen Achat im Land... und ich kenne niemanden, der Steine bearbeitet.. tut man allles in Idar-Oberstein machen lassen..
Schweizer-Arbeitszeit ist wohl die teuerste überhaupt...
caliastos:
auch die schweizer werden wohl ähnlich verfahren. ein schönes beispiel sind auch da chinesen. produkpiraterie ist da auch sehr verbreitet, preisgegeben wird aber auch da nichts.
bei den schleifern ist es so, dass die natürlich ab und an tricks verraten. nur kaum für kommerzielle zwecke. ist überall so. du kannst dir ein auto kaufen, aber der hersteller wird dir nicht die farbrezeptur verraten oder andere technische daten. oder McD, klassisches beispiel ist die von vielen begehrte süs-sauer-soße. wird nur für diesen kunden produziert, für niemand sonst, niemand gibt das rezept preis außer an nachfolger, die sich erst beweisen müssen. das ist immer das kapital der wissenbesitzer. mit einem namen allein verdient man nicht zwangsläufig geld.
was man nicht patentrechlich vor unerlaubten nutzen schützen kann bleibt geheim. wenn man sich die patentverletzungen ansieht weis man auch warum.
das ganze war schon immer so, selbst vor jahrhunderten haben die großen meister manche geheimnisse für sich behalten.
was auch ein gutes beispiel ist, ist die erdölindustrie. die rücken auch viele ihrer daten nicht raus. oder die kali & salz. haufenweise geologische erkenntnisse. aber die werden um kein geld der welt herausgegeben. die nötigen geologen werden dort angelernt und tragen ihr wissen mit sich herum. das gesamte firmenwissen bleibt aber unter verschluss. unabhängig von den kosten.
schleifen ist ein lernprozess und keine "see and do nummer". dazu braucht es erfahrung und investment und die zeit wissen zu vermitteln und zu sammeln. von jetzt auf gleich geht das nicht. jeder schleifer hat entsprechend aufwand betrieben um sein wissen zu sammeln, welches er nicht verschenken wird um sich konkurrenz zu produzieren.
triassammler:
--- Zitat ---dass man sein Wissen einbringt und beim Aufbau hilft, dafür liefert der andere Part das Material und verkauft es an keinen anderen..das gibt es doch auch in anderen Geschäften..
--- Ende Zitat ---
Entschuldigung, ich will keine Vorurteile verbreiten, aber nachdem ich das Geschäftsgebaren marokkanischer Händler in St. Marie, München und auf anderen Börsen gut kenne, wäre ich seeeehr misstrauisch, was irgendwelche Verschwiegenheitsverpflichtungen angeht.
Nach der Diskussion um die Echtheit eines Meteoriten ("Nice choice, but here is bigger one, much better specimen!" [Basalt mit Wüstenlack] wurde das von mir ausgesuchte kleinere, echte Stück mit dem Kommentar "You get it for half price, ok?" gewogen. Den half price habe ich bekommen - dafür war die Waage dahingehend manipuliert, dass sie das doppelte Gewicht angezeigt hat!
Mein Eindruck: Ich kriege die Story vom Pferd erzählt, hauptsache, ein Geschäft kommt zustande. Das soll jetzt keinesfalls unterstellen, dass sich DonMineral nicht von sich aus bemühen würde, Abmachungen einzuhalten, aber schlussendlich muss jeder einzelne Arbeiter bzw. Know How-Träger dazu verpflichtet werden, und ich würde mich wundern, wenn sich alle daran hielten...
Was macht man, wenn ein angelernter Schleifer sich mit dem erworbenen Know How selbstständig machen will? Schließlich kann man ihm nicht verbieten, das Erlernte auch weiterhin anzuwenden. Im Technologiesektor kann ich ausscheidenden Mitarbeitern die Mitnahme von firmeneigenen Blaupausen, Programm-Quellcode etc. verbieten, und/oder eine befristete Mitbewerberklausel in den Vertrag einbauen (keine Beschäftigung bei einem anderen Unternehmen des gleichen Sektors für einen Zeitraum von n Jahren ab Ausscheiden) aber was der Mitarbeiter im Gedächtnis hat, kann ich nicht zurückhalten.
Schließlich verpflichten sich auch chinesische Subunternehmer ausländischer Firmen zum Schutz von Betriebsgeheimnissen - und hintergehen ihren Contractor bei der erstbesten Gelegenheit, sobald es für sie opportun ist.
Zweifellos erklärt sich dies nicht aus Bosheit, sondern eher aus kulturellen Unterschieden, die man auch nicht verurteilen oder abwerten kann, es ist eben so. Aber die Fakten bleiben bestehen...
Gruß,
Triassammler
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