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Achate Marokkos - wem gehören die eigentlich?
Ralf:
--- Zitat von: triassammler am 17 Jan 09, 02:53 ---Wenn ich Ralfs Rechnung richtig verstehe, sind max. 2% der Achate marktfähig, der Rest ist naturbedingt Ausschuss? Und diese 2% kosten dann 20,- €?
--- Ende Zitat ---
Das betrifft natürlich bekannte Fundorte, von denen massenhaft Material auf dem Markt ist. Für ein außergewöhnliches Stück werden auch sehr gute Preise gezahlt. Dennoch bleibt es im günstigsten Fall ein Nullsummenspiel.
Bei neuem Material sieht die Sache schon etwas günstiger aus.
Ansonsten gebe ich Dir vollkommen Recht.
caliastos:
na aber selbst neues oder selten angebotenes material hat so seine macken was den absatz betrifft. habe hier auch diverse schöne, rissfreie und auch große stücke aus nun wirklich selten angebotenen fundorten. insgesamt schon seid 2003. von den doppelten hälften, die ich an sich zu eigenkosten abgebe ließen sich bislang 2 stücke verkaufen.
ist auch so nicht einfach. und dann eben wie schon erwähnt die qualitäten. solange nicht eine bestimmte qualität kommt kann man den verkauf vergessen. man kann dann froh sein die kosten reinzubekommen. gewinn ist utopisch. was ich gemerkt habe wenn man rohsteine kauft ist, dass der kauf von kg-ware ein problem darstellt. sucht man nicht selber jedes stück einzeln aus, so hat man wirklich bestenfalls die besagten 20% gutes material. und selbst da sind nicht immer treffer dabei. anders gesagt: kauf so 10kg und dir bleibt ca. 1kg schleifwürdiges material. und das muss erst den verlust und die kosten einbringen um gewinn zu schaffen. auf die art wird das nichts.
allerdings kenne ich auch ein gegenbeispiel von einem bekannten, der selber sammelt. dieser nimmt nur material mit, welches gut aussieht und lässt den rest zurück. selber wähle ich davon nun wieder gutes material aus. das ergebnis: bislang sind es 80% gutes material, dass schleifwürdig ist. dennoch wird man stücke nicht so einfach los, aber in der hinsicht ist das auch egal.
wenn ich nun sagen wir 20€ für 1kg material hinlegen muss, von dem 10% schleifwürdig ist, dann verliert man viel geld. da zahle ich lieber die 30€ für 80% gutes material. beides dennoch für hiesige verhältnisse stattliche preise.
nun die frage: bei wem würdest du selber kaufen?
bisher habe ich überall, wo die qualität passte und man selber durch aussuchen diese steigern konnte mehr gekauft. fehlt die option des aussuchens ging das schon ziemlich zurück. blinde kg-käufe wurden meist wieder eingestellt, wenn die qualität nicht passte.
alles ist auch immer eine frage der qualität. wenn diese nicht stimmt kauft keiner. aber qualität hat nunmal ihren preis. egal in welchem land.
DonMineral:
@ralf
du erinnerst dich richtig, wir hatten schon 2006 einen regen Schriftwechsel über eine Zusammenarbeit und Belieferung, die leider aus verschiedenen im Geschäftsleben üblichen unterschiedlichen Meinungen nicht zustande kam. Das ist öfter so und an sich nicht weiter tragisch..
Mein Grunddenken in dieser Thematik hat sich aber nicht geändert. Dass nicht alle alte Hasen mit Jahrzehntelangem gepflegten Fachwissen hallo rufen und hierher kommen habe ich auch nicht erwartet..aber das ist ein Forum und man kann ja suchen und Diskutieren..es gibt ja nicht nur 3 die in Deutschland Achate schleifen irgend einen oder einige werde ich vielleicht finden wollen wir wetten.
Deinen Wunsch nach Fundorten gehe ich nach..und werde mal an anderen Stellen suchen . Die Achatgtegend zieht sich von Ahouli in Richtung Boulmane da haben sie was gefunden...
wenn es soweit ist werde ich mich melden.
Gruss Don Ronaldo
caliastos:
aber generell nicht vergessen:
egal ob alter oder neuer fundort, in beiden fällen sollte die qualität stimmen wenn man was draus machen will. schlecht vorsortiertes material bringt absolut nichts. zudem lohnt auch immer ein zweigleisiges fahren. nur verarbeitetes material zu exportieren macht das ganze nicht unbedingt attraktiver. für mich selbst wird das sogar zunehmend unattraktiv. inzwischen steht für alle achate, die ich mir früher mal gekauft hatte eine überarbeitung der politur an. die alte kann ich nicht mehr sehen. früher ist es einem nicht so aufgefallen, aber inzwischen kaufe ich nur noch wenig material verarbeitet. der schliff ist meist lausig und das nacharbeiten sollte sich noch lohnen.
deinen optimusmus in sachen schleiferwissen will ich ja nur ungern trüben, aber die chance jemand zu finden, der dir das einfach so verrät wird gering sein. wie ralf sagte, so hat doch jeder schleifer seine persönlichen taschenspielertricks, mit denen er sich gegenber der konkurrenz behauptet. die würden einen teufel tun und diese verraten. man sägt nie den ast ab auf dem man sitzt. die meisten werden dir vermutlich die standarttechniken erklären und das wars. die findet man auch hier im forum. damit kommt an sich jeder weiter. schleifen und schneiden ist nicht die kunst. das schafft jeder halbwegs begabte handwerker. die kunst liegt in der politur. zwar gibt es auch hier standarts für material xy, aber das ist nur ein bruchteil des möglichen.
versetze dich mal in die lage eines schleifers und stelle dir die frage ob du einfach so deine erkenntnis aus 10 jahren kostspieliger experimentiererei jemand anderen verraten würdest, der plant kommerziell zu arbeiten. vermutlich würdest du das auch nicht so einfach rausrücken. dieses wissen ist das kapital der schleifer. genausogut könnte man bei coka cola um das rezept des gleichnamigen getränkes bitten. das macht keiner, da man sich somit nur selbst ein ei legt.
unabhängig davon wäre brauchbares und preislich korrektes rohmaterial aus marokko noch weiterhin interessant. halt nur kleine mengen für den privatgebrauch.
Vega:
unabhängig davon wäre brauchbares und preislich korrektes rohmaterial aus marokko noch weiterhin interessant. halt nur kleine mengen für den privatgebrauch.
ich denke du müsstest sowieso klein anfangen .. ein paar trommelsteine und paar stücke würde ich auch nehmen ..
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