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Schwarz Weiß Granit?

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Blackminer:
Jetzt mal ganz unbedarft in die Runde geworfen! 

Lt. R.Walter "Geologie von Mitteleuropa" S. 209, sind nicht unwesentliche Teile des Odenwalds aus flasergranitoiden Gesteinen aufgebaut.
Solch ein Gestein liegt doch nahe! 
Nach meinem Verständnis ist das ein Granit oder Granodiorit, der etwas Metamorphose "abbekommen" hat und für den es zum Gneis "nicht gereicht hat".

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---Solch ein Gestein liegt doch nahe!
--- Ende Zitat ---
 

da würde ich mich nicht dagegen wehren, wobei Gesteinsbestimmung via Foto schon echt problematisch ist  ;). Der Ilmenit würde jdenfalls da gut reinpassen.

Gruß
Berthold

minuwe:
Hallo Berthold, alles richtig was du schreibst. Habe den alten Schinken  ;) nur zitiert, weil da der "Ilmenit" im Odenwald als besonders eisenreich beschrieben wurde und- sorry- 30 Gewichtsprozente Unterschied zu anderen Fundstellen, dazu reichen die alten Verfahren allemal. Ilmenit ist nicht falsch, aber eben recht ungenau, da bereits die letzten 200 Jahre der Ilmenit in Untervarietäten untersetzt ist. Dabei ist egal, wenn alle paar Jahre sich die Bezeichnungen ändern. Und es gehtt hier nicht unbedingt um Gemische, sondern Mischkristalle. Wenn es jetzt schon nur noch für die gesamte Gruppe "Ilmenit" gibt, gibt es in zehn Jahren womöglich nur noch "Eisenmineral"  ???  Du verstehst, was ich meine? Wir sind doch sonst so peniebel. Und trotzdem: entkräfte, dass reiner Ilmenit nicht magnetisch ist, hier bleibt ein Haushaltmagnet hängen. Deshalb behaupte ich weiter: Mischkristalle.

Es dreht sich hier ja, wie in Marias anderen Threads, hauptsächlich um den Magnetismus, und der scheint in der Gegend viele Gesichter zu haben.

Gruß
Uwe

berthold:
Hallo Uwe,

so ganz klar ist mir nicht was Du meinst.


--- Zitat ---Und trotzdem: entkräfte, dass reiner Ilmenit nicht magnetisch ist, hier bleibt ein Haushaltmagnet hängen.
--- Ende Zitat ---

Also reiner Ilmenit ist paramagnetisch und hat m.W.n. eine magnetische Suszeptibilität von 8042K in 10-6 SI, also weit mehr als z.B. Biotit und das sollte für den "Haushaltsmagnet" reichen.


--- Zitat ---Und es gehtt hier nicht unbedingt um Gemische, sondern Mischkristalle. Wenn es jetzt schon nur noch für die gesamte Gruppe "Ilmenit" gibt, gibt es in zehn Jahren womöglich nur noch "Eisenmineral"  Huh  Du verstehst, was ich meine? Wir sind doch sonst so peniebel.
--- Ende Zitat ---

Es geht um beides, Mischkristalle und mehrphasige (typischerweise Entmischungen) Verwachsungen. Ich habe da mal ein Diagramm angehängt: Ternäres System: Rutil (TiO2 ) – Wüstit ( FeO) – Hämatit, Maghemit (Fe2O3 ). Dabei muss man sagen dass bestimmte Mischkristalle (z.B. Ilmenit-Hämatit um mal in der Mitte durchgzugehen) nur überhalb bestimmter Temperaturen existieren und sich unterhalb dieser Temperatur eben entmischen. Dazu kommt dass die Endglieder ja recht unterschiedliche Kristallstruktur haben, für eine Mineraldefinition ist aber nicht nur die chemische Zusammensetzung sondern eben auch der Struktur von Bedeutung. Die IMA benennt logischerweise nur die Endglieder bzw. die strukturell und stöchiometrisch eindeutig greifbaren Phasen als Mineralien. Die Natur macht allerdings in der Regel keine sauberen Endglieder, deswegen werden alle dem jeweiligen Endglied nahestehenden (nächststehenden) Phasen (Mischkristalle) ebenfalls mit dem Namen des Endglieds belegt. Also "Eisenmineral" wird nicht kommen.

Ich möchte in diesem Thread (es ging ja eigentlich um Gesteinsbestimmung) nicht zu sehr OT werden und es mit dieser Antwort beenden. Wenn Du noch weitere Info's brauchst können wir uns aber gerne auf email-Basis austauschen.

Gruß
Berthold

minuwe:

--- Zitat ---so ganz klar ist mir nicht was Du meinst.
--- Ende Zitat ---
Noch verkürzter: Wegen des auffälligeren Magnetismus sind meiner Meinung nach nicht nur reiner Ilmenit (Endglied) sondern auch die in dem mir auch bekannten Diagramm dargestellten beteiligten Mischglieder beteiligt.

Wenn wir jetzt "unter der Decke" weiterflüstern, wem sollte das was bringen, in den einzelnen Punkten widersprechen wir uns nicht, aber als Hobbysammler unterliege ich nicht den Vorschriften der IMA und darf sehr wohl noch Begriffe wie Titanomaghemit verwenden, die sagen einfach etwas mehr mehr aus, man hätte sie sonst nicht irgendwann mal eingeführt. Aber falls du noch Infos hast, sende sie mir bitte.

Gruß
Uwe

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