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Schwarz Weiß Granit?
minuwe:
--- Zitat ---Verwachsung von Ilmenit mit Hämatit
--- Ende Zitat ---
Sage ich ja, vielleicht falsch ausgedrückt: reiner Ilmenit nach dem Glühen magnetisch (habe nochmal in vier Büchern nachgeschaut), du gehst ja auch von Anwesentheit Hämatit aus. Auch eine bestimmte Struktur führt meiner Meinung nach zu höherem Magnetismus des Aggregates, hier ev. schichtige Anordnung mit Hämatit, nach Rößler: Entmischungsprodukt von Hämatit und Imenit bei niedrigen Temperaturen. Die magn. Sandsteinstücke in dem anderen Thread bestehen aus Quarzkörnern, welche von einer hauchdünn durchscheinenden Schicht umgeben sind, allein die Struktur, wenn man sich die Körner wegdenkt, dürften hier zu dem starken Magnetismus führen, neben der Anwesentheit mag. Mineralien natürlich, denn es ist nur Hämatit erkennbar aber der ist nicht magnetisch. Ich bezweifle aber, das die lammellenartig entmischen. Daher tippe ich eher auf den Magnetoilmenit, d. h. I. mit etwas Magnetitgehalt. Und wieso soll eigentlich kein Magnetit enthalten sein? Ob nun durch die IMA anerkannt oder nicht, dies ist hier ja eher eine Beschreibung, was vorlieht, der Oberbegriff Ilmenit ist sicher nicht falsch, aber ich denke bei Ilmenit eben an FeTiO3 und der ist erst mal hämatit- oder magnetitfrei.
Biotit ist nicht mit einem normalen Magnet anzuziehen, vielleicht Splitter im Milligrammbereich, und Hornblende? Wäre mir neu.
Gruß
Uwe
minuwe:
Hab dazu noch was gefunden: Zitat aus "Synopsis der Mineralogie und Geognosie" von Hofrath Dr. Ferdinand Senft 1875:
Unter ABARTEN (von Ilmenit) steht:
"Außerdem können noch hier aufgeführt werden der ... und das im Granit von Aschaffenburg eingesprengte Titaneisenerz, welches nach v. Kobell 14,16 Titansäure, 10,04 Eisenoxydul, 75,00 Eisenoxyd und 0,80 Manganoxydul enthält und ein sp. Gew. = 4,78 besitzt."
Auffällig ist der bei weitem höhere Eisenoxydgehalt gegenüber den noch angegebenen "Abarten" anderer Vorkommen (dort um die 40%). Ich denke mal, das solch eine eisenreiche "Abart" später zu dem Begriff Magnetoilmenit, sofern magnetithaltig, sowie Titanohämatit, sofern hämatithaltig. geführt haben.
Der (die Rede ist hier immer von mit normalem Magneten spürbaren) Magnetismus scheint also sowohl von höheren Eisenoxidgehalt (Mischkristalle, Magnetit), als auch von lamellaren Strukturen im Mikrobereich (Entmischung), nicht die sichtbare plattige Kristallstruktur, abzuhängen.
Jetzt frage ich mich, wie die IMA solche Abarten benennt, oder gibt es da nur Ilmenit?
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Synopsis der Mineralogie und Geognosie" von Hofrath Dr. Ferdinand Senft 1875:
--- Ende Zitat ---
Solche Abhhandlungen sind vor dem Hintergrund der Zeit zu sehen. Damals hate man kaum eine andere Möglichkeit als eine (erhebliche) Probenmenge (im Mörser zerkleinert) nasschemisch zu analysieren. Das geht nur solange gut wie man einzelne Phasen hat. Tatsächlich tut uns die Natur nur selten diesen Gefallen, man hat vielfach Mehrphasen-Gemenge die selbst mit heutiger Technik nicht so einfach zu zerpflücken sind. Gerade bei Rutil-Ilmenit-Hämatit-Magnetit kommt in der Natur recht viel Gemischtes und Entmischtes, auch Epitaxie und Topotaxie vor. Schaut man einen Ilmenit-Anschliff mittels BSE-Mikroskop an (diese Möglichkeit hatte der gute Hoftath Senft nicht ;) ) wird man heute sicher zu anderen Resultaten kommen als mit einer nasschemischen Analyse "über Alles".
Und klar, die IMA benennt Mineralgemenge nicht.
Aber einigen wir uns auf Ilmenit?
Gruß
Berthold
-M-:
Hallo,
wenn ich mir die Fragestellung und die Rubrik ansehe, ging es Maria eigentlich um das Gestein an sich.
Insofern sollte man vlt. mal darauf hinweisen, daß Ilmenit ein Mineral und kein Gestein ist.
Daß Ilmenit einer der den Magnetismus verursachenden Bestandteile sein könnte, ist nat. gut mgl., sieht
aber eigentlich nur auf den ersten Bildern danach aus. Ansonsten ist da sicherlich auch Glimmer, Hornblende,
Feldspat und auch Quarz (der sicherlich für die angegebene Härte verantwortlich ist) dabei.
Gruß -M-
Druide:
Hallo,
verzeiht wenn ich da nicht mit rede :-)
Ich habe die Strichfarbe an der schwarzen Stelle probiert.
Sie ist dunkelgrau/schwarz
und läßt sich von einem Magneten (Haushaltsmagnet) gut anziehen
Ich habe schon verstanden das Illmenit ein Mineral ist
Ich hätte geschrieben
ein Ilmenithaltiger Stein :-)
Danke für die Antworten
Gruß Marie
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