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Autor Thema: Anfänger bittet um Hilfe .... 3 unbekannte Mineralien [025]  (Gelesen 12208 mal)

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Offline rudi26

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???     ;)
Hallo und Guten Tag,
bin mal wieder mit einer Bitte um Hilfe da.
Ich habe mit einer kleinen Sammlung drei Mineralien erworben, die ich nicht kenne und nicht zuordnen kann.

1. Ein kleines faseriges Stück. Die gelösten Fasern sind ähnlich Steinwolle, im Untergrund ist eine dkl’moosgrüne faserige Struktur zu sehen.
http://i683.photobucket.com/albums/vv196/rudi26_Mineralien/Forum/Mineralie02501faserig013a.jpg
Anfänger bittet um Hilfe .... 3 unbekannte Mineralien [025]
     => weitere Bilder : http://www.bildercode.de/galerie/1235736299_40443/

2. Ein hellblaues Mineralstück, Struktur sieht fast aus wie Achat oder Chalcedon.

http://i683.photobucket.com/albums/vv196/rudi26_Mineralien/Forum/Forum02502blau001.jpg
Anfänger bittet um Hilfe .... 3 unbekannte Mineralien [025]
     => weitere Bilder : http://www.bildercode.de/galerie/1235736425_71450/


3. Ein wahrscheinlich gezüchtetes Stück mit dkl’lila-blauen Kristallen auf einer aus Fimu-ähnlichem Material geformten „Höhle“. Habe etwas ähnlichers im Internet gefunden = ev. Tschermigit, bin aber sehr unsicher.

http://i683.photobucket.com/albums/vv196/rudi26_Mineralien/Forum/Forum02503dkllilaKristalle004a.jpg
Anfänger bittet um Hilfe .... 3 unbekannte Mineralien [025]
     => weitere Bilder : http://www.bildercode.de/galerie/1235736558_80609/

Wer kann mir weiterhelfen?

Grüße an alle Sammler und danke im Voraus für jegliche Hilfe .... Rudi

Offline Helicat135

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Hallo,

das zweite ist wahrscheinlich ein Andenopal...

Offline stollentroll

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1. Chrysotil
2. Schlacke (es sind kleine runde Bläschen zu erkennen)
3. ein synthetischer Alaun

Glück Auf

Offline Krizu

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Hallo,

Zustimmung:
1.) ein Asbest - also Vorsicht!!! vor dem Staub der Fasern!
2.) Schlacke
3.) Ein K(Al,Cr)(SO4)2*12H2O, ein mit Chrom dotierter Alaun, vermutlich Kosmos-Kristallkasten ;-)

MfG

Frank

Offline Helicat135

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Oh, sorry, ihr habt recht - die Bläschen habe ich gar nicht gesehen  ::)

Offline Gerdchen

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Das zweite ist Eisenschlacke. Es sind schön die Bläschen und die blauen Schlieren zu sehen.
Beim dritten stimme ich den Anderen zu, ist Alaun.
Gruß
Gerdchen

Offline zippy

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Hallo,
das zweite könnte auch Glasschlacke aus der Kupferverhüttung sein.
Schau mal unter Sieberachat.

Gruß
Zippy

Offline Gerdchen

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Hundert Pro Schlacke aus der Eisenverhüttung. Habe jede Menge Vergleichsmaterial vorliegen. Ganz sicher nicht aus der Kupferverhüttung. Vermutlich ist die Schlacke noch nicht mal so alt.

Gruß
Gerdchen

Online smoeller

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Hallo,

Das ist glasige Schlacke aus der Eisenverhüttung. Kein Kupfer.

Derartig intensive Farben sind auch durch Fe möglich, insbesondere in Verbindungen, die neben überwiegend Fe2+ auch Fe3+ haben. Bestes Beispiel: Eisenhexacyanoferrat-Komplexe (sog. Preußischblau).

Der Chrysotil auf Bild 1 könnte aus Quebec, Kanada sein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Wasserhund

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    • Wasserhund
So genau weiß ich das nicht, denke aber auch das Nr. 2 ein Chrysotil ist, also somit ein Serpentin.

Offline trommeln

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Also wenn das erste ein Asbest aus dem Serpentinit ist, dann habe ich in der Schweiz schon mal sowas gefunden.. am Oberalp - eine Spur heller

Offline caliastos

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der serpentinit in den alpen hat gerne mal zonen in denen chrysotilasbest vorkommt.

byssolith wäre ein weiterer, nicht so seltener asbest in den alpen. trifft in dem fall aber nicht zu.


interessant ist immer die frage: welcher asbest ist wie in welchem umfang wie gefährlich. dazu findet man leider selten infos, da alles gerne zusammengekloppt wird. chysotil ist zwar nicht so kritisch wie krokydolith, da er weniger beständig ist, aber was das heist....

da wäre mal eine aufstellung unterschiedlicher asbeste interessant.

Offline Moni

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Hallo caliastos,

Asbest - egal welches, ist immer gesundheitsgefährlich, bzw. hier die lungengängigen Fasern. Die Abstufung zwischen Chryotil - und Krokydoltihasbest ist zwar prinzipiell richtig, aber geht auf die Verarbeitung zurück. D.h. Chrysotil liegt meist in fest gebundener Form vor (z.B. Zementasbestplatten) und die Faserfreisetzung ist bei sachgerechtem Umgang geringer. Außerdem wurde Chrysotilasbest weit mehr eingesetzt und verarbeitet als Krokydoltith. Die anderen Asbeste wie Amosit, Anthopyllith, Byssolith, Aktinolith, Tremolith sind wirtschaftlich so gut wie nicht verarbeitet worden.
Materialien, die auch Krokydoltithabsebst enthalten (meist neben Chrysotil - ich kenne eigentlich nur die "Rohprodukte", die außschließlich Krokydolith enthalten) liegen meist in schwach gebundener Form vor (z.B. "weiche"  Leichtbauplatten) und hier ist die `Faserfreisetzung ist wesentlich leichter möglich. Wie die Formulierung schon besagt "schwach" gebunden.
Unterschieden werden beide Formen nach der Dichte. <1g/cm³ = schwach gebunden   /  >1,4g/cm³ = fest gebunden.
Den Bereich zwischen 1 bis 1,4 g/cm³ füllen die oben genannten Leichtbauplatten aus und diese zählen eben definitionsgemäß ebenfalls zum schwach gebundenen Material.

Welche Infomationswünsche bestehen noch?

Herzliche grüße von
Moni 


Offline Moni

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Ach so @ Rudi26,

Nr. 1: eindeutig Chrysotl - ein schönes Stück


Gruß Moni

Offline rudi26

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Ach so @ Rudi26,

Nr. 1: eindeutig Chrysotl - ein schönes Stück


Gruß Moni

Hallo,
danke für die umfangreichen Hilfen und die ausführlichen Informationen.
Besonders diesen kleinen Beitrag finde ich sehr nett und sehr lieb.
Macht echt Spaß und Freude hier Fragen zustellen und zu lernen.
Grüße und nochmals ein herzliches Dankeschön an alle
Rudi

 

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