Hallo loewe-tiger!
Und teilweise verstehe ich nur Bahnhof, was zum Kuckuck sind Stufen?
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Naja, uns geht es in erster Linie darum, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Besonders wenn das Geschäft mit den Steinen so undurchsichtig ist.
Das Grundproblem dürfte sein, dass Du ohne zumindest grundlegendes Wissen über das Fachgebiet immer mit dem Verdacht leben musst, "über den Tisch gezogen" worden zu sein, weil Du auf dieser Basis überhaupt nicht beurteilen kannst, ob selbst so ein hypothetischer Web-Schätzkatalog (den es aus der Natur der Sache heraus nicht geben kann) Dir den richtigen Preis genannt hat.
Alle im MA möchten Dir natürlich helfen und verfolgen nicht die Absicht, Dir Preise zu nennen, die ihnen selbst einen Vorteil verschaffen würden. Die einzige wirklich objektive Möglichkeit bei grundsätzlichem Misstrauen wäre aber ein fachkundiger Gutachter, der selbst keinerlei Interesse an dem begutachteten Material hat und nicht als Händler auftritt. Das bedeutet in der Regel: Er erstellt das Gutachten auf Honorarbasis. Dazu musst Du die Stücke real vorlegen. Wenn Du Pech hast, liegt das Honorar aber höher als der Schätzwert.
Museen, die Stufen von Sammlern meist kostenlos zu Bestimmungszwecken begutachten, reagieren aufgrund des Fachkräftemangels i. d. R. allergisch auf Anfragen, bei denen es um Wertschätzungen zum Zweck des Verkaufs geht, da dies nicht zu ihrem Aufgabengebiet gehört.
Solange keine Bilder von den Stücken zu sehen sind, können wir alles mögliche vermuten, von extrem wertvollen Sammlerstücken bis zu Massenware, die nach Kilopreisen im Großhandel verramscht wird.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen über ein Stück vorliegen (und das beinhaltet auf jeden Fall Bilder), desto genauer kann ein Wert (der von der -aktuellen- Nachfrage abhängt) genannt werden. Auch beim schönsten Hobby der Welt gilt für Kaufinteressenten die Umkehrung des Spruchs "you get what you pay for": You pay for what you get! D. h. auch im schlussendlichen Verkauf an einen Abnehmer wird der erzielbare Preis im Rahmen des Schätzwerts stark davon abhängen, wie der Käufer die Stücke vorfindet: In einer Kiste zusammengewürfelt und verstaubt, oder buchstäblich ins rechte Licht gerückt in einer Vitrine präsentiert...
Der Verkauf einer Mineraliensammlung lässt sich also nicht so einfach bewerkstelligen wie der einer Briefmarkensammlung.
Gruß,
Triassammler