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Schlangenstein und etc.

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Lüdi:
Hallo minuwe

Vielen Dank für die Info, ich werd das nochmal probieren mit der Salzsäure, kann sein das die zu stark konzentriert war. Bei dem Stein geht es mir um den Gelb- oder Kelbstein, wenn es ein Kalkstein ist scheint es mir auch sinn zu machen, ich werde das mal testen. Wichtig ist mir eben die Klassifizierung, damit man weiß was man suchen muss.

Das es mit dem Schlangenstein nichts zu tun hat ist schon klar, im übrigen hab ich den mal versucht zu bestellen ging aber mehrfach in die Hose. Den bekommt man eigentlich fast gar nicht mehr, ausser diese microstückchen für die Uhrmacher oder eben antik über Auktionshäuser. Aber dort nicht bezahlbar.

Gruß Lüdi

Lüdi:
Nach langer Suche hab ich nun ein Prachtstück des "Schlangensteines" erwerben können, war zwar nicht billig aber der geht zum schleifen richtig gut und ich denke das es genau der ist den ich gesucht habe. :)
Hier dazu mal 2 Bilder.
Ja jetzt fehlen mir ja nur noch die anderen 2 Steine..... ???

TobiasBrehm:

--- Zitat von: Lüdi am 08 Mar 09, 22:11 ---genannt der erste Zieher
zweite Ziehe
nennt sich Glänzer

--- Ende Zitat ---

Hallo Lüdi,

sollen das Handelsnamen sein?

Ich werd' mal in der Datenbank gucken ob ich dazu was finde...

LG,
Tobias

Lüdi:
Hallo Tobias,

das sind keine Handelsnamen(das ist ja das Problem). Die Namen haben was mit der Technik zu tun. Ich habe 2 kennengelernt die im/am Lechbett gesucht haben und auch fündig geworden sind. Nur den sogenannten Kelbstein haben die nicht gefunden.
Man muss sagen das die alten Handwerksbauhütten ihre Geheimnisse sehr gut bewahrt haben, es wurde so gut wie nichts aufgeschrieben. Nur dann wenn es ans sterben ging wurde es weiter gegeben oder auch nicht. Im 20. Jahrhundert mußte viel wieder neu erfunden werden. Es bedarf viel Zeit und Geschick, herauszufinden was für Steine in welcher Reihenfolge dabei einen Nutzen haben. Auch selbst wenn man den richtigen Stein hat, heißt das nicht das der dazu geeignet ist, viele haben dann irgendwelche Bestandteile die dann Kratzspuren hinterlassen und das ist sehr ärgerlich. Alternativ gibt es natürlich Schleifpapier, jedoch ist das ein billiger ersatz der niemals den Glanz einen Steinschliffes erzeugen kann.

TobiasBrehm:
Hallo nochmal,

also die Datenbank hat mir dazu nichts brauchbares ausgeworfen.

Ein Blick auf das geologische Kartenblatt von Füssen gibt aber zahlreiche Möglichkeiten. Ich habe dir zwar mal ein paar Einheiten rausgeschrieben, jedoch wird es wohl "unmöglich" sein, mit so wenigen Informationen eine genauere Zuordnung durchzuführen. Zudem fehlen dann ja noch die angeschnittenen Einheiten südlich das Kartenblattes...

Hier jedoch mal der Auszug aus der Erläuterung zum geologischen Kartenblatt von Bayern, 1:25000, 8430 Füssen (Zacher, 1964):

"Alpiner Muschelkalk":
- meist dunkelgrau, blaugrau oder bräunlich
- gut gebankt
- besteht hauptsächlich aus dichten, oft leicht bituminösen Kalkpeliten und Mergelkalken
- Schichtflächen meist uneben-knollig oder wulstig
- führt reichlich Kieselsäure (diffus verteilt oder als Hornsteinknollen)

Würde also zu deinem dritten Stück passen....

Partnachschichten:
- Partnachschiefer und Partnachkalke
- Partnachschiefer:
   - blauschwarzer, dunkelgrüngrauer, oder braungrauer Tonschiefer
   - schäumen nicht oder nur schwach mit verdünnter HCl
   - zudem gelbbraun verwitternde Tonmergel
   - enthalten oft brotlaibförmige dunkelgraue (dolomitische) Mergelkalke -> "überziehen sich" mit schmutziggelben Rinden bei Verwitterung

Würde evtl. auch zum zweiten und dritten Stück passen (?) ...

Bunter Liaskalk
- vorwiegend rot, lachsfarben, braunrot, gelblich, grüngrau
- grobspätige massige Kalke
- reichlich Fossilschutt enthalten
- zudem dünnbankige Kalke und dunkelrote flaserige Mergelkalke

Evtl. für das vierte Stück...

Oberer Kieselkalk
- bräunlich, gelblich, oder grau
- untergeordnet: rot-braune feinspäteige Kalke

Stück drei und/oder vier...

Bunte Hornsteinschichten
- rote, violette, braune, graugrüne, schwärzliche reine Hornsteine
- ferner rotbraune Kieselkalke und kieselige Mergel

Falls du die Fundpunkte der Stücke noch etwas eingrenzen kannst (genauer als: zwischen Reutte und Füssen, dann kann man vielleicht wenigstens bisschen was ausschließen, da die Geologie nach Füssen hin "komplizierter wird").

Zu deiner Frage, was braunes Glanzerz ist: es könnte sich dabei um ein Eisenoxid handeln....

Dir geht es demnach um Folgendes (vorletzter Absatz): http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988067120459 ?

GA,
Tobias

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