Hallo Reaktor, uwe, Schluchti, hallo alle,
also zunächst mal zu den Stufen, alle drei sind schon typisch für Ronneburg. Die erste Stufe ist Dolomit, so wie er in Ronneburg häufig vorkam. Die weißen Kristalle auf der zweiten Stufe kann man leider nicht richtig erkennen, wird aber Calcit sein. Die dritte stufe wird auch Dolomit sein wahrscheinlich aus einer Störungszone wie es aussieht, die bronzefarbenen glimmerartigen losen Bestandteile sind Hämatit.
Eine Umlagerung von Haldenmaterial aus dem Erzgebirge nach Ronneburg kann man zu 99,9 % ausschließen. Das restliche 0,1 %

kann man so erlären: Es gab in der Nähe des Schachtes Reust (374) eine sogenannte Probezeche in der Erzproben, auch größere von mehreren Tonnen, aus
allen Lagerstätten der Wismut zu Versuchszwecken aufbereitet wurden. Die Reste dieser Versuche wurden dann natürlich auf die Ronneburger Halden verbracht.
Eine Umlagerung von Halden aus dem erzgebirgischen Raum hat aber auf andere Weise in Größenordnungen von mehreren Mio. m³ statt gefunden. Und zwar hat man schwach belastetes Haldenmaterial aus dem Uranerzaufbereitungsbetrieb Crossen (bei Zwickau) zu Straßenbauzwecken im Bereich der gesamten südlichen ehemaligen DDR eingesetzt.
Zu dem was Schluchti sagt: Das sogenannte Borbachtal ist eine ehemalige Absetzanlage der Wismut aus des 50er und 60ger Jahren in der Aufbereitungsrückstände (Schlämme) eingespült wurden. Diese Anlage wurde bis ca. 1998 als Absatzbecken (Klärbecken) für untertägige Grubenwässer benutzt. Dieses geklärte Wasser wurde dann wieder nach Untertage als Brauchwasser geleitet. Dieses Wasser kam ja von unter Tage und war entsprechend warm (ca. 26°C), so das der Teich nie zugefrieren konnte, außerdem war dieser Teich ein beliebtes Angelgewässer Sommer wie Winter

.
Dieser Teich/Absetzanlage wurde trocken gelegt und tatsächlich mit Haldenmaterial der angrenzenden Halden verfüllt.
Gruß Geomueller