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Geocaching nutzen
Haldenschreck:
ich schrieb in meinem anfangshinweis von topografischen karten und meßtischblättern, nicht von spezialkarten ;)
was ist das anderes als ein verlust von details, wenn topografische karten tk100, tk50 usw. diese "aus übersichtsgründen" nicht mehr enthalten und spezialkarten nicht veröffentlicht bzw. aufgelegt werden? der endverbraucher hat letztendlich "weniger".
was die altbergbau-spezis angeht: sofern in den alten grubengebäuden nicht gewildert und zerstört wird, sollte es toleriert werden. anders sieht es hingegen aus, wenn es um das thema schwarzbefahrungen geht mit dem ziel, möglichst viel (gezähe, mineralien, lachtertafeln usw.) aus kommerziellen gründen aus dem berg zu holen. es ist leider ein zweischneidiges schwert.
haldenschreck
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---sofern in den alten grubengebäuden nicht gewildert und zerstört wird, sollte es toleriert werden.
--- Ende Zitat ---
nein, als Anlaufpunkt für Greti und Pleti ungeeignet. Die rechtliche Seite unbetrachtet aber kann man bei einem Geocacher das Wissen um die Gefahren, die notwendige Ausrüstung usw. voraussetzen? Ein Beispiel: In vielen Stollen haben wir z.B. Fledermäuse - und dann kramen diese Leute (möglicherweise im falschen Stollen) auf der Suche nach dem Schatz in jeder Nische?
Zu den Karten: Klar ist eine nicht mehr vorhandene Bahnlinie nicht mehr eingezeichnet. TK100 und TK50 würde ich da jetzt nicht so in die Kritik nehmen, das sind Übersichtskarten auf denen aus Lesbarkeisgrnden die Datenmenge ausgedünnt werden muss. Aber richtig, auch aus der TK25 sind leider manche Infos verschwunden z.B. Standorte von stillgelegten Gruben usw. Nur ist das auf der anderen Seite auch wieder verständlich wenn oberflächlich da auch nichts mehr zu sehen ist. Was Fach-Geoinfos angeht enpfehle ich spezielle Internetangebote wie z.B. bis.bayern.de.
Gruß
Berthold
caliastos:
wie berthold schon sagt, in den tk übersichtskarten findet sich sowas heute wegen der lesbakeit nicht mehr. selbst die 25er ist da meist schon viel zu grob. die nimmt man an sich auch nicht mal mehr für's kartieren, weil sie für so kleine dinge eben ungeeignet sind. was ich an kartierungen kenne endet bei karten mit 1:10.000 als maßstab. selbst da ist es nicht immer lustig so ne grube einzuzeichnen. aber alles über 25.000 sind glücksfälle. in ner tk 50 oder 100 hat diese info echt nichts verloren. du kannst doch nicht verlangen jede info, nur weil sie das ist in die tk 25 zu packen. das geht nicht. das merkt man auch sehr schnell wenn man mal entsprechende karten machen darf. das wird sehr schnell unübersichtlich, weil sich alles überlagert, sieht [entfernt] aus und ist ein riesen aufriss. dafür gibt es ja eben die spezial und detailkarten.. nur was willst du machen wenn die nicht gedruckt werden?
glaubst du die länder interessieren die vielleicht 50 endverbraucher, die die karte kaufen und nicht mal ansatzweise die kosten reinbringen? da ist das problem. das ganze ist halt ein riesen aufriss für sehr wenig interessenten mit geringer auflage. da bist du selten kostendeckend. aber vielleicht spendest du einfach mal bei 10 tausende für die kosten so einer karte. evtl. druckt man die.
wie hat ein dozent zu der frage: "und wie bekomme ich nun unveröffentlichen karten?" gesagt: "nun, sie können entweder die druckkosten spenden und hoffen die karte wird gedruckt oder sie gehen ins gelände und kartieren für sich selbst. vielleicht können sie auch mit dem kartenersteller kontakt aufnehmen und ein exemplar gegen die anfallenden druckkosten erwerben."
das problem ist altbekannt und man muss halt damit leben, dass viele infos halt nicht zugänglich sind. alltag eben. nicht zu vergessen, dass manche extrem auf den eigenen daten sitzen und gebühren verlangen, die kein land zahlen will.
einen detailverlust hast du in dem sinne nicht. es gibt die informationen, nur eben nicht unbedingt jenseits der 25.000er und der spezial- und detailkarten. der datenverlust durch notwendige generalisierung ist jedoch seit jeher bekannt, daher erwartet man gewisse dinge schon erst gat nicht in entsprechenden karten zu finden. früher war's halt anders. da war zeit und arbeit egal. dafür hat man manchmal alles auf ein blatt gekleistert. schau dir nur mal risse alter gruben an. da wirst du manchmal verrückt. die sind meist wieder zu voll.
--- Zitat ---was die altbergbau-spezis angeht: sofern in den alten grubengebäuden nicht gewildert und zerstört wird, sollte es toleriert werden
--- Ende Zitat ---
naja, was soll man dazu sagen als: du hast vielleicht nerven. solange nicht gewilder und zerstört wird soll man das betreten tolerieren? da kenne ich viele die sagen würden: "geht's noch?".
die alten gruben sind nicht wegen möglicher schäden und schwarzabbau gesperrt, sondern aus sicherheitsgründen.
es kommt nicht selten vor, dass kiddies aus spaß in den gruben herumrennen. da sind schon immer wieder welche abgestürzt oder haben sich in den gruben verlaufen. dazu kommt noch, dass bestimmte teilabschnitte nicht mehr sicher und einsturzgefährdet sind. und dann kommt ein sammler, geht in nen stollen mit geborstenen balken, teilweise verbrochen und zahlreichen rissen und abschalungen und klopft an der wand herum. sehr geniale sache. da reinzugehen ist halt schiere dummheit und leichtsinn. wenn der fachmann sagt nix da, zu das ding, dann wird der leie es sicher nicht besser wissen und hat draußen zu bleiben.
jemand verunglücktes in alten bergwerken zu finden ist nicht leicht, und die bergung sowie die suche nicht unbedingt einfach und ungefährlich. die bedanken sich da wirklich für solche idiotien. interessiert aber oft scheinbar nicht, mal abgesehen davon, dass das bergrecht das betreten vielleicht ja eigentlich überhaupt nicht erlaubt.
in der hinsicht versteh ich manchmal die ignoranz und die gleichgültigkeit nicht, wenn der sammelwunsch über alles und jeden gestellt wird.
Haldenschreck:
vielleicht habe ich bertholds frage nach der akzeptanz des geocaching in bergwerken falsch gelesen. natürlich ist es nicht tolerierbar, wenn caches im bergwerk postiert werden; caches mit bezug zu alten bergbauanlagen hingegen schon. das zur klarstellung.
haldenschreck
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