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Geocaching nutzen

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guefz:

--- Zitat von: berthold am 09 Jun 09, 21:48 ---Ich habe Kinder an einer steilen Felswand rumsteigen sehen, ohne Sicherung, ohne Helm - aber mit den Eltern.

--- Ende Zitat ---

Nunja, das ist alles relativ und hängt von der Erfahrung der Personen ab. Ich bin als Kind immer auf allen Obstbäumen im Garten meiner Eltern rumgeklettert, das ging bei einem Baum auch in Höhen über 10m und natürlich ungesichert und ohne Helm, die besten Früchte gab es halt immer ganz oben. An Pfingsten bin ich beim Klettern in einer Route die ca. 6m zum ersten Sicherungspunkt auch vorgestiegen und das war vermutlich auch schon 5-6 als Schwierigkeit. Auch wenn ich die Personen, die du beschrieben hast, nicht selbst gesehen habe und deine Klettererfahrung nicht kenne, so pauschale Bewertungen mag ich nicht.

Günter

caliastos:
naja, ein baum ist aber an sich schon etwas anderes. allerdings passiert da bei einem absturz nicht so schnell was, sofern man nicht ungünstig fällt. aber das kann auch schon bei nem stuhl im sitzen passieren. zudem fliegt man meist durch die äste und hat immerhin die chance des festhaltens. berge, wände und der gleichen sind was anderes. die chance da durch blödheit und leichtsinn abzuschmieren ist viel höher. die bergrettung dank's auch immer wieder. die sind über den leichtsinn nämlich überhaupt nicht erfreut. denn was die in den letzten jahren immer zusätzlich wegen leichtsinn ausrücken müssen ist enorm und die rettung mitunter auch nicht ungefährlich. aber allein mit kindern und ohne sicherungsmaßnahmen ist hirnverbrannt.


was die karten angeht. nun, es gibt halt für jede frage eine spezialkarte in der die relevanten dinge eingetragen sind. eben je anforderung. was bringt dir eine karte in der alles mögliche nur weil es da ist enthalten ist? alte karten sind zwar nützlich wegen diesen infos, aber auch gerne unübersichtlich und viel zu voll gestopft. teilweise grausamst. da wären mehrere einzelblätter besser gewesen. die daten gibt es halt auch heute noch, nur werden die eben aus gründen der übersicht nicht gnadenlos auf eine karte gepackt. aber für die veröffentlichung der spezialkarten fehlt halt meist das geld. kenne von dozenten beispiele, wo über 10 jahre aus zig arbeiten die ergebnisse zusammengetragen wurden. an sich keine schlechte karte. nur das land hat die niemals gedruckt, weil die kosten bei der geringen auflage einfach gescheut wurden. und das auch 10 jahre nach den 10 jahren bearbeitung. da kannst du wenig mehr machen als nach den veröffentlichungen zu den karten zu suchen.

aber deswegen alles auf eine karte zu packen ist völliger unsinn. leider werden halt karten mit bergbauinformationen nur selten veröffentlicht. nicht selten auch aus angst vor schadensersatz oder wahnsinnigen sammlungsaktionen.

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---so pauschale Bewertungen mag ich nicht.
--- Ende Zitat ---

ich auch nicht. Deswegen habe ich auch nicht pauschal bewertet sondern meine Meinung zu einem Einzelfall kund getan. Kannst Du glauben oder nicht das war hochgradiger Leichtsinn, nicht Kletterkönnen. Dazu noch total unnötig denn der Cache ist auch noch auf Krücken zu erreichen. Egal, Fakt ist, da gibt es immer wieder Leute die nicht wissen was sie tun. Ich erinnere mich an einen Cache der lag neben einer Autobahn. Und was haben einige Dummköpfe gemacht? Richtig, die sind über die Autobahn gelaufen. Einzelfall? Nein, erst als der Cache verworfen wurde war wieder Ruhe für die Autobahnpolizei. Frage mal, was z.B. die Altberbau-Gemeinde von Cache in Bergwerken hält.

Gruß
Berthold

PS: ja, auf Obstbäumen war ich auch schon, wegen der dort etwas geringeren Steinschlaggefahr natürlich auch ohne Helm.  ;)

guefz:
Die mangelnde Detaillierung beschränkt sich nicht nur auf Bergbauinformationen. Versuche mal in einer modernen Karte den Verlauf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke nachzuvollziehen. Auf den älteren Karten waren zumindest noch alle Geländeeinschnitte und Bahndammböschungen im Detail eingezeichnet. Auf neueren Karten findest du nur noch sehr wenig, was auf diese Geländeformen hinweist, obwohl man dies im Gelände noch sehr deutlich erkennen kann. Auch natürliche Gräben und Böschungen wurden früher detaillierter eingezeichnet als heute, was die Orientierung mit Hilfe der Karte auch deutlich erleichtert hat. Der Unterschied wird auf manchen Kartenservern sehr deutlich, wenn ein Blatt bereits nach dem neuen System überarbeitet wurde, das Nachbarblatt allerdings noch nicht. Zum Teil liegt das möglicherweise auch an dem Übergang von Pixel-Karten zu Vektorkarten. Man hat sich da wohl nicht die Mühe gemacht, alles zu übertragen.

Und was das Klettern betrifft: was geht und was nicht geht hängt sehr stark von der persönlichen Erfahrung und den persönlichen Fähigkeiten des Betroffenen ab. Ich klettere z. B. bei entsprechender Absicherung bis zum Schwierigkeitsgrad 8- (die Skala geht bis 11). Jemand, der mit Klettern nichts am Hut hat, wird auch nicht nachvollziehen können, warum ich an solchen Stellen überhaupt in der Wand hängenbleibe. Mit dem Wissen über die eigenen Fähigkeiten kann man dann diverse Grade unter dem eigenen Maximum auch mal 5m über dem Boden ungesichert agieren ohne an die Grenzen des Machbaren zu stoßen. Das sind aber alles Dinge, die jemand, der nicht klettert, in der Regel nicht nachvollziehen kann.

bis denn

Günter

caliastos:
ist doch nix neues. der bergbau war nur ein praktisches beispiel, weil dort alte aufschlüsse sind, in denen gerne gesammelt wird. aber auch bei alten bahnstrecken, ehemalige tagebaue und was der himmel noch was gilt das gleiche prinzip. vieles infos haben in modernen karten der übersicht halber nichts mehr verloren. was früher war ist unwichtig. was jetzt da ist zählt. für historische daten gibt es die historischen karten. wer sich nur an neue karten hält hat an sich nicht viel verstanden, denn die sagen mir nicht was da früher mal veranstaltet wurde.
es lohnt nach möglichkeit neue und alte daten zu nutzen, sowie mögliche spezialkarten. und eben die werden wegen den kosten kaum noch gedruckt oder digitalisiert. wie karten gemacht werden ist egal, solange die info erhalten bleibt.

bei alten/neuen karten hast du auch das problem, dass sich definitionen, ansichten und interpretationen ändern, genauso wie die vor-ort-situation oder die darstellungstechnik bzw. richtlinien. heute fehlt zeit, geld und manchmal auch motivation um entsprechende karten zu erstellen, was zusätzlich zu der übersichtlichkeit und den geltenen daratellungsnormen dazukommt.

aber allein wenn man bedenkt was früher an zeit für ne karte vorhanden war, so kann man das echt nicht mehr mit heute vergleichen. bezahl man jemand für eine karte mit entsprechend hohem detailgrad. das sind enorme kosten, vom druck mal abgesehen. glaubt hier wirklich jemand das solche karte dann einfach so noch gemacht werden? das ist selten.


wie war das noch gleich bei der vergabe der diplomkartierungen: das landesamt bietet an die kartenblätter xy und ... und ... ... im zuge von diplomkartierungen neu zu kartieren um die mit den ergebnissen diekarten zu aktualisieren. abhängig vom gelände wird das kartenblatt auf 2-4 gebiete aufgeteilt, die bearbeitet werden können. allerdings gibt es keine vergütung oder anderweitige finanzierungen. für unterkunft und der gleichen ist selbst zu sorgen. die arbeit wird mit einer erwähnung in den erläuterungen und dem blattschnitt entlohnt.

das ist doch was.kartiergeologen sind zu teuer, also lässt man die gegenden über diplomanden und doktoranden kartieren, gibt ihnen ein dünn beschmiertes butterbrot und haut evtl. 5 jahre später die zugehörige, nicht vollständig abgeglichene karte heraus. bei so einem vorgehen verlangt ihr hohe detailierungsgrade?
diese zeiten sind schon lange vorbei. detailierte karten kosten zeit und zeit ist geld ----> zu teuer ---> macht kaum einer. und findet sich wohl mal viel detailinformation wird das durch ein überbügeln wieder reduziert. da braucht man nur mal entsprechende einrichtungen fragen. das ist totaler wahnsinn.


was aber beim klettern persönliche erfahrung und fähigkeiten betrifft; sehr viele überschätzen sich selbst und unterschätzen gefähr und schwierigkeit. wenn du jetzt schwierigkeit 8 kletterst, dann mag ein anderer ja vielleicht nicht verstehen wie du das anstellst, das hindert nur viele nicht daran es doch zu versuchen. vielleicht sieht es auch für einen gerade leicht aus wenn du im 6. grad herumturnst. aber auf die idee, dass selbst der 3. grad für einen selbst zu viel sein könnte kommen viele nicht.
dieser schwachsinn fängt doch schon ganz weit unten an. bestes beispiel: einführungesexkursion für erstsemester zum kennenlernen über fachschaften organisiert. ziel: gemeinsam auf nen berg steigen. und was kommt zu so ner exkursion? natürlich auch zeitvertreibstudenten mit handtasche, minirock und stöckelschuh.  :o wohl klarer fall von fehleinschätzung.

insgesamt laufen recht viele herum, die nicht ansatzweise auf die idee kommen, dass sie ziemlichen blödsinn anstellen.

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