https://crystalparadise.de/https://www.juwelo.dehttp://vfmg.de/der-aufschluss/

Autor Thema: Fundberichte im Forum und Lexikon  (Gelesen 25752 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline uwe

  • ******
  • Beiträge: 4.427
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #30 am: 20 Jun 09, 17:35 »
Hallo Stirner,

neu im Forum und gleich markige Worte. Das was UlrichW geschrieben hat ist keine Frechheit sondern eben seine Meinung (die ich teile, aber das tut nichts zur Sache). Wir haben hier im Forum eben Meinungsfreiheit und legen lediglich Wert darau, daß niemand direkt persönlich angegriffen wird.

Also erst mal: Willkommen als registrierter user im Forum. Allerdings bist Du wirklich etwas zu anonym. Geschlecht und Alter dürfen getrost angegeben werden, ohne das der in Deutschland etwas paranoid gepflegte Datenschutz wesentlich verletzt wird.

Gruß
Uwe

Offline endeavour-minerals

  • ***
  • Beiträge: 478
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #31 am: 20 Jun 09, 18:37 »
Nun UlrichW, dann habe ich wohl die falschen Eindruck aus deinen Posting bekommen.Für mich sah es halt so aus:Fundstelle bekannt gegeben,andere haben besser gefunden,jetzt ärgert man sich darüber die Fundstelle bekannt gegeben zu haben.

Das mit den "Ausländern" kann ich nur bestätigen,wobei es auch anständige Deutsche Sammler gibt.Das mit den 80% würde ich daher nicht unterschreiben.

@alle:
Aber auch ein möglicher Grund für fehlende Fundortberichte ist,das es im Moment sehr ruhig um die Steinbrüche geworten ist,der Wirtschaftskrise wegen.Einige haben Absatzprobleme und damit Kurzarbeit und es sind halt einige.Somit werden die Funde weniger. Dann ist es Sommer,die meisten sind drausen und haben einfach keine Lust etwas zu schreiben,so wie ich eigendlich auch. Ich kann also für meine Ecke nur eines schreiben,es gibt im Moment nichts interessantes zu Berichten,außer halt den Fund von ein paar matschigen Calciten,aber das interessiert hier im Atlas ja sowieso keinen,ist halt nicht bunt / spektakulär. Ähm die Trüffelschwein truppe hat glaub ich bei youTube einen Film über ihre letzte Tour,den kann man sich ja reinziehen.

Glück auf
Ingo

Offline UlrichW

  • ***
  • Beiträge: 168
    • Astronomie und Mineralien
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #32 am: 20 Jun 09, 19:23 »
Moin STIRNER,

Zitat
Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen und schwarze Schafe gibt es immer und überall, damit muß man rechnen und leben.

Eben! Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen! Vertrauen kann man aber nur Menschen gegenüber haben, die einem auch bekannt sind! Und die im Internet angepriesene Anonymität ist garantiert kein Vertrauengrund!
Ich sage es mal so: Würde man sich auf dem Feld treffen und man stellt sich mit "Bubbleman" vor, was würdest Du von dem Kerl Dir gegenüber halten?

Und ja, es gibt schwarze Schafe! Das Problem ist, daß man "Schwarze Schafe" nicht beim Namen nennen kann, wie Uwe richtig geschrieben hat. Folglich ist es nur logisch, daß man mit dem Informationsaustausch recht zurückhaltend wird, da man damit rechnet und damit lebt!

Ich hätte kein Problem damit einem Ingo Löffler, Alois Lechner oder Uwe Ludwig  (und anderen namentlich Bekannten) einen Fundstellentip zu geben, aber einem ... Persönliche Angriffe lt. Forenregeln verboten - Der Admin!


Glück auf
Ulrich
« Letzte Änderung: 20 Jun 09, 20:41 von Stefan »

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.326
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #33 am: 20 Jun 09, 20:38 »
Zitat
Eben! Keine Gemeinschaft funktioniert ohne Vertrauen! Vertrauen kann man aber nur Menschen gegenüber haben, die einem auch bekannt sind!

Ich halte das völlig anders, prinzipiell genießt jeder einen Vertrauensvorschuss! Woran soll ich das festmachen ob ich jemanden den ich nur ein paar mal gesehen habe trauen kann? An der Nase, an seinem lächeln? Muss ich mir den Ausweis zeigen lassen, damit ich mir sicher bin dass er er/sie den richtigen Namen nennt. Würden sich die Leute mit "als bürgerlich" akzeptierten Namen anmelden, wüsste ich auch nicht ob die Namen stimmen.

Jeder kann und soll dies so halten wie er/sie das möchte. Ich persönlich frage mich allerdings was Leute hier machen, die lieber nichts schreiben aus Angst jemand könnte Sie ausnutzen, wenn es diese Plattform nur gibt weil Leute etwas Preis geben. Hätten wir nicht das Lexikon und Leute mit Vertrauen wäre der Mineralienatlas schon lange wieder in der Versenkung verschwunden. Vielleicht sollte der Ein oder Andere mal darüber nachdenken. Fairness sieht für mich anders aus.

Da meine Meinung oft fälschlich als Gesetz ausgelegt wird, betone ich, dass dies meine persönliche Meinung ist, die niemand teilen muss.

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 20 Jun 09, 20:48 von Stefan »

Offline uwe

  • ******
  • Beiträge: 4.427
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #34 am: 21 Jun 09, 08:40 »
In einem Punkt muß ich hier Stefan widersprechen: Anonymität ist eben nicht korrekt. Ich habe als kleiner Junge gelernt, daß man sich vorstellt, wenn man mit anderen Leuten in Kontakt tritt. Im Berufsleben überreicht man Geschäftspartnern beim Zusammenteffen seine Visitenkarte. Für mich ist Anonymität einfach unhöflich. Da ist nichts daran zu deuteln.

Natürlich kann man einen falschen Namen erfinden und diesen natürlich auch auf seine Karte drucken lassen. So etwas möchte ich aber keinen Forumsmitglied unterstellen. Nein, die Anonymität ist entweder mangelndes Selbstvertrauen oder (wie oben schon erwähnt) Resultat dieses Pseudodatenschutzgewäschs einiger Übereifriger. Dabei sind persönliche Daten von jedem bereits sonstwo, denn in der Firma, beim Arzt, ja selbst bei Einkauf im Internet oder beim Versandhaus gibt man seine Daten preis. Nur in  einem Forum Gleichgesinder muß man seine Persönlichkeit schützen - tut mir leid, aber das verstehe ich nicht.

Soll jeder tun wie ihm beliebt. Ich, und einige andere in diesem Forum, scheuen sich nicht zu Ihrer Person zu stehen.

Gruß
Uwe

Haldenschreck

  • Gast
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #35 am: 21 Jun 09, 09:57 »
hallo.

zurück zum eigenlichen anliegen....

ich sehe das eher pragmatischer:
1. habe ich mitbekommen, dass das lexikon das "kerngeschäft" sei, das forum eher ein anhängsel. für mich heißt das, meine fundstellendetails - außer kleine situationsberichte - nur im lexikon zu veröffentlichen.
2. der mangel an fundberichten vielleicht auch ein mangel an zeit ist. (ich wühle mich derzeit durch meine clara- funde von 1994).
3. es von den ohnehin irgendwie schon bekannten fundstellen nichts neues und außergewöhnliches zu berichten gibt. wenn ich z.b. wiederholt schreibe, auf der glücksrad-halde im harz einige nette cerussite gefunden zu haben, dann wird darüber meist müde gegähnt.
4. sich mit 3. die neid-/missgunstdebatte m.e. erledigt hat.

haldenschreck

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #36 am: 21 Jun 09, 10:35 »
Hallo,

im Forum wird diskutiert, im Lexikon wird dokumentiert - beides ist "Kerngeschäft" oder?

Ob sich das mit Neid usw. erledigt hat - ähh, ich glaube ich nicht. Es gibt unter Mineraliensammlern halt immer mal auch "Schwarze Schafe". Das liegt nicht an unserem Hobby und das ist überall so - leider. Wie jeder mit diesem Umstand umgeht ist seine Sache nur - wer läuft ständig mit einer kugelsicheren Weste rum, weil es ja einen Amokläufer geben könnte? Übertragen bedeutet das: Mit Geheimniskrämerei schützt man keine Fundstellen auf Dauer. Ich habe das wiederholt beobachtet: Irgendwann kommt ein reißerischer Bericht mit den besten Funden der letzten hundert Jahre in der Bild-Zeitung der Szene und dann haben wir das Problem. Häufig bestehen zu diesem Zeitpunkt zwar garnicht mehr die guten Fundmöglichkeiten - aber die negativen Erscheinungen haben wir doch.

Was die Anonymität angeht gebe ich Uwe voll Recht. Wenn mich jemand anruft und sich mit "stein144" meldet würde ich dem auch keine Auskunft geben. Einen Fundbericht im Aufschluss der nicht namentlich gezeichnet ist habe ich noch nicht gesehen und wenn ich anonyme Post im Briefkasten finde - sorry, die landet ungelesen um Mülleimer. Meine Beobachtung ist, dass es sich trefflich aus dem Nebel der Anonymität schießen lässt, die Sache mit dem Datenschutz wird in diesem Zusammenhang überbewertet bzw. wird vorgeschoben.   

Gruß
Berthold

Haldenschreck

  • Gast
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #37 am: 21 Jun 09, 11:34 »
im Forum wird diskutiert, im Lexikon wird dokumentiert - beides ist "Kerngeschäft" oder?
...das hat aber stefan einmal ganz anders geschrieben.

im übrigen ist mißgunst/neid nur ein aspekt unter vielen, warum hier nichts mehr los ist. man sollte die anderen gründe auch herausarbeiten und nicht nur ein randthema breitklopfen.

haldenschreck

Offline Florian

  • *****
  • Beiträge: 803
  • Steine Bergbau ... was gibts den schöneres?
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #38 am: 21 Jun 09, 12:34 »
Hallo zusammen,

zurück zum Kernthema der Diskussion oder...?

Muss leider auch gestehen das ich auch ein mehr mit Leser bin und weniger der Artikelschreiber. Aber in lezter Zeit bin ich nicht mal mehr ein Mitleser - die qualität der Themen hat sich wirklich verschlechtert - so finde ich. 90 % der Foren Beiträge sind nicht lesenswert und die weitern 10 % splitten sich dann in Fragen die nie beantwortet werden oder auch können - und Fragen oder Themen die oft zu todgeredet werden und am Ende steht nichts wirklich interessantes/ neues/ Lösung hier.
Zu den Fundstellenberichten:
- Ich war diesen Frühjahr-Sommer auf einigen hier im Forum/Lexikon beschriebenen Fundstellen und musste feststellen daß das was immer oft als Vorwand gegen veröffentlichungen im Internet gesagt wird --> Fundstellen werden nach Internett oder andern Veröffentlichungen von anderen Sammlern geplündert nicht bestätigen - z.B. war ich auf der Fundstelle in Leogang Österreich Vogelhalt welche Loismin vor einen Jahren schon hier beschrieben hat - und ich glaube da waren seit meinem lezten Besuch vor 2 oder 3 Jahren nicht allzuviel Sammler - oder alle haben wenig gearbeitet. Zumindest hab ich wieder gut gefunden ... oder Steinbruch Oberndorf bei Kitzbühel - war vor 2 Wochen schnell mal dort und hab wie immer Anatas-xx und Brookit-xx gefunden. Zufällig kam der Besitzer des Steinbruchs vorbei und wir kamen ins gespräch - kein Problem mit Sammelgehmigung ect. hat auch nach Nachfrage gemeint das ausser uns ganz selten mal wer zum Sammeln in den Steinbruch kommt.
Klar ist mir auch das wenn man SUperfunde veröffentlicht die Situation anders ist - da kommen dann die "Assgeier" .... aber ich glaub jeder hat doch auch so Fundstellen im petto welche ohne Problem veröffentlicht werden können oder mal ein aktueller Fundbericht gegeben werden kann ohne das man um "seine" Fundstelle bangen muss. Oder ?

Mich wundert das Themen wie diese immer so ein großes Intersse wecken und auch Reaktionen aber bei anderen Themen wo ich mir sicher bin das einige viel mehr sagen könnten kaum oder keine Aufmerksamkeit bekommen - also sollten wir nicht einfach leiber anstatt zu diskutieren einfach mal ein paar interessante Projekte/ Themen/ Bestimmungen/ Fundstellen ect. anlegen und mal wieder mit "normalen" Themen unserer Freizeit beschäftigen?

Gruß und Glück Auf

Florian

Offline Anatas

  • ***
  • Beiträge: 456
  • Südtirol ist nicht Italien
    • Anatas - Alpinsammler und mehr
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #39 am: 21 Jun 09, 12:46 »
war letzten Sonntag mit Thomas/McBrook auch in Oberndorf und wir haben noch genügend (hauptsächlich Brookit) gefunden ...  

Danke an dieser Stelle nochmals an Florian welcher mich voriges Jahr auf diese Fundstelle aufmerksam machte  


Hallo zusammen,


... oder Steinbruch Oberndorf bei Kitzbühel - war vor 2 Wochen schnell mal dort und hab wie immer Anatas-xx und Brookit-xx gefunden. Zufällig kam der Besitzer des Steinbruchs vorbei und wir kamen ins gespräch - kein Problem mit Sammelgehmigung ect. hat auch nach Nachfrage gemeint das ausser uns ganz selten mal wer zum Sammeln in den Steinbruch kommt.

Florian

Schade Florian, da haben wir uns wohl mit unserer kombinierten Vogelhalt/Oberndorf-Tour um eine Woche verfehlt ; aber diese Mineralien-Touren sind halt,
zumindest bei, uns immer ziemlich spontan und ungeplant (Anruf am Donnerstag von Thomas: Du mein Kleinster will unbedingt  mit uns Sammeln gehen)
« Letzte Änderung: 21 Jun 09, 13:04 von Anatas »

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.356
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #40 am: 21 Jun 09, 14:49 »
Eines wundert mich beim Durchlesen der Beiträge doch etwas :

- entweder sind wir die "Letzten unserer Art" als Mineraliensammler, (was ich eigentlich nicht glaube*)...dann müssten wir ja eigentlich nur noch sehr wenige sein = es wäre kein Problem, Fundstelleninfos mitzuteilen, da wenige Sammler ja gar nicht so viele interessante Fundstellen bearbeiten können...

- oder aber wir sind doch gar nicht so wenige, dann wiederum sollten auch viel mehr Fundstelleninfos von verschiedenen Seiten zusammenkommen.

Also wie denn nun...?...oder liegt es vielleicht eher an einer grassierenden Schreibunlust vieler ?

Glück Auf

Thomas

P.S. : Hierzu noch ein Gedanke : Mineralien finden Ihren Käufer, auch heute noch ! Und das zu mitunter völlig überzogenen Preisen. Folglich kann es gar nicht so wenige Sammler geben

Offline Goldi85

  • ******
  • Beiträge: 1.177
  • go ahead, make my day!
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #41 am: 21 Jun 09, 15:27 »
Hallo,

wenn man sich mal umschaut wird man schnell feststellen, dass nicht nur hier im MA wenige Fundberichte beschrieben werden. Ich nehme mal mindat zum Vergleich, dort wird zwar auf den ersten Blick mehr geschrieben, aber wenn man bedenkt wieviele Sammler aus aller Welt (!!) dort teilnehmen, ist es im Schnitt auch nicht mehr.
Keine Ahnung also, warum sich nur wenige bemühen. In der Zeit des Web 2.0, in der jede Kleinigkeit in Blogs niedergeschrieben wird, stellt das so ziemlich die entgegengesetzte Entwicklung da. Geheimniskrämerei? Nein, würde ich nicht generell als Grund sehen, mal von den empfindlichen Fundstellen abgesehen, was mich eher wundert ist, dass nicht mal von den klassischen Fundstellen (Juchem, Gr. Clara, die Alpen mal als Beispiel- alles "empfindliche" Fundstellen?) berichtet wird. An Zeitmangel wirds auch kaum liegen, ein kurzer Bericht ist schnell geschrieben und dank Digitalkamera ist das Hochladen von Fotos auch eine Sache von Sekunden. Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust  ;)

Was die Anonymität betrifft, nur so viel: man kann es sich nunmal aussuchen und ich störe mich daran nicht weiter. Wichtiger ist die Netiquette und wenns da hapert, dann kommt halt auch mal was zurück. Von ein paar Spitzfindigkeiten mal ganz zu schweigen, Fehler müssen korrigiert werden, aber wenn sich eine Diskussion schon an unwichtigen Kleinigkeiten aufhängt, wäre eine gesunde Portion GMV doch mal angebracht.

Gruß  Daniel

Offline UlrichW

  • ***
  • Beiträge: 168
    • Astronomie und Mineralien
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #42 am: 21 Jun 09, 16:53 »
Hallo zusammen,

Zuerst eine Nachricht an STIRNER: I
Ich bitte Dich vielmals um Entschuldigung für die saublöde Formulierung. Was ich gemeint hatte war, warum ich etwas jemandem veraten sollte, der mir nur als Synonym bekannt ist. Als ich die Formulierung "... , aber einem STIRNER" schrieb, meinte ich damit nicht dich persönlich, sondern habe deinen Nicknamen stellvertretend für alle Anonymen verwendet. Ich bitte dich dafür nochmals um Entschuldigung, zumal es zeigt, wie sehr man auf seine Formulierungen aufpassen muss um nicht missverstanden zu werden....was in dem Fall schlicht kaum zu vermeiden war! Ein Angriff auf deine Person war es auf keinen Fall, auch wenn die Formulierung der Antwort deines Postings das so hat erscheinen lassen.

Es muss sich auch niemand für seine Einstellung zu Dingen wie Fundortweitergaben, Anonymität im Netz usw. entschuldigen. Wie Uwe schon richtig schrieb, sind das Meinungen die zu gelten haben, ob es mir oder irgend jemanden passt oder nicht!

So, nun aber zurück zum Thema: Zwei wesentliche Aussagen sind mir aufgelaffen:
Zitat

- entweder sind wir die "Letzten unserer Art" als Mineraliensammler, (was ich eigentlich nicht glaube*)...dann müssten wir ja eigentlich nur noch sehr wenige sein = es wäre kein Problem, Fundstelleninfos mitzuteilen, da wenige Sammler ja gar nicht so viele interessante Fundstellen bearbeiten können...

- oder aber wir sind doch gar nicht so wenige, dann wiederum sollten auch viel mehr Fundstelleninfos von verschiedenen Seiten zusammenkommen.


Ja, sammelt tun noch viele, aber tun sie es noch mit der nötigen Konsequenz und mit dem nötigen Einsatz? Können sie es überhaupt noch?
Bei abnehmenden bzw. kaum noch vorhandenen Fundmöglichkeiten, nördl. der Weisswurstgrenze, bleibt für viele nur noch das gelegentliche Sammeln im Urlaub, andernfalls sind die Kosten einfach für viele untragbar. Also den Trend, daß eigentlich keiner mehr rausgeht zum Sammeln kann ich zumindest in unserer Region deutlichst beobachten. Das Hauptziel Eifel ist mehr oder weniger zum Lottospiel geworden, mit einer ähnlichen Trefferquote. Da fahren nur noch die ganz Harten hin. Hinzu kommt für viele, daß es nicht jedermanns Sache ist sich heimlich in Brüchen zu bewegen.

Zum zweiten Teil des Zitats gäbe es auch verschiedene Ansichten. Eine will ich hier mal erwähnen. Wenn jemand im Ausland sammelt, bekommt er in der Regel die Tips von Einheimischen. Diese sind dann nicht sehr amüsiert, wenn sie erfahren, daß man nichts eiligeres zu tun hatte, als die Info in Deutschland ins Internet zu stellen. Darauf Rücksicht zu nehmen heist eben weniger Posten.

Zitat
Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust

Das bedingt, daß jemals eine Schreiblust vorhanden war. Diese war und ist nur wenigen gegeben. Und von denen haben viele "dicht gemacht". Aber warum haben sie dicht gemacht? Ich glaube kaum, daß es die Fundstellenraudies waren, sondern in der breiten Masse die fehlende Bereitschaft sich selbst in die Gemeinschaft einzubringen, sei es im Verein durch teilen und mitteilen, oder einfach nur aktivem Teilnehmen. Wer von den ehem. "Schreibern" hatte nicht das Gefühl sich einer Gemeinschaft von "ich lass mich mal bedienen"-Sammlern gegenüber zu stehen.
Und mit Schreibern meine ich nun nicht nur die hier im Forum vertretenen, sondern auch die die in Clubs das Wort führen oder sonstwie aktiv der Sammlergemeinde gegenüber stehen.

Ein anderer Aspekt kommt auch noch zum Tragen: Das Internet in der heutigen Form ist bei den Sammlern noch gar nicht angekommen. Mit angekommen meine ich jetzt nicht daß sie kein Internet haben, sondern daß sie noch nicht begriffen haben, daß das Internet die neue Form des "Vereinslebens" ist. Das geht aber auch nur, wenn man Foren so gestaltet, daß sie dem entsprechen. Also meine Favoriten wären da eindeutig:
a) Nennung des Namens und Wohnortes

b) Nennung der Hauptsammelgebiete in der Fussnote

c) Nutzung der PN ausschließlich für wirklich höchst vertrauliche Sachen. Je mehr Offenheit und Öffentlichkeit vorhanden ist, desto eher wird man als Vertrauenswürdig akzeptiert...mit all seinen Macken und Ecken! Auch herbe Kritik muss man sich öffentlich anhören müssen, wenn man öffentlich Mist gebaut hat!

d) Ein Forum darf kein imaginärer Platz bleiben, Treffen der Forumsmitglieder müssen stattfinden. Daß dies nicht immer von jedem besucht werden kann, ist klar, aber es steigert das Kennenlernen automatisch. Finden solche Treffen erst einmal statt, und hier versammelt sich ja so wie ich es sehe und weis (wer mitliest) durchaus die Spitze deutscher Sammlerschaft. Diese Treffen und der vorher und nachher stattfindende Austausch im Forum ist gleichzeitig Werbung, sich der "neuen Gemeinschaft" anzuschließen. Ich denke, mit der Zeit fallen dann viele Barrieren.

Diese Treffen kann man tadellos als Tauschtreffen organisieren, zumal uns hier im Forum die Möglichkeit zur Verfügung steht, vorher alles Mögliche zu klären. Z.B. könnten über das Forum "Vorbestellungen" ausgetauscht werden, so nach dem Motte: "Sag mal, Du sammelst doch Imsbach, kannst Du davon mal was mitgringen?"
(Imsbach war rein imaginär, könnte auch....heissen). Zudem könnte man sich vorher genauer darüber unterhalten, was man sammelt, wie und was man siucht und zu bieten hat. Schon wäre richtig leben in der Bude, denn eines ist klöar: Wenn es darum geht neues Material zu bekommen, dann kommen alle aus dem Loch.
Für Neueinsteiger böte sich die Möglcihkeit von dem Tisch der gaben reichlich abzubekommen...es sei denn ein Sammler mit 2 jahren "Berufserfahrung" sicht nur die Seltenheiten der seltensten Fundorte.

Ein Nebeneffekt wäre auch der, daß die Leute, die eine Halde reichlich besammelt haben, so ihre "Überschüsse" wieder in den Kreislauf der Sammlerschaft zuführen könnten. Damit wäre auch dem "leerfinden" von Fundstellen die Brisanz geraubt, denn es ist dann kein "Leerfinden" sondern "bergen" von Fundstellen...klassische Sinnverdrehung ;D Ausserdem zeigt sich binne Jahren, wer wirklich an der Gemeinschft teilhaben will und wer nicht. Damit wäre dann die Frage wieviele "echte" Sammler es gibt erledigt.

Noch ein Nebeneffekt: Vom Erlos z.B. durch Platzmiete oder Kuchenverkauf könnte sich der Atlas prima finanzieren.


So, nun möchte ich noch ein wenig zum Thema "Kerngeschäft" "stänkern". Es gibt einige Teile im Kerngeschäft Lexikon, die ich einfach nur genial finde: Da wären zum einen die Mineralmonografien. Diese im Nirvana des Servers verschwinden zu lassen halte ich ehrlich gesagt für sehr unklug. Diese gehören gesammelt in einer Liste in einem deutlichen Button auf die Hauptseite. Auch Fundortmonografiene wie z.B. die über Spanien (fällt mir gerade so ein) sollte dort erreichbar sein. Dann würde es auch für "Schreibwillige" mehr Sinn machen, denn ihre Erzeugnisse wären schnell erreichbar und auch von denen zu lesen, die nicht gerade nach Infos über ein spezielles Mineral oder Gebiet recherchieren.

Ansonsten ist das Lexikon für mich eher nebensächlich, denn wenn es um neue Mineralien geht schaue ich ins MinDat oder in die RRUFF-database. Fundortebeschreibungen erwarte ich in Mindat nicht, aber wenn ich sehe wieviele Fundortphotos da gesammelt werden, was brauche ich mehr: Ein Fundortfoto, eine Mineralliste dazu und eine Landkarte (Google Earth), schon weis ich ob es sich lohnt da mal hin zu fahren.
Das soll jetzt das Lexikon nicht schmälern, es ist neben Mindat das Zweitwichtigste weltweit. Daran kann und muss man weiter arbeiten. Aber wenn der Überbau wegfällt, und das sind die aktiven Sammler, wird es schwer das Lexikon zu halten.

Also ich halte das Forum für einen extrem wichtigen Ort, dem bei Mindat der Photoupload entspricht. Warum hat es soetwas nicht auch hier?

So genug gesabbelt, die Finger glühen!

Glück auf
Ulrich







Offline triassammler

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.197
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #43 am: 21 Jun 09, 19:55 »
Hallo!

Keine Ahnung also, warum sich nur wenige bemühen. In der Zeit des Web 2.0, in der jede Kleinigkeit in Blogs niedergeschrieben wird, stellt das so ziemlich die entgegengesetzte Entwicklung da. Geheimniskrämerei? Nein, würde ich nicht generell als Grund sehen, mal von den empfindlichen Fundstellen abgesehen, was mich eher wundert ist, dass nicht mal von den klassischen Fundstellen (Juchem, Gr. Clara, die Alpen mal als Beispiel- alles "empfindliche" Fundstellen?) berichtet wird. An Zeitmangel wirds auch kaum liegen, ein kurzer Bericht ist schnell geschrieben und dank Digitalkamera ist das Hochladen von Fotos auch eine Sache von Sekunden. Mittlerweile glaube ich, es liegt wirklich an der Schreibunlust  ;)

Schreibunlust (die auch bei mir gelegentlich vorhanden ist) sollte man aber differenziert betrachten: In Blogs wird meist jeder Käse geschrieben, der dem Autor gerade durch die graue Masse oder das Vakuum (je nach Veranlagung) zwischen den Ohren hindurchschießt, das ist mit dem Aufwand für einen Lexikonartikel nicht zu vergleichen. Oft ist es ja nicht damit getan, schnell in 5 Minuten einen Text hinzuwerfen, sondern man möchte schon etwas an Informationen bieten und verwendet entsprechend Zeit darauf - je nach Freizeit kann oder möchte man das nicht jede Woche leisten. Weiters gibt es bestimmt einige, die es sich nicht zutrauen, einen Fundstellenbericht zu verfassen, weil sie ihr eigenes Wissen als zu gering erachten. Aus dem schulischen und universitären Leben bekannt ist auch das Phänomen des "wie fange ich überhaupt an?", was oft dazu führt, dass diese Frage zum zentralen Problem eines geplanten Texts wird. Mancher mag auch Ansprüche an sein Projekt stellen, die er selbst nicht oder nicht schnell genug erfüllen kann, und gibt deswegen schon vorzeitig auf. Hier sollte man sich einfach trauen und beginnen... Die Tatsache, dass noch kein anderer über die jeweilige Fundstelle geschrieben hat, sollte doch zeigen, dass man selbst möglicherweise der beste Kenner der Lokalität ist. Korrekturen und Hinzufügungen durch andere sind ja jederzeit möglich. Das setzt voraus, dass man dies nicht als destruktive Kritik, sondern als Verbesserungsvorschlag auffasst.
Und natürlich gibt es die Einzelfälle, bei denen es einem schon genügt, auch ohne Fundstellenbericht bei jedem Besuch bereits 10 andere Sammler und ein weitgehend in Claims unterteiltes Gelände vorzufinden. Persönlich muss leider auch ich beobachten, dass Fundstellen mit besonders begehrten Funden gelegentlich geradezu heimgesucht werden, und das dazu noch ggf. mit falschem Werkzeug und ohne Kenntnis der Materie. Da landen dann an sich schöne und interessante Funde im Schutt, weil ohne Geduld und mit der falschen Zielsetzung gearbeitet wird. Sicher tut dies nur eine verschwindend geringe Minderheit der Sammlergemeinde (soweit es sich nicht sowieso um kommerziell agierende Personen handelt, auf die der Begriff "Sammler" gar nicht zutrifft), dieser geringe Anteil ist es aber, der die augenfälligsten Spuren im Aufschluss hinterlässt.

Aus all diesen Gründen kann ich es nachvollziehen, wenn nicht jeder einen Fundstellenbericht verfasst. Persönliche Treffen der MA-Mitglieder auf Börsen und im Gelände helfen hier sicher entscheidend, einen Gemeinschaftsgeist herzustellen und die anderen Mitglieder nicht nur als mehr oder weniger anonyme Web-Bürger zu sehen. Auch wird es so leichter, die Minderheit, die Informationen zum Zweck der Fundstellenausbeutung nur konsumiert, abzugrenzen. Letztlich verfasse ich einen Bericht lieber, wenn ich Teile der Leserschaft persönlich kenne und weiss, dass ich ihnen damit eine Freude bereite.

Gruß,
Triassammler

Offline Goldi85

  • ******
  • Beiträge: 1.177
  • go ahead, make my day!
Re: Fundberichte im Forum und Lexikon
« Antwort #44 am: 21 Jun 09, 20:06 »
Hallo,

ja, damit hast du natürlich Recht, man muss differenzieren. Was die MA-Treffen angeht, das wäre natürlich auch mal wieder was. War bisher zweimal auf gemeinsamen Exkursionenvon Mitgliedern, man hat interessante Leute getroffen und es hat Prima geklappt. Sollte man auch mal wieder ins Auge fassen, sobald es die Zeit wieder zulässt.

Gruß  Daniel