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Wieviele aktive Mineraliensammler gibt es in Deutschland ?
STRAHLER:
Hallo,
um auch mal kurz auf die guten alten DDR-Zeiten sprechen zu kommen.
Ich denke viele Sammler aus den alten Bundesländern wissen gar nicht wieviel Sammler es im Osten Deutschlands gab, und was die alles aus dem Berg geholt haben. Da gab´s viele aktive Sammler, welche selbst im Bergbau gearbeitet/geschuftet haben, so zusagen direkt an der Quelle sitzend. Oder was meint Ihr wie Freiberg, Ehrenfriedersdorf, Pöhla, Hartenstein, Zobes, Schönbrunn, Brunndöbra und co. jetzt auf die Börsentische gelangen?
Kenne selbst einige alte Sammler im Raum Vogtland/Erzgebirge die haben wirklich sehr beachtliche Sachen in Ihren Vitrinen stehn.
Do froch iech miech ner, wo´s des her ham? Bstimmt bin mausen hinnerherschossen griecht ;D Scherz beiseite!
P.S. Denke auch das es reichlich (einige Tausend) Sammler gibt. Einige mehr oder weniger aktiv. Aktive Mineraliensammler sind aber meines Wissens auch nicht vom Kauf oder Tasch verschont. Ich selbst sammle zu 90-95 % selbst und den Rest fülle ich dann der Vollständigkeit nach auf, durch Tausch/Kauf. Denke deshalb schon, das ich als aktiver Sammler durchgehe.
Beste Grüße und ein Glück Auf
Ronny alias STRAHLER
DonMineral:
Hallo an alle die alten Hasen
wie viele Sammler es also sind ist schwer auszumachen.. dass die meisten zur Generation 50+ gehören ist auch inzwischen klar aber interessant wäre wenn man die Diuskussion dahin führt, was man unternehmen müsste dass es wieder mehr werden.
Bei den Bienenzüchtern ist es das selbe Problem....Durchschnittsalter 61..und die machen gute Prifite.
Mit welchen Strategien ist es vielleicht möglich wieder die jüngeren Naturfreunde die es ja gibt dazu zu bewegen wieder Mineralien zu sammeln oder zu kaufen..
Jede Branche oder jedes Hobby hat einen dem Zeitgeist unterworfenen Zyklus, ob das Münzen sind oder Briefmarken...
Entscheidend wäre es zu erfahren was der Verband unternimmt um neue Mitglieder zu finden, wie die alten Collectoren die jüngeren unterstützen das Hobby zu aktivieren (zBsp. wie der Collector mir ständig in den A....tritt) oder was die Börsenveranstalter hier besser machen sollten. Oder liegt es an den Händlern die keine neuen Ideen im Marketing finden..
Mit der Hoffnung auf positive Antworten..
Gruss aus Midelt
Don Ronaldo
smoeller:
Hallo,
@DonMineral: Ich glaube, das Problem liegt in D auch daran, dass es kaum mehr Stellen gibt, an denen man mit dem Nachwuchs noch problemlos sammeln könnte. An den meisten Fundstellen wird es schon als Erwachsener schwierig, mit Kindern ist es nahezu unmöglich. Es gibt noch einige wenige Orte (Holzmaden, Eichstätt, Rügen, Ostseestrand, Grube Clara), wo das Sammeln mit Kindern möglich ist, aber wer kann und will heute schon hunderte km weit fahren. Da nützt einem ein Verein auch nicht so viel. Dazu kommt bei Jugendlichen der hohe Gruppenzwang und Druck in der Schule. Sammeln von Mineralien gilt heute einfach nicht als "cool" und wer sich zu sehr damit befasst, wird zum Außenseiter. Die Medien tun ein übriges: Solange das Sammeln von Mineralien und Fossilien allenfalls auf Spartenkanälen wie Arte oder 3Sat vorkommt, wird es kaum die jüngeren ansprechen. Und wenn mal was auf anderen Sendern mit jüngerem Publikum kommt, dann nur irgendwelche Edelsteine oder Goldnuggets, die eh kein normaler Mensch bezahlen kann.
Was man bräuchte: Spezielle Touren für Schüler und Jugendgruppen, die Spiel und Spaß mit Sammelerlebnis verbinden. Problem: Chronischer Lehrermangel, wenig Interesse der Jugend an Vereinen/geeigneten Jugendgruppen, unterbesetzte und unterfinanzierte Jugendarbeit, oft wissen die Lehrer selber kaum was über Mineralien.
Bevor jemand regelmäßig Mineralien kauft, muss er erst einmal das Interesse haben, eine Sammlung aufzubauen. Und: Junge Leute sind meist nicht die typischen Vereinsmeier.
@all: Ich denke auch, das die genaue Anzahl von Mineraliensammlern schwer auszumachen ist. Zu unterschiedlich ist die Klientel. Da gibt es die x Mitglieder von regionalen Vereinen und der VFMG (von denen immer auch einige (Anzahl a) nur noch Mitglieder sind, aber keine aktiven Sammler mehr, dann y Börsengänger , von denen die Anzahl b nur Zuschauer sind, Anzahl c auf mehrere Börsen gehen, Anzahl d nur Schmuck/Esotherikware/Muscheln kaufen, und eine Anzahl z an Sammlern die weder in Vereinen organisiert sind, noch auf Börsen gehen und n Sammler, die nur gelegentlich/besondere Stücke für Forschung oder Vitrine sammeln oder Studenten/Dozenten, die nur auf Exkursionen/für Lehrzwecke sammeln.
Dann habt ihr die Anzahl Sammler K als K = (x - a) + (y - b - c - d) + z + n. In jeder der Variablen gibt es erhebliche Unsicherheiten. Achtung! Keine mathematisch ausformulierte Gleichung, nur ein kleiner Ansatz, zu zeigen, wie unsicher die Schätzung ist.
Glück Auf!
Smoeller
DonMineral:
Ist doch schon mal ein Ansatz...vielleicht mal hier 4 Wochen Zeltlager im Berberzelt in Ahouli , Brot selbst backen, am Brunnen waschen Taijine selber bruzzelt, Schafe hüten und nachmittags in die Minen gehen zum Mineralien klopfen..
vielleicht kommt der collector oder der giantchristal dann dazu als Couch um dem Nachwuchs was zu erzählen..das wär doch mal was.
Lasst uns das doch mal weiter durchdenken.
Oder man macht einen grossen Truck als Ausstellungsstand fertig und fährt damit nach Deutschland zu den Sammler, aber nicht auf die teuren Börsen die schon 300 € Nebenkosten abzwacken sondern macht eine Tour an der Autobahn entlang ( sell on the High Way) und hält jeden Nachmittag an einem anderen Rastplatz und bringt die Show zu den Sammlern, und sitzt dann abends bei Bratwurst und Kartoffelsalet und einem Bier bei den Jungs .
Grüsse Don Ronaldo
cordes:
Glück Auf,
mich hat diese Diskussion, die auf Grund einer einfachen Frage entstanden ist, doch sehr erfreut.
Die Antort auf die Frage ist doch ganz gut auf eine Anzahl von 4000 bis 8000 beantwortet worden.
Es ergeben sich mit den Antworten zwei wichtige neu Fragen:
1. Wie ist die Alterstruktur
2. Wie kann man erreichen, dass der Nachwuchs ein größeres Interesse an der Mineliensammelei findet.
Zu 1. Ein erlebnis auf der Grube Clara, wo die große Halde noch zugänglich war:
Alle über 60zig möchten bitte die Halde verlassen, wieviel Personen sind dann noch da?
Zu 2. Mit Schulkindern der Grundschule habe ich kleine Exkursionen in den Harz (Glücksradhalde) gemacht. Die Kinder waren begeistert, was aber mit den Eltern? Die hatten keine Zeit, es mussten die Großeltern mitkommen!
Viele Kinder hatten Turnschue und kein festes Schuhwerk, Plastiktüte statt Rucksack oder Stoffbeutel, etwas anständiges zu Essen und Trinken, stattdessen Geld!
Fazit, die Kinder sind zu begeistern!!! Nur die Eltern.......
W. Hajek
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