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Anonymität von Mitgliedern

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Xyrx:
Bei ernsten Fachthemen rede ich lieber mit einem Menschen mit Namen als mit einem Pseudonym. Außerdem ist das dann persönlicher irgendwie. In den Anfangszeiten des www war es normal, sich zu outen (so 19xx bis 1991 etwa, ja ich bin seit 1989 fast täglich dabei!). Kommerziell wurde das Netz um 1992, von da an war Anonymität an der Tagesordnung. Nicht ein paar Gurus gingen ins Netz, auch Laien oder gar Spinner. Und was den Datenschutz angeht, ok, ist wichtig. Doch sollte eben jeder selbst darüber entscheiden, das muß kein Datenschützer oder der Staat jedem abnehmen. Und wer das nicht selbst kann, bleibt eben anonym. Mir ist es relativ egal, was andere über mich im Netz der Netze denken, auch wenn gewisse Personalchefs mich recherchieren sollten. Mir völlig wurscht. Alles sage ich eh nicht, und wenn ich was schreibe, dann bin ich das. In der Situation, in der persönlichen Zeit. Nix anderes.

Nur mal so als Anregung, mein Text.

Viele Grüße
ein Mensch (siehe Signum), alias Xyrx

Stefan:
Ich finde es nett wenn Leute sagen sie möchten lieber anonym einen Steinbruch empfehlen als damit in Verbindung gebracht zu werden. Wenn ich sehe wer Beiträge schreibt dann eigentlich fast nur Leute die ihren Namen preis geben  ::)

Gruß Stefan

caliastos:
totale Anonymität abzuschaffen ---> 100% dagegen

es gibt genug schnüffler und schnüffelprogramme, die nach privaten daten suchen. da hilft die beste software nix. es reicht die unsicherheit, die man durch internetaktivität eh schon hat.

letztens kam ein bericht wo datenschützer den gedanken- und sorglosen umgang mit privaten daten im web beklagen. diesmal am beispiel schüler-vz. da braucht mich ja da nur anmelden um ein vollkommenes persönlichkeitsprofil der user sehen zu können. wer so bescheuert ist und seine daten leichtfertig preisgibt soll das tun. aber jemand dazu durch forenauflagen zu zwingen halte ich für fahrlässig und ehrlicherweise für höchst unverschämt. zwingen wir doch gleich alle zur bekanntgabe ihrer kontodaten, denn man handelt ja auch untereinander, und wenn es nur die versandkosten sind. und warum nicht gleich noch beruf, einkommen, man ein internet-langfinger wäre daran sicher interessiert.

wo kommen wir da hin wenn jemand über die preisgabe privater daten diktatorisch entscheidet.

wer sich an annonymen mitglieder stört hat an sich irgendein persönliches problem. man muss auch seine nase nicht in anderer leute angelegenheiten stecken. wenn man es genauer wissen will dann kann man fragen. und wenn ein nein die antwort ist hat man sich damit abzufinden. man muss doch nicht seine persönliche neugier so primitiv befriedigen.

sobald jemand gezwungenermaßen private daten, und seinen es noch so unscheinbare wie region und co. preisgeben muss, wenn er das nicht will ist der konflickt mit dem datenschutz vorprogrammiert. wenn ich mich wo anmelde kann ich mich entscheiden ob ich mitspiele oder nicht. nachträglich aber ist das höchst bedenklich.

sich auf geschützte bereiche zu berufenhalte ich für nicht ausreichend. der aussage glaube ich auch schlicht nicht. man landet auch manchmal ohne zu wissen wie in angeblich geschützten bereichen eines servers.

ich sag's nochmal. wenn ich von jemand z.b. anschrift und co wissen will dann frage ich und nehme gegebenenfalls die ablehnung zur kenntnis, die auch beachtet wird. solange ich mit jemand nicht privat zu tun habe will ich die daten auch einfach nicht wissen. die gehen mich nun einmal einen feuchten dreck an. selbst wenn man sich mit jemand zu einer sammeltour trifft, so muss ich nicht zwingend dessen anschrift kennen.


@ berthold

ich würde nach wie vor nichts verallgemeinern.

nur, was hast du davon die privaten daten eines anderen zu sehen? glaubst du wirklich das hält von privaten anfeindungen ab? wenn mir jemand annonymes blöd kommt, dann sage ich mir: du mich auch. es gibt genug personen, die nicht davor halt machen einen auch noch privat anzugehen. mir hat das beschimpfen per e-mail als reaktion auf ein abgegebenes posting schon vollauf gereicht. da brauche ich nicht noch entsprechende briefe oder wer weiß was im briefkasten. solange es kein profi ist kann mir der nix anhaben. und einem profi reichen auch die daten, die der rechner ungefragt preisgibt aus. internet habe ich jetzt seid bald 15 jahren und bisher hat sich bis auf hier im forum niemand an annonymität gestört. man braucht keine privaten daten zur konflicktlösung oder vermeidung. deren bekanntgabe hat genau den gegenteiligen effekt.


deine vier vorschläge führen nur dazu, dass man einen teil der user schlicht aus dem forenbetrieb ausschließt. da kannst du sie genausogut gleich rauswerfen.


man gewinnt nunmal nichts durch die aufhebung der annonymität. würde sich jeder anständig verhalten, dann bräuchte man annonymität nicht. aber es gibt genug personen, die private daten für ihre eigenen zwecke missbrauchen. man schaue allein nur in die nachrichten was da für datenaffären hin und wieder platzen. das ist nur ein winziger, winziger bruchteil des datenmissbrauchs. das genaue ausmaß will, und sollte man besser gar nicht wissen. und das ist die sauerei. jeder schnüffelt nur noch in dingen, die einen nichts angehen, versucht daraus vorteile zu ziehen und und und.

wenn man also nun den membern aufzwingen will die privaten daten preiszugeben, sei es mir partiellem ausschluss und rauswurf, dann würde ich sagen ein glatter verstoß gegen den datenschutz. selbst bei denen, die ihre daten preisgeben wollen oder sich dem fügen würde ich bezweifeln das das rechtsmäßig zulässig ist.

Amudarja:

--- Zitat von: Stefan am 22 Jun 09, 21:49 ---Ich finde es nett wenn Leute sagen sie möchten lieber anonym einen Steinbruch empfehlen als damit in Verbindung gebracht zu werden. Wenn ich sehe wer Beiträge schreibt dann eigentlich fast nur Leute die ihren Namen preis geben  ::)

Gruß Stefan

--- Ende Zitat ---

Ist möglicherweise gesetzmässig. Man gibt seinen Namen schneller preis, wenn man viel geschrieben hat, also heimisch geworden ist. Die Folge ist, dass alle realen Namen sehr viel geschrieben haben. Nichts, was nicht zu verstehen bzw. entschuldigen wäre.

Gruß!
Joerg

endeavour-minerals:
Hallo,
kann es sein das wir uns schon mal darüber ausgetauscht hatten, ist schon eine Weile her, egal.
Es ist sicherlich angenehmer wenn man Namen und Beiträge nicht ergoogeln kann. Das Forum aus dem "öffenlichen Raum" des Internet heraus zu nehmen, zumindest eine Ausweitung des Full Member Bereiches, halte ich unbedingt für sinnvoll. Es ist sicher nicht im Sinne des Erfinders aber in Anbetracht so mancher Situation (Fundstellen, radioaktive Minerale etc.) und sich änderten Zeiten ist es  manchmal das Beste. Erst dann denke ich könnte/sollte  man auch mit den Namen arbeiten, gerade für die älteren Semester ist das angenehmer. Aber wie auch immer es ist ein Forum im Internet, wir sehen uns nicht persönlich, Mimik, Gestik sind nicht vorhanden und so kann es bei Diskussionen schnell zu Missverständnissen/ Kommunikationsproblemen kommen, da helfen auch keine Smilies. Und da ist es schon besser wenn das nicht unbedingt in alle Welt herausgetragen wird. Wichtig ist nur das man zum Schluss aber trotz harter Debatte auch wieder ein Bier zusammen trinken kann und zusammen Spaß hat. Aber gerade aus diesen Gründen ist eine Erweiterung des Full Member Bereiches dringend notwendig, so sehe ich das.

Wenn man Politisch, Religiös usw. aktiv ist, ist Anonymität sicher das Sicherste. Aber aus Beiträgen von Mitgliedern einer solchen Nieschensportveranstaltung wie Mineralien sammeln , Persönlichkeitsprofile anlegen, nun ja ich weiß nicht recht. Wenn ein potentieller Arbeitgeber etwas über einen Bewerber wissen möchte, braucht er ja nur einen Kommunikationspsychologen mit im Bewerbungsgespräch beizusetzen, da kommt im Ergebnis mehr bei rum als ihn via Internet auszuspionieren. Zumal derartige Persönlichkeitsprofile heute vielleicht  zutreffen und was ist morgen, Menschen ändern sich entwickeln sich weiter haben einschneidende Erlebnisse......und dann ist es Essig mit Profil. Das mittlerweile bei Personalabteilungen etisch moralische Grenzen überschritten werden ist ja schon Alltag, deshalb sollte man aber nicht gleich paranoid werden.

Gruß Ingo

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